Neues aus dem Gemeinderat

25% Steigerung? So teuer wird das neue Feuerwehrhaus

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Rathaus Berchtesgaden
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Berchtesgaden - Die Feuerwehr Berchtesgaden braucht ein neues Feuerwehrhaus. Lange wurde diskutiert und gerechnet und schließlich alles verabschiedet. Und nun wird alles viel teurer als geplant:

"Wir müssen Ihnen mitteilen, dass der Bau des neuen Feuerwehrhauses statt rund einer Million circa 1,249.700,- Euro kosten wird", so startete Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp in die letzte Gemeinderatssitzung

Und Marktbaumeister Peter Hasenknopf ergänzt: "Wir haben gemeinsam mit der Kommandatur die Bedürfnisse entwickelt und im Haushalt aufgrund der Kostenschätzung für die Haushalte 2016 und 2017 eine Million Euro eingestellt. Bis zur letzten Bauausschussitzung sind wir auch davon ausgegangen, dass wir mit dieser Summe auskommen. Auf Basis der aktuellen Kostenberechnung müssen wir aber nun mit einer Kostensteigerung von rund 25% ausgehen. Da gibt es auch nichts schön zu reden."

Regressansprüche gegen die Planer?

Im weiteren Verlauf erläutert Franz Rasp: "So weit so unerfreulich. Wir haben sicherlich die Möglichkeit bei diversen Gebrauchstauglichkeiten zu sparen, aber dann sparen wir auch bei den Feuerwehrleuten, bzw. ihrem Arbeitsgerät oder daran wie sie ihre Arbeit ausüben. Die größten Kosten fallen bei den Dachabdeckungen und Dachabdichtungen an. Wir haben bereits diverse Posten runtergerechnet und zum Beispiel keine Bodenfliesen genommen, sondern Betonboden in den Fahrzeughallen. Aber viel mehr sparen können wir nicht

Wenn wir jetzt alles stoppen, und bei den Planern Regressansprüche durchsetzen um nur noch einen Bau in Höhe von der geplanten Million fertigzustellen, dann kommen wir zwar sicherlich damit durch, aber dann stehen wir in ein paar Jahren vor der Entscheidung etwas zu erneuern, was wir jetzt einsparen. Und an so Punkten wie zum Beispiel der Asbestsanierung kann man auch nicht sparen, da müssen wir jetzt einfach durch." 

Und ergänzt: "Wir sind auch in der Vergangenheit schon mit Regressforderungen durchgekommen und werden alles im Detail prüfen. Das Gebäude, dass wir bekommen ist ein funktionell durchgeplantes Gebäude und sie können mir glauben, es ist auch den Planern zuwider, was da jetzt alles kommt. Spaß macht das jetzt keinem. Da es sich hier aber um Steuergelder handelt, können Sie sich darauf verlassen, dass wir genau schauen werden, wo wir evtl. Regressansprüche durchsetzen können. 

Zustimmung bei den Gemeinderäten

Nach ein paar kurzen Statements der Gemeinderäte wie bedauerlich die Kostensteigerung ist, waren sich aber trotzdem alle einig, dass der Bau auf der aktuellen Planung weiter fortgeführt wird und stimmten einstimmig der Beschlussfassung zu

Darin nimmt der Gemeinderat Berchtesgaden die Kostenberechnung der Planungsgemeinschaft Herzinger und Dufter in Höhe von 1.249.700 Euro, statt bisher 987.000,- Euro zur Kenntnis. Die überplanmäßigen Kosten in Höhe von 340.000,- Euro werden genehmigt und durch eine Entnahme aus einer Rücklage finanziert. 

Außerdem wird der 1. Bürgermeister Franz Rasp ermächtigt, Regressansprüche an die Planungsgemeinschaft Herzinger/Dufter geltend zu machen.

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