Schülerzahlen im Aufwärtstrend

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Rektorin Annette Ritter: „Entgegengesetzt aller Schlagzeilen sind unsere Schülerzahlen konstant und verbuchen sogar einen leichten Aufwärtstrend“.

Berchtesgaden - Rektorin Annette Ritter informierte über das vergangene Jahr an der Mittelschule. Positive Tendenzen machte Ritter im Hinblick auf die Zukunft der Mittelschule aus.

So scheint es, dass der Schülerrückgang für das Erste gestoppt sei: Waren 2010 noch 290 Schüler/Innen eingeschrieben, ist die Zahl auf nun 301 gewachsen: „Den allgemeinen negativen Trend können wir bei uns nicht bestätigen“, sagte Ritter. Zusammen mit den Verbandsräten des Hauptschulverbands Berchtesgaden blickte sie im Rathaussaal auf das vergangene Jahr zurück.

In ihrem Bericht über die Mittelschule Berchtesgaden stellte Ritter zunächst ihren neuen Stellvertreter, Johannes Kumeth, vor, der für Hans Metzenleitner gekommen war. Metzenleitner ist seit 1. August 2011 Leiter der Mittelschule Bischofswiesen. Rektorin Ritter sagte, die Zusammenarbeit der beiden Verbundschulen in Berchtesgaden und Bischofswiesen funktioniere „sehr kollegial und äußerst gewinnbringend“. Die Schülerzahlen zum 1. Oktober 2011 seien positiv ausgefallen. Der Trend zeige, dass es aufwärts geht. So sind derzeit insgesamt 301 Schüler an der Mittelschule in Berchtesgaden, davon 183 Buben und 118 Mädchen. 26 Schüler stammen aus dem Ausland. In ihrem Ausblick für das kommende Schuljahr sagte Ritter: „Entgegengesetzt aller Schlagzeilen sind unsere Schülerzahlen konstant und verbuchen sogar einen leichten Aufwärtstrend“. Stellvertreter Johannes Kumeth sagte, dass von 301 Schülern 127 Fahrschüler seien, also auf das Bus-Angebot angewiesen seien. Der Hauptschulverband muss in diesem Fall dafür aufkommen. Von einem „problemlosen Schülertransport“ zwischen den Verbundschulen sprach Annette Ritter.

Mittelschule in Aufwärtstrend

Bei der Gestaltung des Stundenplans sei darauf viel Wert gelegt worden, den Nachmittagsunterricht so gering wie möglich zu halten, um zusätzliche Buskosten vermeiden zu können. Im Schuljahr 2011/2012 wurden – wie auch im Jahr zuvor – 14 Klassen gebildet. Der Klassendurchschnitt betrug 21,2 Schüler (Vorjahr: 20,7 Schüler). Die momentan größte Klasse ist die 7a M mit 30 SchülerInnen. Über vier Gruppenräume verfügt die Mittelschule derzeit, darüber hinaus steht ein Klassenzimmer leer. Um arbeitspraktische Fächer zu unterrichten, müssen Schüler der Verbundschulen in Berchtesgaden und in Bischofswiesen regelmäßig mit dem Bus in die Nachbarschule fahren. 13 Schüler aus Bischofswiesen besuchen die Berchtesgadener Mittelschule, von dort fahren 15 Schüler wiederum nach Bischofswiesen. 33 Lehrkräfte unterrichten in der Marktgemeinde, davon 18 Volks- und Hauptschullehrer. Rektorin Ritter bezeichnete die Bedingungen als gut: „Beste Lernmöglichkeiten“ gebe es. „Das ist sicherlich auch eine wichtige Voraussetzung für die Sicherung des „M“-Standortes und damit der Mittelschule“, so Ritter. Zum bereits zehnten Mal verfügt die Mittelschule über einen kompletten M-Zug (M 7, M 8, M9 und M 10). Im vergangenen Juli wurden zum neunten Mal die Prüfungen für den mittleren Schulabschluss abgenommen. Freude zeigte Ritter aufgrund der großen Resonanz auf eine kürzlich stattgefundene Informationsveranstaltung zum M-Zug. „Es gibt den Trend, dass jetzt auch wieder verstärkt Eltern von Schülern aus der vierten Klasse vorbeischauen, um sich über die Zukunft ihrer Kinder zu informieren“, sagte die Rektorin. Von insgesamt 37 SchülerInnen der neunten Klassen haben sich 30 der besonderen Leistungsfeststellung unterzogen, was einem Anteil von 81,1 Prozent entspricht. 23 Schüler haben diesen bestanden. Den mittleren Schulabschluss haben alle 28 SchülerInnen der M 10 erreicht.

 An externen Prüfungen nahm im Schuljahr 2011/2012 niemand teil. Ritter: „Dieser positive Trend setzt sich auch heuer fort, da es gelingt, immer mehr Schüler rechtzeitig zu motivieren, die Schule zu wechseln und einen guten qualifizierenden Hauptschulabschluss einem nicht bestandenen Realschulabschluss vorzuziehen.“ Und auch in anderer Hinsicht gibt es viel Positives zu berichten: So gibt es die offene Ganztagsschule zwischenzeitlich seit zehn Jahren. Diese gilt als „feste Einrichtung“. Für eine Mittelschule gilt diese zudem als Kriterium. In Zukunft wird die Jugendhilfe Jonathan als Träger für die Ganztagsschule einspringen. Die Verbandsräte des Hauptschulverbands beschlossen dies einstimmig. Auch neu ist die Mittelschul-Bücherei. Die Klasse 9d übernahm im letzten Jahr die Bücherei-Neugestaltung. Viel Freizeit wurde aufgebracht, den kompletten Bücherbestand zu digitalisieren. Darüber hinaus wurde die Bücherei neu gestaltet. Regale, ein Schreibtisch und ein Computer wurden angeschafft.

kp

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