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Auf Tuchfühlung mit dem „Mankei”

Wildtiergehege am Obersalzberg: Murmeltiere sind seit Kurzem aus dem Winterschlaf erwacht

Verfressen: Heute gibt es jede Menge Grünzeug – und keiner möchte leer ausgehen.
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Verfressen: Heute gibt es jede Menge Grünzeug – und keiner möchte leer ausgehen.

Die gewöhnlich scheuen Nager sind im Adler- und Murmeltier-Gehege am Obersalzberg eigentlich sehr zutraulich – denn sie sind frei lebend. Seit kurzer Zeit haben sie, nach langem Winterschlaf, ihren Erdbau verlassen und futtern wieder fleißig. Der Leiter der einzigartigen Anlage, Wolfgang Czech, erwartet zudem Nachwuchs: „Die Murmeltier-Mama scheint trächtig zu sein”, sagt er.

Berchtesgaden – Letztes Jahr war für Wolfgang Czech ein besonderes: Es kamen so viele Besucher wie noch nie. Aus der Region und dem benachbarten Österreich. „Sie kamen sogar aus München”, sagt Czech. Kein Wunder: Nirgends sonst kommt man den possierlichen Tierchen, die bei Gefahr laut zu schreien beginnen, so nah wie hier.

„Ja, sie schreien”, unterstreicht Czech den ungewöhnlichen Laut, den sie von sich geben. Die Murmeltiere hatten bereits im vergangenen Jahr Nachwuchs, sieben kleine Nager wuselten über die Wiese. In diesem Jahr könnte es ähnlich laufen, so genau weiß Czech das aber noch nicht. Die Anzeichen sind gut. Denn beim Betrachten der Murmeltier-Mama wird schnell deutlich: Da könnte sich etwas im Innern verstecken.

Murmeltier-Familie zeugt seit Jahrzehnten Nachkommen

Ende Mai könnte es so weit sein, sagt der Falkner. Dass sich hier oben, auf rund 1000 Metern Höhe, eine Murmeltier-Familie angesiedelt hat und dort seit Jahrzehnten Nachkommen zeugt, ist eine Besonderheit. Der Erdhügel, in dem etliche Gänge metertief in den Untergrund reichen, ist ihr Habitat und Rückzugsort.

Fotos von den Murmeltieren am Obersalzberg

Die Murmeltiere am Obersalzberg sind aus ihrem Winterschlaf erwacht.
Die Murmeltiere am Obersalzberg sind aus ihrem Winterschlaf erwacht. © kp
Die Murmeltiere am Obersalzberg sind aus ihrem Winterschlaf erwacht.
Die Murmeltiere am Obersalzberg sind aus ihrem Winterschlaf erwacht. © kp
Die Murmeltiere am Obersalzberg sind aus ihrem Winterschlaf erwacht.
Die Murmeltiere am Obersalzberg sind aus ihrem Winterschlaf erwacht. © kp
Die Murmeltiere am Obersalzberg sind aus ihrem Winterschlaf erwacht.
Die Murmeltiere am Obersalzberg sind aus ihrem Winterschlaf erwacht. © kp
Die Murmeltiere am Obersalzberg sind aus ihrem Winterschlaf erwacht.
Die Murmeltiere am Obersalzberg sind aus ihrem Winterschlaf erwacht. © kp
Die Murmeltiere am Obersalzberg sind aus ihrem Winterschlaf erwacht.
Die Murmeltiere am Obersalzberg sind aus ihrem Winterschlaf erwacht. © kp
Die Murmeltiere am Obersalzberg sind aus ihrem Winterschlaf erwacht.
Die Murmeltiere am Obersalzberg sind aus ihrem Winterschlaf erwacht. © kp
Die Murmeltiere am Obersalzberg sind aus ihrem Winterschlaf erwacht.
Die Murmeltiere am Obersalzberg sind aus ihrem Winterschlaf erwacht. © kp
Die Murmeltiere am Obersalzberg sind aus ihrem Winterschlaf erwacht.
Die Murmeltiere am Obersalzberg sind aus ihrem Winterschlaf erwacht. © kp
Die Murmeltiere am Obersalzberg sind aus ihrem Winterschlaf erwacht.
Die Murmeltiere am Obersalzberg sind aus ihrem Winterschlaf erwacht. © kp

Wenn es allerdings Butterkekse, Müsli und ein paar Karotten gibt, haben die Murmeltiere geschwind ihren Bau verlassen und hocken dann nagend vor den Besuchern, meist sind es Familien mit Kindern. Die nutzen wiederum die Gelegenheit für Schnappschüsse. „Anfassen darf man die Murmeltiere aber nicht”, sagt Wolfgang Czech, obwohl der Drang dazu bei manchem groß ist.

Krafttanken nach dem Winterschlaf

Nach dem Winterschlaf haben die rund drei Kilo schweren Murmeltiere rund 20 Prozent des Körpergewichts eingebüßt. Nach einem halben Jahr Winterschlaf wechseln sie momentan das Fell. Czech sammelt täglich Löwenzahn, eine ihrer Lieblingsspeisen, und sorgt für Futternachschub, so dass die „Mankei”, wie sie landläufig genannt werden, im Laufe des ersten Halbjahres wieder ordentlich an Gewicht gewinnen.

Murmeltiere zeigen sich von Großbaustelle unbeeindruckt

Gut arrangiert haben sich die tierischen Hügelbewohner indes mit der gegenüberliegenden Großbaustelle. Die Betreiber eines Luxushotels lassen dort ein gigantisches Appartementhaus bauen. „Ich dachte, dass die Murmeltiere durch den Baulärm verschreckt werden.” Die Baustelle bereitet aber eher den Greifvögeln des Geheges Probleme. Die können derzeit keine Runden drehen. Ein Bussard hatte sich bei einem Ausflug in einem gespannten Seil verheddert. Auch Falken und Adler reagieren aufgeregt wegen der ungewohnten Töne von Gegenüber. 

Wolfgang Czech ist guter Dinge, dass der Murmeltier-Sommer ein guter wird. Ab sofort ist das Gehege von 10 bis 16 Uhr bei schönem Wetter für Besucher geöffnet. Montag ist Ruhetag. Der Eintritt ist frei. Es gibt die Möglichkeit einer freiwilligen Spende.

kp

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