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Gerner Bach muss umverlegt werden

Hochwasserschutz für Berchtesgadener Bäche - Gemeinde plant 3,2 Millionen Euro für Schäden ein

Der Gerner Bach muss für eine Millionensumme ausgebaut werden
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Der Gerner Bach muss für eine Millionensumme ausgebaut werden

Der Gerner Bach und weitere Gewässer sollen nach dem Hochwasser im Juli für eine Millionensumme ausgebaut - und gleichzeitig verlegt werden. In einer Sondergemeinderatssitzung stimmten die Berchtesgadener Gemeinderäte für die Maßnahmen. Der Ausbau ist nur möglich, wenn sich die Gemeinde finanziell daran beteiligt, sagte Bürgermeister Franz Rasp. Für die Behebung der Hochwasserschäden muss die Gemeinde 3,2 Millionen Euro einplanen.

Berchtesgaden - Eine lange Liste an Maßnahmen ist es geworden, rund 80 Positionen, die die Marktgemeinde Berchtesgaden betreffen, sind auf dem Papier zu finden, das Bürgermeister Rasp den Gemeinderäten präsentiert. Der Gemeindechef braucht das Einverständnis seiner Räte, damit die Verwaltung beauftragt werden kann, die Schäden „zeitnah zu beheben”, Aufträge zu vergeben und Förderanträge zu stellen.

Zwar sind in den vergangenen Wochen bereits einige Schäden abgewickelt worden, mehrere Straßen sind aber noch nicht befahrbar, die Gemeinde-Infrastruktur bleibt weiterhin betroffen: „Die Straßen sind noch gesperrt und nicht wiederhergestellt, weil wir Angst haben, keine Förderungen zu bekommen.” Das würde die Gemeinde finanziell empfindlich treffen.

Allein der Schaden im Klärwerk Berchtesgaden wird mit 550.000 Euro angegeben, 150.000 Euro wird es kosten, die Zerstörung zu beheben, die sich im Bereich des Wasserwerks zugetragen hat. Die Tiefbauschäden: 2,25 Millionen Euro. Und auch der Berchtesgadener Fußballplatz samt Kunstrasenfeld nebenan hat einiges abgekriegt: 250.000 Euro kostet die Wiederherstellung der zwei Plätze.

Der Gerner Bach, der im Juli überlief und etliche Häuser im Umfeld in Mitleidenschaft zog, darunter ein Autohaus mit über einer Million Euro Schaden soll zwar ausgebaut werden. “Der Freistaat Bayern verlangt von uns aber eine Eigenbeteiligung in Höhe von 15 Prozent als freiwillige Leistung”, sagte Franz Rasp. Die Ausbaukosten des Bachs, der auf beiden Seiten gesichert werden, in Teilbereichen sogar verschwenkt werden und dadurch eine neue Führung erhalten soll, belaufen sich auf über 2,1 Millionen Euro. Die Gemeinde Berchtesgaden plant rund 300000 Euro ein: „Schauen wir mal, ob es am Ende dabei bleiben wird”, so Rasp.

Ein temporärer, teilmobiler Hochwasserschutz soll Hilfe versprechen: „Wir haben Betonleitwände gekauft, die wir aufstellen werden”, kündigte Rasp an. Dies soll den notwendigen Schutz versprechen, bis der Ausbau abgeschlossen ist. Die mobilen Elemente, zwischen 50 und 80 Zentimeter hoch und 30.000 Euro teuer, könnte die Gemeinde an anderer Stelle dann weiterverwenden, sobald diese nicht mehr benötigt werden. Die wasserrechtlichen Planungen würden zeitnah eingereicht werden, „zur nächsten Hochwassersaison im Sommer wird der Ausbau noch sicher nicht fertig sein”, prognostiziert Franz Rasp. 

Auch der Weiherbach unterhalb des Rostwalds soll einen optimierten Hochwasserschutz erhalten, das betonierte Gerinne soll aufgeweitet werden. In Berchtesgaden erwartet man sich dort zwischen 50 und 75 Prozent Bezuschussung aus Fördertöpfen. Allerdings sei noch nicht abschließend geklärt welcher Ordnung das Gewässer entspricht. „Das muss noch festgelegt werden.” Die Planungen dazu befinden sich ganz am Anfang. Haushaltsmittel in Höhe von 40000 Euro wurden dafür eingestellt. Die Maßnahme selbst schlägt mit einer deutlich höheren Summe zu Buche

kp

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