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Zwischen Bischofswiesen und Berchtesgaden

Voraussichtlich kein Zugverkehr bis November: Schäden an Strecke nach Unwetter groß

Warten auf den Zug: Bischofswiesens Bürgermeister Thomas Weber und Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber.
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Warten auf den Zug: Bischofswiesens Bürgermeister Thomas Weber und Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber.

Unterspülte Gleise, vermurte Schienen, ein hoher Schaden: Die Deutsche Bahn sondiert die Lage im südlichen Berchtesgadener Land. Allein von Bischofswiesen bis nach Berchtesgaden sind über 20 vom Unwetter verursachte Zerstörungen festgestellt worden, sagt Dr. Andreas Lackner, Vertriebs- und Fahrplanchef DB Netz Bayern. Nach jetzigem Stand der Dinge wird die Verbindung nach Berchtesgaden wohl bis November dieses Jahres nicht mehr fahren.

Bischofswiesen - Mit Verspätungen kennen sich Bahnfahrer gut aus. Dass die Züge aber gar nicht mehr kommen, liegt nicht am Fahrplan, sondern den Unwetterschäden von vergangenem Wochenende.

Bauministerin Kerstin Schreyer macht klar: Die Bahn soll für Schienenersatzverkehr sorgen. Andreas Lackner, Vertriebs- und Fahrplanchef DB Netz Bayern, weiß um die leidgeplagten Zugfahrer Bescheid.

Hochspannungsmäste seien unterspült worden, sagt Lackner, das Gleisbett wurde weggespült, Hangrutsche versperren wichtiges Stellwerk. Geröll von Muren auf der Bahntrasse sorgt dafür, dass Züge nicht mehr fahren können. Für die Bahn bedeutet das: einen Haufen Arbeit. “Wir sondieren die Lage”, sagt Lackner bei einem Vor-Ort-Besuch. 

Regelmäßige Zugfahrer sind mittlerweile leidgeprüft: Die Zugstrecke nach Berchtesgaden war in den vergangenen Jahren regelmäßig monatelang gesperrt - wegen Baustellen, Modernisierungen, technischen Ausfällen. Nun also wieder. Ab September - und das stand schon vor dem Unwetter fest - soll zudem eine geplante Maßnahme anlaufen. Bis November fährt dann kein Zug. Es kommt also alles zusammen.

Landrat Bernhard Kern fordert, “Straße und Bahn so schnell als möglich” wieder instand zu setzen. “Denn die Leidtragenden sind die Menschen hier.” Auch Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber pocht darauf, die Bahnstrecke schnellstmöglich wieder befahrbar zu machen. Bauministerin Kerstin Schreyer fordert gegenüber der Bahn einen alternativen Schienenersatzverkehr. Damit erst gar nicht das Gefühl aufkomme, man sei im Talkessel eingesperrt, sagt sie. 

Einen Ersatzverkehr werde es geben, kündigt Lackner an, doch ob dieser mit dem Takt der Bahn gleichzusetzen ist? Zugfahrer werden auf Ersatzbusse wohl länger warten müssen als auf den Zug, entnimmt man seiner Antwort.

“Das Schadensbild ist sehr umfangreich”, sagt Lackner. Und: Bei der Bahn stehe die “Gründlichkeit vor der Schnelligkeit”. Will heißen? Es kann also dauern mit den Reparaturmaßnahmen. Einen Zeitplan möchte man bei der Bahn noch nicht nennen, “es wäre unprofessionell etwas zu versprechen, was wir nicht einhalten können”, sagt ein DB-Netz-Mitarbeiter.

Pfeiffer

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