Eine Mittelschule für den ganzen Talkessel?

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Berchtesgaden - Die Mittelschule müsste millionenschwer erneuert werden, doch es stehen mehrere Alternativen zur Debatte: Sanierung, Neubau oder gleich ein Zusammenschluss mit Bischofswiesen?

In der Mittelschule am Bacheifeld stehen nach den laufenden Erneuerungen wie Küche, Computerraum oder Brandschutz in den nächsten Jahren millionenteure Sanierungsmaßnahmen an. Dazu werden nun durch ein Planungsbüro verschiedene Varianten im Rahmen einer Machbarkeitsstudie ausgearbeitet. Neben der Frage, ob ein Neubau wirtschaftlicher ist, werden verschiedene Varianten zur Sanierung im Bestand ermittelt und bewertet. Ebenso wird als eine Variante die Verlagerung in das sanierte Schulgebäude in Bischofswiesen ausgearbeitet. Bei allen Varianten soll die Entwicklung der zukünftigen Schülerzahlen im gesamten südlichen Landkreis im Auge bleiben.

Das Gebäude der Mittelschule (früher Hauptschule) am Bacheifeld wird von den Gemeinden Berchtesgaden, Schönau a. Königssee, Ramsau und Marktschellenberg unterhalten und betrieben, die sich dazu seit Jahrzehnten im Mittelschulverband Berchtesgaden zusammengeschlossen haben. Die Gemeinde Bischofswiesen betreibt eigenständig ihre Mittelschule. Für die Durchführung des Unterrichts kooperieren beide Schulen als Mittelschulverbund Berchtesgaden.

Bischofswiesen als mögliches Schulzentrum im südlichen Landkreis

Bei der Planung der in den nächsten Jahren anstehenden Sanierungsmaßnahmen in Berchtesgaden arbeiten alle fünf Bürgermeister des Talkesels nun eng zusammen, um die für alle bestmögliche Lösung zu finden. Dazu wird nun eine umfassende Machbarkeitsstudie erstellt. Neben verschiedenen Sanierungsvarianten wird auch ein Neubau geprüft. Zudem soll die Frage beantwortet werden, ob das Schulgebäude in Bischofswiesen für alle Mittelschüler des Talkessels geeignet wäre.

Dazu stellte der Mittelschulverband in Abstimmung mit allen fünf Bürgermeistern eine entsprechende Anfrage bei der Gemeinde Bischofswiesen. Diese dient dazu, eine weitere Lösungsvariante als Entscheidungsgrundlage zu haben. Im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit im Berchtesgadener Talkessel möchten die fünf Bürgermeister auch über den Tellerrand hinaus schauen und alle möglichen Lösungsvarianten prüfen, eine davon ist auch der Schulstandort Bischofswiesen.

Eine Vorentscheidung gibt's im nächsten Jahr

Die Gemeinde Bischofswiesen wird nun im Rahmen dieser Prüfung eine grundsätzliche Machbarkeit prüfen und Zahlen ermitteln. Dazu wurde ein Zeitraum bis Ende 2015 festgelegt. Eine erste Vorentscheidung kann daher erst in 2016 erfolgen. Die Gemeinde Bischofswiesen hat aber bereits signalisiert, dass Veränderungen erst ab 2019 möglich wären.

In den Prozess werden alle Beteiligten mit eingebunden und mögliche Herausforderungen und Risiken können zeitnah ermittelt und bewertet werden. Unser aller Ziel ist es, für die Schülerinnen und Schüler optimale Unterrichtsbedingungen zu schaffen und gleichzeitig wichtige Rahmenbedingungen wie Wirtschaftlichkeit, Zumutbarkeit oder Sicherheit zu berücksichtigen.

Pressemitteilung der Märkte Berchtesgaden und Marktschellenberg, sowie der Gemeinden Bischofswiesen, Schönau und Ramsau.

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