Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Insgesamt 250 Gämse gezählt

Zweite Gamswildzählung am Staatsforstbetrieb Berchtesgaden

Gast Hans Berger (BJV-Kreisgruppe Berchtesgadener Land) wird von Theresa Krinninger vom BR bei der Zählung von Gämsen gefilmt.
+
Gast Hans Berger (BJV-Kreisgruppe Berchtesgadener Land) wird von Theresa Krinninger vom BR bei der Zählung von Gämsen gefilmt.

Die Bayerischen Staatsforsten haben ihr langfristig angelegtes Gamswild-Monitoring im Blockzählverfahren fortgesetzt. Zum zweiten Mal fand am gesamten Forstbetrieb Berchtesgaden eine standardisierte Gamswildzählung statt. Beginnend in der ersten Morgendämmerung wurden gemeinsam mit jagdlich geschulten Begleitern insgesamt 250 Gämsen gezählt.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Berchtesgaden - Die erste Wiederholung des Zählverfahrens war ein großer Erfolg. Bei guten Witterungsbedingungen gingen erfahrene Berufsjäger und Förster des Forstbetriebs Berchtesgaden exakt an die 15 Beobachtungsstellen, von denen aus bereits im Vorjahr 167 Stück Gamswild gezählt wurden. Gemeinsam mit geladenen Gästen der zwei zuständigen Jagdbehörden aus Bad Reichenhall und Traunstein sowie prominenten Vertretern des Bayerischen Jagdverbands wurde das Gelände ab etwa 5 Uhr früh mit Ferngläsern bzw. Spektiven nach Gamswild abgesucht.

Alle entdeckten Stücke wurde in standardisierte Zählblätter eingetragen. Fachleute sind sich einig, dass die Höhe des Gamsbestandes in unseren Bergregionen nicht ermittelt werden kann. Das wiederholte Blockzählverfahren erlaubt lediglich den Einblick in einen kleinen Teil des gesamten Gamslebensraums. Und selbst in den einsehbaren Flächen können unmöglich alle vorhandenen Gämsen gezählt werden, da Bergwald und Latschen, aber auch Felsvorsprünge viele Stücke verbergen. Ziel ist die Dokumentation langfristiger Trends der Populationsentwicklung und Erfahrungen über die Raumnutzung des Gamswildes. Kurzfristige Aussagen sind nicht möglich, da die Zählergebnisse von Tag zu Tag schwanken, je nachdem wo sich die Tiere gerade aufhalten. Wind, Hitze oder Regen beeinflussen die Zählergebnisse ebenso wie allen möglichen Störungen, z. B. durch Hubschrauber, Adler oder Bergsteiger.

Gegenüber dem Vorjahr wurden dieses Jahr 83 Gämse mehr gezählt (das sind 50 Prozent mehr als 2020). Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Gamsbestand innerhalb eines Jahres in unserer Region um die Hälfte zugenommen hat, betont Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller. „Es ist jedoch ein untrügliches Zeichen dafür, dass im Verantwortungsbereich der Bayerischen Staatsforsten die Gamsbestände nicht rückläufig sind“ freut sich Müller. Dem stimmt auch Hans Berger, Kreisvorsitzender des Bayerischen Jagdverbands aus dem Berchtesgadener Land zu, der 2020 selbst 24 Gämsen zählte und dieses Jahr mit 45 Gämsen am gleichen Zählpunkt sehr positiv überrascht wurde. Er bestätigt: “Manche Gämse haben uns ohne Furcht aus der Nähe neugierig beobachtet. Die Jagd im Bereich der „Schlafenden Hexe“ wurde offensichtlich weiterhin zurückhaltend ausgeübt“.

Anerkennung und Dank sprachen auch andere Gäste der Gamswildzählung dem Team des Forstbetriebs Berchtesgaden aus. Reinhard Kurz-Hörterer von der Unteren Jagdbehörde Traunstein, der den Förster Georg Berger im Revier Inzell begleitete, schwärmte beispielsweise: „Die Teilnahme war für mich sehr aufschlussreich. Herr Berger hat uns bestens geführt, wir hatten reichlich Anblick. Zudem konnte ich von seinem umfassenden Wissen über die Wildart profitieren.“

Pressemitteilung Forstbetrieb Berchtesgaden

Kommentare