Insgesamt fünf Verletzte und Großeinsatz in Berchtesgaden

Explosion im Salzbergwerk: Arbeiter mit "schwereren Verbrennungen"

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Großeinsatz am Salzbergwerk Berchtesgaden.
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Berchtesgaden - Im Salzbergwerk Berchtesgaden ist es am Mittwochmorgen, 25. September, untertage zu einer Explosion gekommen. Bei dem Unglück erlitten drei Arbeiter schwere Verbrennungen und kamen in Spezialkliniken. Darüber hinaus wurden zwei weitere Menschen leicht verletzt. *NEU: Videos*

Das Wichtigste in Kürze:

  • Explosion/Verpuffung untertage im Salzbergwerk Berchtesgaden
  • Fünf Arbeiter verletzt
  • Großeinsatz der Rettungskräfte samt Spezialisten
  • Schweißarbeiten womöglich als Auslöser
  • Salzbergwerk bleibt am Mittwoch für Besucher geschlossen

UPDATE, 15.45 Uhr - Videointerview mit der Polizei

Am Vormittag war ein Großaufgebot an Einsatzkräften am Salzbergwerk vor Ort. BGLand24.de hat dort mit Walter Schreyer von der Polizei Berchtesgaden gesprochen. Der Beamte gab Auskunft zum Ablauf des Einsatzes und sagte, dass zunächst drei Verletzte gemeldet worden seien, die "schwerere Verbrennungen" erlitten hätten. Die Männer wurden mit Hubschraubern in darauf spezialisierte Krankenhäuser eingeliefert. Darüber hinaus gab es bei dem Unglück zwei Leichtverletzte.

UPDATE, 14 Uhr - Unfall passierte 800 Meter unter der Erde

Nun gibt es weitere Informationen zur genauen Lage der Unfallstelle. Laut einem Radiobericht des Bayerischen Rundfunks liegt die Stelle rund 800 Meter untertage in einem nicht öffentlichen Teil des Bergwerkes, in dem nach wie vor aktiv Salz abgebaut wird. Nach dem Unfall seien die Arbeiter übrigens noch selbstständig an die Oberfläche gelangt, ehe sie dort von Rettungskräften in Empfang genommen wurden, hieß es weiter. Anschließend wurden die Männer - größtenteils mit Hubschraubern - in Krankenhäuser eingeliefert.

UPDATE, 11.35 Uhr - Fünf Verletzte, drei mit Verbrennungen

Bei der Verpuffung, die sich gegen 8 Uhr im Bereich der Solegewinnung ereignete, erlitten zwei Mitarbeiter einer Fremdfirma, die die Arbeiten ausführten, und ein SWS-Mitarbeiter Verbrennungen. Die Mitarbeiter konnten rasch nach über Tage gebracht werden und wurden inzwischen in spezialisierte Kliniken zur weiteren Behandlung gebracht. Sie befinden sich nicht in Lebensgefahr. Dies teilte die Südwestdeutsche Salzwerke AG soeben in einer Pressemitteilung mit.

Zwei weitere Mitarbeiter erlitten darüber hinaus leichte Verletzungen. Das Besucherbergwerk wurde geschlossen. Die Besucher haben das Bergwerk inzwischen unversehrt verlassen, ebenso die Mitarbeiter des Bergwerksbetriebs. Die Aufsichtsbehörden sind vor Ort und haben die Ermittlungen aufgenommen.

Arbeitsunfall bei Explosion im Salzbergwerk Berchtesgaden

UPDATE, 10.45 Uhr - Bergwerk bleibt am Mittwoch geschlossen

Das Bergwerk bleibt nach dem Unfall zumindest am Mittwoch, 25. September, geschlossen. Gäste könnten demnach die Touristenattraktion heute nicht besichtigen, wie ein Sprecher des Bergwerkes nun bekannt gab. 

Zugleich ist nach dem Unfall die Ursachenforschung angelaufen. Es soll nun geklärt werden, ob sich bei den Schweißarbeiten Staub oder Gas entzündet hat. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Von der Verpuffung betroffen gewesen sei aber lediglich ein für die Öffentlichkeit nicht zugänglicher Teil des Bergwerkes. Probleme mit der Statik gäbe es nicht, hieß es weiter.

UPDATE, 10.15 Uhr - Explosion bei Schweißarbeiten

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd hat in einer Vorausinformation für die Presse erste Details zu dem Unfall bekanntgegeben: Demnach kam es gegen 8 Uhr morgens bei Schweißarbeiten im Bereich eines "Bohrspülwerks" tief im Inneren des Bergwerks zu einer Explosion, bei der vier Arbeiter unbestimmten Grades verletzt wurden. Die Verletzten kamen nach ihrer Rettung in verschiedene Krankenhäuser.

"Zur Unfallzeit war das Bergwerk noch nicht für Besucher geöffnet und auch für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefährdung. Die Grubenwehr führte nach dem Unfall Messungen durch", sagte Polizeisprecher Stefan Sonntag. Die Kriminalpolizei in Traunstein hat nun die Ermittlungen zum genauen Hergang und zur Ursache des Unglücks aufgenommen. "Zum jetzigen Zeitpunkt können dazu noch keine Aussagen getroffen werden", so Sonntag.

UPDATE, 10.05 Uhr - Zahl der Verletzten steigt auf vier

Soeben wird gemeldet, dass sich die Zahl der Verletzten auf vier Personen erhöht hat. Die Polizei hat inzwischen bestätigt, dass es sich dabei um Mitarbeiter des Bergwerkes handelt.

UPDATE, 10 Uhr - Schon ein Unfall vor drei Jahren

Vor knapp drei Jahren, im Oktober 2016, hatte sich übrigens schon einmal ein Unfall im Salzbergwerk Berchtesgaden ereignet. Damals hatte sich ein 50-jähriger Bergarbeiter den Daumen eingeklemmt und musste von der Grubenwehr befreit werden. Nach dem Rettungseinsatz wurde der Mann in ein Krankenhaus gebracht.

UPDATE, 9.35 Uhr - Drei schwerverletzte Arbeiter?

Über die genaue Schwere der Verletzungen gibt es derzeit noch etwas widersprüchliche Angaben. Polizeisprecher Huber sprach in einer ersten Stellungnahme gegenüber BGLand24.de von "wohl nicht allzu schweren Verletzungen". Die Passauer Neue Presse (PNP) hingegen meldete soeben drei Schwerverletzte. Bei den Opfern handelt es sich anscheinend um Arbeiter des Bergwerks.

Besucher des Salzbergwerks scheinen von dem Unglück nicht betroffen zu sein, da das Bergwerk zum Zeitpunkt des Unfalls für die Öffentlichkeit noch geschlossen hatte. Um sicherzugehen, dass keine weiteren Personen von dem Unfall betroffen sind, wurden Experten zur Absuche in den betroffenen Stollen geschickt.

UPDATE, 9.15 Uhr - Polizei bestätigt Explosion

Jetzt gibt es erste Details zum Einsatz. Es ist dort am Mittwochmorgen "untertage zu einer Art Explosion oder Verpuffung gekommen", wie Pressesprecher Alexander Huber vom Polizeipräsidium Oberbayern Süd soeben auf Anfrage von BGLand24.de bestätigte. Ersten Erkenntnissen zufolge gibt es wohl drei Verletzte. Wie schwer die Verletzungen der Verunglückten sind und um wen es sich dabei handelt, ist derzeit nicht klar.

Vor Ort ist ein Großeinsatz der Rettungskräfte angelaufen. Neben zahlreichen Feuerwehrkräften sind laut Polizeiangaben auch Spezialisten für Tiefbau vor Ort, die bei der genauen Lageeinschätzung helfen sollen. Polizei und Vertreter des Bergwerks scheinen vor Ort bereits eine Einsatzbesprechung abgehalten zu haben.

Die Erstmeldung:

Im Salzbergwerk Berchtesgaden ist es am Mittwochmorgen, 25. September, offenbar zu einer Art Explosion gekommen. Mehrere Menschen sollen verletzt worden sein. Entsprechende Notrufe waren um kurz nach 8 Uhr bei der Einsatzzentrale der Polizei eingegangen.

Die genauen Hintergründe sind derzeit noch völlig unklar. Anscheinend halten Polizei und Bergwerk gerade eine Einsatzbesprechung ab, wie der Radiosender Bayernwelle nun berichtet. Zudem scheinen auch Suchmannschaften alarmiert worden zu sein.

*Nähere Informationen liegen derzeit nicht vor!*

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