Pichler: „Mein Kopf ist voller Abenteuer“

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Immerzu mit dem Motorrad unterwegs: der Salzburger Abenteuer Joe Pichler.

Berchtesgaden - Joe Pichler aus Salzburg ist ein Weltenbummler, der mit seinem Motorrad schon mehr als 300.000 Kilometer weit gereist ist. Im BGLand24-Interview spricht er über sich, seine Erfahrungen und seine Pläne:

Viel gereist ist der Salzburger Joe Pichler in den vergangenen 28 Jahren. Auf seinem Motorrad war er allein 300.000 Kilometer unterwegs. Seit 1984 führen Pichler und seine Ehefrau Renate Motorradreisen in alle Kontinente der Erde. Er war in Südamerika, in Afrika, in Asien. Und hat von überall her beeindruckende Bilder mitgebracht. In Video-Vorträgen lockt der Abenteurer regelmäßig unzählige Besucher. So auch bei seinem kürzlich stattgefundenen Besuch in Berchtesgaden. Was die Leute fasziniert? Pichlers Antwort: „Der Mensch, der das Abenteuer erlebt hat, steht direkt im Saal, zum Greifen nahe.“

Sie machen Motorradreisen in der ganzen Welt. Welchen Reiz übt das, was Sie dort erlebt haben, auf die Besucher Ihrer Vorträge aus?

Joe Pichler, ein Weltenbummler und Abenteurer.

Joe Pichler: In Zeiten von Servus TV und allen perfekt gemachten Dokumentationen im hoch aufgelösten Fernsehen ist es nicht einfach, das Publikum zu fesseln und zu begeistern. Neben den exotischen Reisezielen ist der Hauptgrund für unseren Erfolg die spannende Live-Moderation. Der Mensch, der das Abenteuer erlebt hat, steht direkt im Saal, zum Angreifen nahe.

„Die wahren Abenteuer sind im Kopf, und sind sie nicht in deinem Kopf, dann sind sie nirgendwo.“ Die Aussage findet man bei Ihnen im Internet-Auftritt. Erklären Sie unseren Lesern doch bitte diesen Satz.

Pichler: Jedes Abenteuer beginnt im Kopf. Schon als Kinder haben wir die meisten Abenteuer im Kopf gehabt, durchgespielt, und die wenigsten davon ausgeführt. Und noch heute ist mein Kopf voller Abenteuer. Viele Menschen haben diese Fähigkeit mit dem Erwachsenwerden verloren. Das ist leider schade.

Ob Südamerika, Afrika oder Asien – Sie waren schon überall unterwegs, sind Tausende Kilometer über Stock und Stein gefahren. Was nehmen Sie von Ihren Reisen mit nach Hause?

Pichler: Neben Tausenden Bildern und Stunden von Videomaterial, die Erkenntnis, dass man überall auf der Welt gute und böse Menschen treffen kann und die Gastfreundschaft in den ärmeren Ländern noch viel höher ausgeprägt ist als in der sogenannten modernen Welt. Auch begeistert mich immer diese Zufriedenheit und Gelassenheit, mit der viele Menschen ihr nicht immer leichtes Leben meistern. Da werden dann unsere Probleme in Österreich und Deutschland verschwindend klein.

Besteht nicht die Gefahr der Abenteuer-Übersättigung – zumindest für Sie persönlich?

Pichler: Da besteht für mich keine Gefahr, für mich ist jede Reise eine neue Herausforderung. Wenn man mit offenen Augen durch die Welt geht, wird es nie langweilig. Man darf nur nicht den Fehler machen und mit dem Vergleichen anfangen, das wäre der Anfang vom Ende.

Welche Planungen stehen an? Gibt es noch Ziele, die Sie erreichen wollen? Welche sind das?

Pichler: Die nächste Reise führt mich wieder nach Afrika. Ausgehend von Äthiopien möchte ich in den Südsudan, dann weiter nach Uganda, quer durch den Kongo nach Zentralafrika und weiter bis nach Kamerun. Geplanter Reisestart ist Dezember 2012. Welche Route es dann genau wird, kann ich erst aufgrund der örtlichen Sicherheitslage kurzfristig in Afrika entscheiden.

kp

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