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Keine kostenlosen PCR-Tests mehr in Bayern

Flüchten die Corona-Testwilligen jetzt über die Grenze nach Österreich? So sieht es tatsächlich aus

Hier ein überwachter Antigen-Schnelltest zum Selbermachen vom Roten Kreuz im Kongresshaus.
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In Österreich sind Corona-Tests nach wie vor kostenlos.

Rotes Kreuz Salzburg: „Deutsche kommen zum Arbeiten zu uns, zum Einkaufen, Essen gehen, da sind wir froh dass sie ihren Status wissen“. Doch einen echten Ansturm der Coronatest-Flüchtlinge aus Bayern kann die Region Salzburg nicht vermelden.

Salzburg/Freilassing - Nach dem Ende der kostenlosen PCR-Tests in Deutschland sind auch in der Kommunalen Teststation in Bayrisch Gmain die Testzahlen drastisch zurückgegangen. Wurden in der Woche vor dem Ende des kostenlosen Tests noch 2532 Abstriche vorgenommen, waren es in der Woche ab dem 11. Oktober nur mehr 621, das sind rund 75 Prozent weniger. Am Höhepunkt der dritten Welle Ende März 2021 wurden übrigens 7811 Abstriche aus der Kommunalen Teststation ausgewertet. Befürchtungen, dass zahlreiche Landkreisbewohner nun die nach wie vor kostenlosen Testmöglichkeiten in Salzburg nutzen, haben sich nicht bestätigt.

Auch das Bayerische Rote Kreuz hatte am 10. Oktober seine Teststation in der Hauptstraße in Freilassing geschlossen, „weil aufgrund neuer, staatlicher Rahmenbedingungen nur noch ein gewerblicher Betrieb möglich wäre“, so Kreisbereitschaftsleiter Florian Halter. Geöffnet ist nach wie vor die private Teststation Beck in der Lindenstraße, dort kostet ein Antigen-Schnelltest 15 Euro.

Die zweite Möglichkeit für Corona-Tests bietet die Bahnhof-Apotheke in der Reichenhaller Straße, dort ist der Zuspruch nach wie vor gut. Am Freitag hätten sich mehr Personen testen lassen als in der Woche davor.

Leichte Zunahme in Salzburg feststellbar

Das Rote Kreuz Salzburg hat in der Woche nach dem 10. Oktober in den beiden Teststationen im Kongresshaus und in der Nähe des Hauptbahnhofes eine leichte Zunahme an Corona-Tests bemerkt. In der Woche 11. bis 17. Oktober – also die erste Bezahl-Woche in Deutschland – stieg die Zahl der Antigen-Schnelltests in der Stadt von rund 5000 in den Wochen davor auf 5662. „Ob dieser Anstieg auf bayerische Testpersonen zurückzuführen ist, wissen wir nicht“, so Rot-Kreuz-Sprecherin Roberta Thanner, „der Anstieg ist aber nicht auffällig, wir hatten auch schon Wochen mit bis zu 21.000 Antigen-Schnelltests“. Wenn sich Bewohner aus dem Grenzgebiet in Salzburg kostenlos testen lassen sei das auch okay, „denn sie arbeiten bei uns, kaufen bei uns ein, gehen bei uns essen oder ins Kino, und da ist es doch gut, wenn sie ihren Status kennen“.

Anmeldung zum Test über Salzburger Website

Von den 5662 Antigen-Schnelltests waren übrigens elf positiv, „die werden dem Gesundheitsamt gemeldet, und wenn da eine Person aus Bayern dabei ist, wird das auch dem zuständigen Gesundheitsamt in Deutschland gemeldet“. Fakt ist, dass bei den kostenlosen Tests in Österreich keine österreichische Wohnadresse oder eine österreichische Sozialversicherung angegeben werden muss. Die Anmeldung zu den kostenlosen Corona-Tests erfolgt online über www.salzburg-testet.at.

Der Gesundheitsausschuss des österreichischen Parlamentes hatte erst Anfang Oktober die weitere Übernahme der Testkosten bis Ende März 2022 beschlossen, obwohl es in einigen Bundesländern Stimmen gab, die, wie in Deutschland, das Ende der kostenlosen Tests forderten. Im österreichischen Budget werden die kostenlosen Tests bis Jahresende rund 1,8 Milliarden Euro verschlingen.

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