Ein neues Dach über dem Kopf

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Nach langer Suche haben Tamara Lütkemöller und ihre zwei Söhne (hier zusehen mit Sohn Luca) endlich ein neues Zuhause gefunden.

Berchtesgaden - Nach neun Monaten kann Tamara Lütkemöller endlich durchatmen. Die Wohnungssuche auf bgland24 hat dabei geholfen. Es gab aber auch ein "unmoralisches Angebot".

Neun Monate war Tamara Lütkemöller auf Wohnungssuche. Die Mutter von zwei Söhnen, vier und neun Jahre alt, erhielt aber immerzu Absagen. Oft wegen der Kinder. Erst nach einem öffentlichen Aufruf meldeten sich potenzielle Vermieter, die eine Wohnung zur Verfügung stellten. „Sieben Leute riefen an“, sagt Lütkemöller. Mit teils absurden Angeboten, wie sie erzählt.

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Der Umzugswagen ist bis obenhin voll mit Kartons. Kleidung, Spielsachen, Utensilien, die von der alten Wohnung in der Unterau hinauf auf den Doktorberg müssen. Dort oben hat die kleine Familie eine neue Bleibe gefunden. „Endlich“, sagt Lütkemöller. Und auch ihr Sohn Nick ist froh, dass er die alte Wohnung nun endlich hinter sich lassen kann. Er hat in Zukunft ein eigenes Zimmer, muss sich seines nicht mehr mit dem Bruder teilen. Kreativ war er zwischenzeitlich auch schon: Die weiße Wand hat er mit einer Szene aus dem „Star Wars“- Universum bemalt. Seine Mutter ist noch dabei, den Umzugswagen zu leeren.

Noch viel zu tun: Nick hilft beim Ausladen.

Viele Kartons wollen hineingetragen werde. Die letzten Tage waren arbeitsreich, aber zufriedenstellend. „Mein Vermieter hat sich aufgrund der Berichterstattung bei mir gemeldet“, erzählt die junge Mutter. Die Wohnung gefiel Tamara, ein Besichtigungstermin, dann die Zusage. Alles ging zum Schluss recht schnell, nachdem die vergangenen neun Monate vor allem von vielen Absagen gekennzeichnet waren. Oft wurde der Alleinerziehenden nicht mal die Chance eingeräumt, eine Besichtigung zu machen.

Nach der Berichterstattung änderte sich alles. „Unter anderen haben sich auch zwei ältere Damen gemeldet. Dort hätten wir sofort einziehen können“, erzählt sie. Und auch ein eher unmoralisches Angebot ging per Telefon ein. Gegen „bestimmte Dienste“ wäre die 28-Jährige auch in der Oberau untergekommen. „Da fehlten mir die Worte“, sagt Lütkemöller und ist glücklich, dass sie nun mitten drin steht – in ihrer neuen Wohnung. „Noch schaut es eher wie auf einer Baustelle aus“, sagt sie. Überall Kartons, zwei Stühle, ein kleiner Tisch. „Der Teppich wird noch neu gemacht.“ Sie deutet auf den Boden. In einem Zimmer liegen Matratzen, Kopfkissen, Bettdecken. „Heute schlafen wir das erste Mal hier“, sagt Nick mit einem freudigen Gesichtsausdruck.

Die Wohnung ist geräumig, größer als gedacht. Tamara Lütkemöller wäre auch mit weniger zufrieden gewesen. Dass nun jeder ihrer beiden Söhne ein eigenes Zimmer hat, freue sie. In den nächsten Tagen soll der Umzug abgeschlossen sein. Eine Küche hat die kleine Familie auch schon gefunden. In Salzburg, sie muss nur noch abgeholt werden. „Morgen ist es soweit“, sagt Lütkemöller.

Dann steigt sie wieder in den Laderaum des Transporters, verabschiedet sich. Sie habe noch viel zu tun und müsse fertig werden, ehe die Dunkelheit einbricht.

kp

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