Haus der Berge: Eröffnung im Mai 2013

+
Martin Bambach vom Staatlichen Bauamt Traunstein, Bereich Straßenbau, informierte vor Ort über geplante barrierefreie Querungshilfen und Blindensignale.

Berchtesgaden - Der Zeitplan ist knapp, es gibt noch viel zu tun: So sind etwa noch Straßen- und Kanalbaumaßnahmen vor dem Umweltzentrum umzusetzen.

Martin Bambach vom Staatlichen Bauamt Traunstein, Bereich Straßenbau, informierte in einem Vor-Ort-Termin am Mittwoch über geplante barrierefreie Querungshilfen und Blindensignale – und darüber, dass die Staatsstraße vor dem „Haus der Berge“ von Mitte März an bis voraussichtlich in den Juni hinein eine Großbaustelle werde. Investitionskosten: 550.000 Euro. Durchgangsverkehr? Kaum mehr möglich. Größtenteils wird dann unter Vollsperrung mit entsprechender Umleitung gearbeitet. Mit 7.000 Fahrzeugen pro Tag ist die Straße ein wichtiger Zufahrtsbereich nach Berchtesgaden.

Lesen Sie auch:

Umweltzentrum eröffnet im Mai 2013 „Haus der Berge“ erst 2014 fertig? Neue Fotos: Fortschritt beim „Haus der Berge“

Bereits in etwa zwei Wochen sollen vor dem „Haus der Berge“ Straßen- und Kanalbauarbeiten beginnen. Der Markt Berchtesgaden erneuert in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bauamt Traunstein die Staatsstraße 2097 auf einer Länge von 300 Metern – vom Kreisverkehr aus in Richtung Villa Kanzel. Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp sagt, dass der Markt aufgrund der Bauarbeiten die etwa 100 Jahre alte Kanalleitung sowie die Trinkwasserversorgung erneuern werde. Profitieren sollen davon die Bürger in Bischofswiesen, Ortsteil Stanggaß. Martin Bambach vom Staatlichen Bauamt sagt, dass die Arbeiten bis Anfang Juni abgeschlossen sein werden. Rechtzeitig vor Beginn der Hauptreisezeit. Denn ein Großteil der Arbeiten wird nur unter Vollsperrung der Staatsstraße erfolgen können. Wie dann im Detail umgeleitet werde, müsse noch besprochen werden. Für direkte Anlieger des Baustellenbereichs steht eine Lösung im Raum. Alle anderen Fahrzeuge werden, von Bischofswiesen kommend, über die Umgehungsstraße nach Berchtesgaden umgeleitet.

Haus der Berge: Noch einiges zu tun

Sehr stark befahren ist die Staatsstraße vor dem neuen Umweltbildungszentrum des Nationalparks Berchtesgaden. Für Besucher des „Haus der Berge“ musste also eine Lösung her. Denn der Parkplatz der Einrichtung ist gegenüberliegend. Jeder Besucher muss also die Straße überqueren, um zum Umweltbildungszentrum zu gelangen. Die Planer rund um Martin Bambach hatten in der Vergangenheit viele Ideen verworfen – und eng mit Behindertenvertretern zusammengearbeitet. So soll die Überquerung der Staatsstraße künftig durch eine Mittelinsel als Querungshilfe erleichtert werden. Bambach: „In Abstimmung mit der Nationalparkverwaltung wird diese barrierefrei ausgebildet und zusätzlich mit einer blindengerechten Lichtsignalanlage ausgestattet werden.“ Eine Zebrastreifen-Lösung habe man auf Seiten des Bauamtes nicht favorisiert: In der Vergangenheit hatte es immer wieder schlechte Erfahrungen mit dieser Variante gegeben. Bewusst werde auf der Staatsstraße nun eine längliche Insel eingebaut, die bis in die Kurve hineinreichen wird: „Fahrzeuglenker sollen sofort erkennen, dass man hier an eine Stelle kommt, wo man abbremsen muss.“ Auch im Plan: zwei Busbuchten. Diese werden neu angelegt, eine unmittelbar vor dem „Haus der Berge“, die zweite gegenüberliegend im Bereich der Polizeiinspektion Berchtesgaden. Für diese zweite Bushaltestelle haben sich der Markt Berchtesgaden und die Nationalparkverwaltung stark gemacht, damit es bei häufigeren Bushalten durch Linien- und Reisebusse nicht zu Rückstauungen in den Kreisverkehr und somit hinunter bis in den Markt kommt. Derzeit befinden sich dort, wo später mal Busse halten sollen, fünf groß gewachsene Buchen. „Diese Bäume müssen weichen“, sagt Martin Bambach. Nationalpark-Leiter Dr. Michael Vogel erkennt darin aber kein Problem: „Dann hat man von der Polizei aus endlich wieder eine gute Sicht“, scherzte er beim Vor-Ort-Termin. Bereits in den kommenden Tagen sollen die Bäume gefällt werden. Die Maßnahme erhielt von der Naturschutzbehörde grünes Licht. Neupflanzungen müssen folgen, so fordert es die Fachbehörde. Sowohl Kanal- als auch Straßenbaumaßnahmen werden auf eine Gesamtinvestitionssumme von 550.000 Euro beziffert. Rund 200.000 Euro sind vom Markt Berchtesgaden zu tragen.

kp

Zurück zur Übersicht: Berchtesgaden

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser