Beteiligung an Aktionsbündnis „Handel steht zusammen“

Einzelhandel im Berchtesgadener Land fordert Wiedereröffnung am 11. Januar

Berchtesgadener Land - Das Aktionsbündnis „Handel steht zusammen“ setzt sich für eine zeitnahe Wiedereröffnung sowie angemessene Entschädigungen für den aufgrund des Corona-Lockdowns geschlossenen Einzelhandel ein. Auch im Berchtesgadener Land hofft man auf positive Nachrichten seitens der Politik.

Der von der Politik beschlossene Lockdown in Deutschland soll nach einer Ministerpräsidentenkonferenz weiter verlängert werden, was bei vielen Einzelhändlern und Gaststätten-Betreibern auf Unverständnis und Widerspruch stößt. Das deutschlandweit tätige Aktionsbündnis „Handel steht zusammen“ setzt sich für die Unternehmen ein und fordert eine schnellstmögliche Wiedereröffnung des Handels oder angemessene Entschädigungen für die betroffenen Betriebe.


Konkret fordert das Bündnis von der Politik:

  • Die Möglichkeit zur Selbsthilfe, indem wir unsere Geschäfte unter Beibehaltung der bewährten Hygienekonzepte zeitnah wieder eröffnen dürfen
  • Im Falle der Fortsetzung des Lockdowns angemessene, faire Entschädigungen zur Sicherung unserer Unternehmensexistenzen und der damit verbundenen Arbeitsplätze
  • Einen langfristigen Planungshorizont

„Wir wissen gar nicht, wann wir wieder öffnen dürfen“

Auch die Aktiven Unternehmen Berchtesgaden mit ihrem ersten Vorsitzenden Thomas Hettegger unterstützen die Forderungen und informierten am Dienstag ihre 160 Mitglieder in einem Schreiben darüber. „Wir wissen gar nicht, wann wir wieder öffnen dürfen“, sagte Thomas Hettegger im Gespräch mit bgland24.de. Seiner Ansicht nach blieben die Geschäfte bis in den Mai hinein geschlossen, wenn es so wie bisher weitergehen würde. Auch die Verhältnismäßigkeit stellte Hetteger in Frage: „Ob jemand eine Gurke oder ein Paar Schuhe kauft, ist doch egal“.

Virtuelle Unterschriftenliste

Das Aktionsbündnis sammelt auf seiner Homepage Unterschriften von Unterstützern für diese Forderungen. Aktuell unterstützen 4740 Unternehmen die Initiative, darunter auch viele Betriebe aus der Region. Zudem können sich auch Privatpersonen in einer virtuellen Unterschriftenliste eintragen und so den Forderungen Nachdruck verleihen. Am Vormittag des 5. Januars wurden bereits insgesamt über 10.700 Unterschriften auf diesem Weg gesammelt.

aic

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Britta Pedersen

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