Pressemitteilung Bayerische Staatsforsten, AöR

Teamwork bei der Brautsuche - Wie kommt die „Braut“ zur Wertholzversteigerung?

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Von links: BaySF-Förster Hubert Graßl mit dem Vorarbeiter Martin Koch vor einer Eiche in der Pidinger Au

Berchtesgaden - Bei der diesjährigen Südostbayern Submission in Waging erzielte eine Eiche der Bayerischen Staatsforsten aus dem Forstbetrieb Berchtesgaden den höchsten Preis.

Für diese „Braut“ wurde insgesamt 2.892 Euro bezahlt. Bevor z. B. Schreiner, Instrumentenbauer oder Furnierhersteller für die edlen Hölzer ihre Angebote abgeben, müssen die wertvollen Stämme erst einmal gefunden werden. Dazu ist Erfahrungswissen und Leidenschaft notwendig. Der Bad Reichenhaller BaySF-Förster Hubert Graßl, der bereits seit vielen Jahren mit Gespür und Umsicht besondere Stämme für die Wertholzversteigerung bereitstellt, war mit seinem Team in diesem Jahr besonders erfolgreich. Es gilt aus dem jährlichen Einschlag die besten Stämme auszusuchen.


Die dem Wald und der Heimat besonders verbundenen Forstwirte Martin Koch und Matthias Unterrainer fanden bereits im Herbst in der Pidinger Au eine Eiche mit geschwächter Vitalität. Noch wussten sie nicht, dass dieser Baum im Februar von einem Karlsruher Furnierwerk zur „Braut“ auserkoren würde. Nach forstlicher Zustimmung von Hubert Graßl wurde der Baum behutsam gefällt und für die Submission vorbereitet. BaySF-Försterin Petra Demmel sorgte dafür, dass die künftige „Braut“ zusammen mit Tannen und Fichten vom Lattengebirge und Lärchen aus Freilassing nach Waging gefahren wurden.

„Es ist schön, wenn die gute Zusammenarbeit von Profis im Wald belohnt wird“ freut sich der Forstbetriebsleiter Daniel Müller, der darauf bedacht ist, dass nie zu viele Bäume gefällt werden.

Pressemitteilung Bayerische Staatsforsten, AöR

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