Seltenen Pilzarten auf der Spur

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Die Bayerische Mykologische Gesellschaft beschäftigt sich in Berchtesgaden mit Pilzen aller Art.

Berchtesgaden - Pilzfreunde aus allen Teilen Bayerns sind zum Nationalpark Berchtesgaden gekommen. Exkursionen und Fachvorträge sollen Einblicke in die Pilzkunde liefern.

In Berchtesgaden und Umgebung erwartet Hans Halbwachs von der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft eine „hohe Artenvielfalt“.

Was ist das Aufgabengebiet der „Bayerischen Mykologischen Gesellschaft“?

Hans Halbwachs: Die Bayerische Mykologische Gesellschaft setzt sich für die Aufbereitung wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Pilzkunde für die Öffentlichkeit ein. Um dies zu erreichen und auch bei der Vergiftungsprävention helfend mitzuwirken, setzt sie sich für die Weiterbildung der in Bayern ehrenamtlich tätigen Pilzsachverständigen ein. Unterstützt werden die Erforschung der heimischen Pilzflora, ihre Ökologie und insbesondere ihre flächendeckende Kartierung. Darüber hinaus setzen wir uns für den Pilzschutz in Bayern ein. Die wichtige Rolle der Pilzflora für den Kreislauf der Natur soll insbesondere jungen Menschen näher gebracht werden. Deshalb ist auch die Jugendarbeit ein Ziel der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft. Die bayerischen Vereine für Pilzkunde sowie die tätigen Arbeitskreise sollen über unsere Gesellschaft verbunden werden und enger zusammenarbeiten, um das Wissen um die Pilzflora Bayerns zu erhöhen. Der Gedankenaustausch der Mitglieder wird dabei gefördert.

Warum eignet sich Berchtesgaden besonders gut als Austragungsort der "5. Bayerischen Mykologischen Tagung"?

Halbwachs: Die Region enthält eine Fülle von besonderen Naturlandschaften, seien es Almenregionen, die Wimbachklamm, die Saalach-Auen, die Gebiete rund um Seen, Zirbenbestände oder das Kälteloch Funtensee. Alle diese Biotope sind von hohem mykologischen und ökologischen Interesse, unter anderem auch, weil es dort höchstwahrscheinlich seltene Pilzarten gibt, aber auch besondere Pilz-Pflanzengesellschaften.

Welche alpinen Pilze findet man in Berchtesgaden und Umgebung? Gibt es hier auch seltene Exemplare? Besonders giftige? Gefährdete?

Halbwachs: Ja, davon kann man ausgehen. Ansonsten erwarten wir eine hohe Artenvielfalt, von denen einige sicher gefährdet sind. Aber welche das sind, werden die Exkursionen und die wissenschaftliche Bearbeitung der Funde zeigen. Besonders giftige Pilze gibt es so gut wie überall, deshalb sind für die Region keine Besonderheiten zu erwarten.

In Berchtesgaden werden unter anderem Workshops zum Thema Mykologie, der Wissenschaft von Pilzen, angeboten. Was erwartet die Teilnehmer darüber hinaus?

Halbwachs: Neben Seminaren für Pilzberater und den Fundbesprechungen sind Fachvorträge zu einer Vielfalt von Themen vorgesehen. So etwa das Wachstum von Pilzfruchtkörpern, die Bestimmung von Arten oder der Artenschutz und die Rote Liste. Außerdem findet ein Workshop zum Färben von Stoffen mit Pilzen statt.

kp

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