Landratsamt wehrt sich gegen Vorwürfe

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Berchtesgaden - Die Aussage, auf dem Obersalzberg würden Rundgangsleiter fehlen, sorgte zuletzt für Schlagzeilen. Jetzt wehrt sich das Landratsamt und dementiert:

In der aktuellen Berichterstattung über die Dokumentation Obersalzberg, insbesondere über die Organisation von geführten Rundgängen sind einige Aussagen und Feststellungen zu berichtigen.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass der Informations- und Bildungsauftrag der Dokumentation auch mit der reduzierten Zahl von Rundgangsleitern stets sichergestellt war. Es ist auch festzustellen, dass die Dokumentation Obersalzberg so konzipiert ist, dass sich jeder Besucher selbstständig durch die Ausstellung bewegen und informieren kann. Tatsächlich nehmen rund 80 Prozent der Dokumentationsgäste kein Führungsangebot wahr. Weitere 11 Prozent lassen sich mittels deutschem oder englischem Audioguide durch die Ausstellung leiten und etwa 9 Prozent aller Besucher nehmen an einer persönlichen Führung durch einen Rundgangsleiter teil.

Wie die Betriebsleitung der Dokumentationsstelle mit Nachdruck bekräftigt, konnte die Saison 2014 mit elf engagierten Rundgangsleiterinnen und Rundgangsleitern, trotz Besucherrekordzahlen im August, sehr gut bewältigt werden. Unabhängig von den elf selbstständigen Rundgangsleitern stehen bei Bedarf auch die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte immer wieder für Führungen bereit. Die Aussage, dass zahlreiche Anfragen mangels Rundgangsleitern zurückgestellt werden mussten, ist deshalb falsch. In Einzelfällen ist es vorgekommen, dass es aufgrund der räumlichen Situation und bei Terminüberschneidungen nicht möglich war, einen Wunschtermin zu reservieren. Hier wurden aber Alternativtermine ermöglicht.

Falsch ist auch die Aussage im Bericht vom 23. September (Südostbayerische Rundschau) bzw. 24. September(Reichenhaller Tagblatt/Freilassinger Anzeiger), dass es mit der Berchtesgadener Landesstiftung bereits „ein erstes Gespräch“ über die Durchführung von privaten Führungen (mittels einer Agentur) gegeben hätte und es dabei „keine prinzipiellen Einwände“ gegeben habe. Festzustellen ist, dass ein solches Gespräch mit keinem Verantwortlichen der Berchtesgadener Landesstiftung stattgefunden hat. Unabhängig davon liegt dazu auch keine Anfrage oder ein entsprechender Antrag vor. Darüber hinaus läge die Zulassung von Rundgangsleitern bzw. einer Agentur in der Entscheidungsbefugnis des Stiftungsrates der Berchtesgadener Landesstiftung.

Festzustellen ist auch, dass die beiden im Bericht genannten Reisebüros die Dokumentation Obersalzberg in Abstimmung mit der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee (TRBK) seit vielen Jahren in ihre Gästerundfahrten integriert haben. Deshalb ist die Situation nicht mit einer neuen „Agentur“ vergleichbar. Die Reiseleiter der beiden Reisebüros wurden vom Institut für Zeitgeschichte (IfZ) entsprechend geschult.Selbstverständlich haben es die Berchtesgadener Landesstiftung und das Institut für Zeitgeschichte immer im Blick, den Besucherinnen und Besucher der Dokumentation ein attraktives Führungs- und Begleitprogramm anzubieten und die Nachfrage nach historischer Bildung an einem sensiblen Ort wie dem Obersalzberg mit entsprechenden qualifizierten Angeboten zu bedienen.

Der hohe Besucherzuspruch und der ausgezeichnete Ruf der Dokumentation Obersalzberg nach 15 erfolgreichen Jahren ihres Bestehens spricht hier für sich.

Die Berchtesgadener Landesstiftung dankt ausdrücklich allen aktiven Rundgangsleiterinnen und Rundgangsleitern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts für Zeitgeschichte, die in der ablaufenden Saison engagiert in der Dokumentation Obersalzberg tätig waren. Der Stiftungsrat der Berchtesgadener Landesstiftung wird in seiner Jahresschluss-Sitzung im Dezember die zurückliegende Saison evaluieren und gegebenenfalls entscheiden, wie das Angebot an Führungen weiter ausgebaut werden kann.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

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