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Bis zu 17 Millionen Euro werden investiert

Watzmann-Therme bleibt noch mindestens 20 Jahre erhalten

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Entwurfsplanung - So ungefähr könnte die Watzmann Therme nach allen Sanierungs- und Umbaumaßnahmen aussehen

Berchtesgaden - Die Watzmann Therme soll noch mindestens 20 Jahre weiter betrieben werden. Mit diesen Neuigkeiten startete Bürgermeister Franz Rasp in eine Informationsveranstaltung über die bis dato ungewisse Zukunft der Watzmann Therme:

"Wir haben uns als Region, Tourismus- und Zweckverband dazu entschlossen, die Watzmann Therme noch für mindestens weitere zwanzig Jahre zu betreiben", so die Einleitung von Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp in die Informationsveranstaltung im Kurhaus.

Und ergänzt: "Ich freue mich außerordentlich über diese Entscheidung. Seit rund zwei Jahren diskutieren wir dieses Thema nun, um unsere Entscheidung auf eine solide Basis zu stellen. Wir haben eine ganze Reihe von Varianten geprüft, selbstverständlich auch eine mögliche Schließung. Aber jetzt haben wir uns entschlossen, kräftig Geld in die Hand zu nehmen und ordentlich zu investieren.

Fokus Familienbad

Insgesamt rund 17 Millionen Euro soll die Sanierung kosten. Saniert werden müssen zum Beispiel wichtige Verschleißerscheinungen wie Teile der Dachabdeckung. Der Hauptfokus liegt aber auf der Positionierung als Familienbad, in dem jedes Familienmitglied das passende Angebot finden und sich wohlfühlen soll.

Dazu gehören eine Verbesserung und funktionelle Optimierung der Zonierung innerhalb des Bades. Kinder, Jugendliche und ihre Eltern sollen genauso von der Neupositionierung als Familienbad profitieren, wie Besucher, die einfach nur in die Sauna gehen wollen.

Die einzelnen Bereichen sollen besser von einander getrennt werden. Dadurch soll unter anderem den Eltern die Kleinkindbetreung erleichtert werden, den größeren Kindern und Jugendlichen ein verbessertes Action- und Rutschenangebot gemacht werden können und den Erholungssuchenden mehr Ruhe zuteil werden.

Hier wird saniert und umgebaut

Ein wichtiger Aspekt bei der Sanierung ist auch die Gastronomie. So wurde zum Beispiel beim Neubau des Bades kein wirklicher Fokus auf eine optimale Einbindung der Gastronomie gelegt, weshalb diese erst nachträglich dazu gekommen ist. 

Zukünftig soll diese nun besser angebunden und auch von Außen nutzbar sein, damit zum Beispiel Eltern, die ihre Kinder abholen, während der Wartezeit die Möglichkeit haben sich aufzuhalten und derweil entspannt einen Kaffee zu trinken

Bei der Gestaltung des Gastronomiebereiches soll auch die Markenpositionierung eine Rolle spielen. Geplant ist eine gemütliche und ansprechende Stube mit einer umfangreichen Verglasung.

Optimierung im Sauna- und Spabereich

Auch die Erholungssuchenden im Sauna und Spabereich sollen von den Umbaumaßnahmen profitieren. Durch die Änderungen bei der Gastronomie steht im Saunabereich zukünftig mehr Platz zur Verfügung. Hier laufen derzeit Überlegungen zum Beispiel einen Infinitypool anzulegen, sowie die Gestaltung der Ruhe- und Relaxzonen ansprechender und großzügiger zu gestalten. Ebenfalls möglich ist die Erweiterung um einen Textilsaunabereich um Leuten das Saunaerlebnis zu ermöglichen, die lieber in Badebekleidung saunieren möchten.

Zukunftsorientierte Reparaturmaßnahmen

Die veranschlagten Kosten von rund 17 Millionen sollen vom Zweckverband Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee getragen werden. "Wir sehen uns in der Lage das Projekt über diesen Zeitraum zu finanzieren und haben für 2018 auch bereits die ersten Gelder ermöglicht. Die nächsten Gespräche und Beschlüsse stehen auf der Tagesordnung für unsere kommende Sitzung im Februar/März 2018. Aber bis der erste Hammer fällt, werden noch lockern zwanzig Monate vergehen", erläutert Franz Rasp. 

Und ergänzt: "In den veranschlagten 17 Millionen ist zur Sicherheit ein Puffer von rund 20% enthalten, aber wir haben uns auch bei aktuellen Reparaturen schon dazu entschlossen, diese zukunftsorientiert durchzuführen. So musste jetzt zum Beispiel die Chlorgasanlage erneuert werden. Dabei haben wir uns jetzt schon entschlossen diese Maßnahmen so durchzuführen, dass die auch für die zukünftige Neuausrichtung ausgelegt ist.

Stabile Preise und Behindertengerecht

Die Preise sollen trotz der Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen familiengerecht bleiben, außerdem soll die Wege und Zugänge rollstuhlgerecht gestaltet werden.

Im Anschluss an die Vorstellung von Franz Rasp hatten die interessierten Bürger noch die Möglichkeiten Fragen zu stellen. "Wir wollen unsere Kunden in die Planung mit einbeziehen und die Anregungen mit aufnehmen. Was davon umgesetzt werden kann, zeigt aber letztendlich die weitere Planung", so Rasp.

Dabei wurden zum Beispiel Fragen gestellt, wie:

  • ob man für die reinen Saunagäste nicht einen eigenen Eingang und separate Kostenmodelle anbieten könne
  • ob man für ältere Jugendliche nicht zum Beispiel eine Art stehende Welle zum Surfen bauen könne
  • ob es preisliche Angebote für Sportler geben wird, also für Gäste, die nur ein paar Runden schwimmen wollen
  • ob es einen Sprungturm geben wird
  • ob Rabattkarten eingeführt werden, also zum Beispiel 10x Eintritt bezahlen und dann 1x kostenlosen Eintritt erhalten
  • u.a.
    Positive Reaktionen bei den ZuhörernDie angesprochenen Sanierungsmaßnahmen wurden seitens der Bürger mit großem Interesse verfolgt und positiv aufgenommen. Insbesondere die Jugendlichen der Wasserwacht zeigten sich sehr glücklich, dass sie ihren Sport weiter in der Watzmann Therme ausüben können.

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