Nach Schulbrand am CJD Berchtesgaden

Hinterbrander: "Es ist wichtig, dass die verkohlten Teile verschwinden"

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CJD Bayern-Gesamtleiter Christian Hinterbrandner hofft, dass ein Teil der abgebrannten Grund- und Mittelschule erhalten bleiben kann.
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Berchtesgaden - Nach dem Brand der Grund- und Mittelschule am CJD Berchtesgaden soll kommende Woche mit dem Rückbau des Gebäudes begonnen werden. Gleichzeitig laufen die Planungen für den Wiederaufbau.

Vor gut einem Monat war die Grund- und Mittelschule des CJD Berchtesgaden ein Raub der Flammen geworden. Schnell konnte der Schulbetrieb in den Räumlichkeiten des CJD Gymnasiums am Dürreck wieder aufgenommen werden. Doch das ist keine Dauerlösung. "Der Schulbetrieb findet derzeit auf mindestens drei verschiedene Gebäude verteilt statt", erklärt CJD Bayern-Gesamtleiter Christian Hinterbrandner gegenüber BGLand24.de. "Deshalb ist es keine Frage, dass wir die Schule wieder aufbauen, wir brauchen sie."

Ein Gutachter der Versicherung, der Architekt und ein Statiker sind am Donnerstag (14. November) vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen. "Wir wollen am Montag damit beginnen, das Gebäude zurückzubauen. Es ist wichtig, dass die verkohlten Teile verschwinden." Beim Rückbau wird entschieden, was weg muss und was erhalten bleiben kann. "Wenn das Verkohlte weg ist, werden Böden und Estriche herausgerissen. Erst dann können wir entscheiden, ob der Betonkern der Decken erhalten bleiben kann", so Hinterbrandner.

Grund- und Mittelschule auf der Buchenhöhe Raub der Flammen

Damit diese Arbeiten in Ruhe ablaufen können, wird die Heizung, die sich unter dem abgebrannten Gebäude befindet vorübergehend durch eine mobile Heizanlage ersetzt. Denn nicht nur die 140 Jugendlichen, die auf der Buchenhöhe betreut werden, benötigen die Wärme, sondern auch die Mitarbeiter, die in den 20 Wohnungen dort leben. Letztlich hoffen die Verantwortlichen aber, dass der untere Teil des Gebäudes erhalten bleiben kann und die Heizung wieder in Betrieb geht.

Gewissheit haben sie erst, wenn die ersten Abbrucharbeiten kommende Woche durchgeführt werden. Bis dahin läuft der Schulbetrieb am Dürreck weiter reibungslos. "Der Schulbetrieb läuft besser als erhofft", gibt der CJD Bayern-Gesamtleiter zu. "Alle arbeiten gut zusammen." Bis sie wieder in ihre Schule einziehen können, wird einige Zeit vergehen. "Das Ziel, zum kommende Schuljahr fertig zu sein, war auf alle Fälle zu ehrgeizig. Wir sind froh, wenn wir Ende kommenden Jahres das Dach drauf haben", traut sich Christian Hinterbrandner einen kleinen Ausblick in die Zukunft.

cz

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