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Schlimmes Bergdrama in Argentinien

„Es war extrem gefährlich“: Berchtesgadener retten Schwerverletzten am Cerro Torre das Leben

Extrembergsteiger Thomas Huber (Archivbild).
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Extrembergsteiger Thomas Huber (Archivbild).

Berchtesgaden/Buenos Aires – Thomas Huber („Huberbuam“) und sein Freund Anderl Soyter, beide Extrem-Bergsteiger aus Berchtesgaden, haben vor einigen Tagen einem abgestürzten Bergsteiger in Argentinien mit einer Aufsehen erregenden Rettungsaktion das Leben gerettet.

Es war wohl die spektakulärste Rettungsaktion, an der ich beteiligt war. Es war extrem gefährlich. Wir hatten wahnsinniges Glück, heil wieder runter gekommen zu sein. Unglaublich, was das Adrenalin aus einem Menschen macht (...)“, sagte Huber im Gespräch mit der Bild-Zeitung. Die Rede ist von der Rettungsaktion am Cerro Torre, einem 3128 Meter hohen Berg in Patagonien, an der Grenze zwischen Argentinien und Chile gelegen. Dort waren zwei Bergsteiger von einer mächtigen Schnee- und Steinlawine mitgerissen worden und anschließend während ihrer Kletterei in der Wand auf halber Höhe hilflos hängengeblieben.

Huber und Soyter kletterten gerade selbst in der Nähe, als sie über das Unglück informiert wurden. Obwohl einer der verunglückten Bergsteiger, der Argentinier Tomás Aguiló, mit mehreren Knochenbrüchen schwer verletzt war, gelang es ihm, sich mehrere hundert Meter abzuseilen und ein Notsignal zu senden. Huber und Soyter lokalisierten die beiden Verunglückten mit einem Fernglas. Da eine Rettung aus der Luft in diesem Gebiet unmöglich war, stellten die beiden Berchtesgadener zusammen mit Bergsteiger-Kollegen eine Rettungsmannschaft zusammen.

Unter schwierigsten und sehr gefährlichen Bedingungen gelangten Huber und einige Kollegen rund drei Stunden später zu einem der beiden Bergsteiger. Dieser wurde mit Hilfe eines Seilzugquerganges über einen Gletscherbruch von Huber gerettet und anschließend mit einer Trage ins Tal transportiert – das Ganze mitten in der Nacht und bei eisigen Temperaturen. Für den anderen Bergsteiger, den Italiener Corrado Pesce (†41), kam jede Hilfe zu spät. Er hing mehrere hundert Meter weiter oben in der Wand - und es bestand keinerlei Chance, zu ihm zu gelangen. „Er wird für immer am Berg bleiben“, so die Bergsteiger.

mw

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