40.000 Schutzmasken statt Trachtenkleider

„Die Maskenproduktion hat einiges an Umsatz gerettet“

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Bereits 40.000 trachtige Schutzmasken haben die Schneider von Dollinger in Salzburg und Ungarn genäht.

Berchtesgadener Land - Bereits 40.000 Stück Mund-Nasen-Schutzmasken hat die Firma Dollinger in ihren Werkstätten in Salzburg-Gnigl und in Ungarn nähen lassen, der größte Teil davon wurde Online verkauft.

„Mach das Beste daraus, also Ärmel hochkrempeln, statt über geschlossene Geschäfte und ausbleibende Touristen jammern“, so Kathrin Proft vom regionalen Mode- und Trachtenhändler Dollinger. „Die Maskenproduktion hat einiges an Umsatz gerettet“.


Seit Wochen rattern die Nähmaschinen auch in der Trachtenwerkstatt bei Moser im Salzburger Stadtteil Gnigl, ein Unternehmen mit derzeit zehn Mitarbeitern, das Dollinger erst im vergangenen Jahr übernommen hat. Die Masken werden einzeln oder in Paketen zu je zehn Stück zu einem Preis von 50 Euro verkauft, beliefert wurden aber auch Großkunden wie die Sparkasse Berchtesgadener Land, Wieninger Bräu oder BMW Bachfrieder. Jeweils 100 der selbst genähten Masken spendete Dollinger an die Caritas in Salzburg, sowie das Bayerische Rote Kreuz in Traunstein.

Mit den Mund-Nasen-Masken will die Familie Proft ein Zeichen setzen, denn die Stoffe stammen alle von Trachtenlieferanten, „mit den dezenten und gleichsam trachtigen Mustern kann man im Alltag ein Stück Heimatliebe beweisen“. Dollinger wolle ein erschwingliches, aber wertvolles Produkt schaffen, „Einwegmasken oder Diskontmasken aus Billiglohnländern sind für uns ein No-go“, so Kathrin Proft.

hud

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