Könnte "Nazi-Teer" auch Trinkwasser vergiften?

+
  • schließen

Berchtesgaden - Könnte auch das Trinkwasser betroffen sein? Wenn der giftige Teer vom Obersalzberg abgetragen wird, will man im Markt lieber auf Nummer sicher gehen und zieht Konsequenzen:

Lesen Sie außerdem:

Stolze 40.000 Tonnen an hochgradig umwelt- und gesundheitsschädlichem Teer, der in der NS-Zeit verbaut wurde, sollen heuer im Frühjahr vom Obersalzberg abgetragen werden. An Umschlagplätzen wird der giftige Teer möglicherweise einige Tage zwischengelagert werden - in wind- und wasserdichter Abdeckung, wie die Staatsforsten versprechen. Im Markt Berchtesgaden will man trotz allem auf Nummer sicher gehen, denn: Ein Teil des Trinkwassers stammt von der Scharitzkehlquelle am Obersalzberg.

"In der Zeit, wo die Arbeiten stattfinden, werden wir die Scharitzkehlquelle vorsichtshalber abschalten", so Geschäftsleiter Anton Kurz im Gespräch mit BGLand24.de. Sie bedient ohnehin nur einen kleinen Teil der Berchtesgadener Trinkwasserversorgung - "aber so gehen wir tausendprozentig sicher, dass da nichts passiert."

Es gehöre ohnehin zur Versorgungssicherheit, dass ein Ort mehrere Trinkwasserquellen habe, so Kurz: "Das Wasser, das wir sonst von der Scharitzkehlquelle beziehen, kompensieren wir in der Bauzeit mit der Wimbachquelle." Sicher ist sicher.

xe

Zurück zur Übersicht: Berchtesgaden

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser