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Hoch hinaus aufs Kehlsteinhaus

Tamas Aradi fährt beim Saisonstart Bus Nummer eins – Viel los beim Start des Kehlsteinbetriebs

Tamas Aradi ist Busfahrer am Kehlstein. Über 5000 Fahrten kann er dort für sich verbuchen.
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Tamas Aradi ist Busfahrer am Kehlstein. Über 5000 Fahrten kann er dort für sich verbuchen.

Wenn der Kehlsteinbetrieb auf 1834 Metern öffnet, lassen die Besucher nicht auf sich warten. So auch dieses Jahr.

Berchtesgaden – Die Warteschlange am Freitagmorgen (6. Mai) ist am Ticketschalter lang. Tamas Aradi fährt zum Saisonstart den Bus mit der Nummer 1. Es ist die erste Fahrt mit Gästen in diesem Jahr.  

In dichtem Nebel liegt der Obersalzberg am Freitagmorgen. Um 10 Uhr soll es losgehen. Sechs Niederflurbusse warten an der Kehlsteinabfahrtsstelle. Die Eröffnung eines der touristischen Highlights im Berchtesgadener Land wurde im Vorfeld viel beworben. Mit 400.000 Besuchern pro Jahr zählt der Kehlstein neben Königssee und Salzbergwerk zu den beliebtesten Ausflugszielen. Vor Corona, im Jahr 2018, zählten die Verantwortlichen den 16-millionsten Fahrgast

„Über 5000 Male“: Busfahrer Tamas Aradi bringt die Menschen zum Kehlstein

Tamas Aradi war schon so oft am Kehlstein wie nur wenig andere. Als Busfahrer fährt er jede Saison über die im Jahr 1938 fertiggestellte schmale Straße, die sich an der Südseite des Kehlsteins entlang schlängelt. Seit neun Jahren tut er dies. Wenn man ihn fragt, wie häufig er schon gefahren ist, kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen: „Über 5000 Male“, sagt er. Der 6,5 Kilometer lange Weg führt durch fünf Tunnel und überwindet dabei einen Höhenunterschied von etwa 700 Metern, ehe dieser am Buswendeplatz auf knapp 1700 Höhenmetern endet. Von dort geht es mit einem Goldenen Aufzug ins Kehlsteinhaus hoch. Besucher können wahlweise auch zu Fuß gehen. 

Fahrer im Bus Nummer 1: Tamas Aradi

Langsam füllt sich der Großraumparkplatz am Obersalzberg. Rund 200 Besucher sind zum Saisonstart schon 20 Minuten früher erschienen. Das ist zu viel für den Ticketschalter: Die Warteschlange reicht bis zur Treppe zum Parkplatzaufgang. Nach und nach werden die Gäste den Bussen zugeteilt. Tamas Aradi sagt, dass er sich auf die Saison freue. Gewöhnlich fährt er Bus nicht nur in Deutschland, sondern auch in Österreich, meistens Linienbus - „bis vergangene Woche“. Den Sommer über geht es für ihn ausschließlich auf den Kehlstein. So geht das seit fast einem Jahrzehnt - bis auf einmal. Da war wegen der Corona-Pandemie kein Betrieb. Die Strecke gilt als eine der außergewöhnlichsten im gesamten Bundesgebiet und Tamas Aradi ist stolz, hier fahren zu dürfen

Peter und Heide stammen aus dem Thüringer Wald. Sie sind das erste Mal zu Besuch in Berchtesgaden. Der Kehlstein stand ganz oben auf der persönlichen Favoritenliste jener Orte, die sie sehen wollten. „Wir wollen den Ausblick von oben genießen“, sagen sie. Die dichte Wolkendecke schüchtert sie nicht ein. „Zumindest einmal da gewesen sein“, so lautet das Ziel des Paares. Dann müssen sie einsteigen. Tamas Aradi startet seinen Bus um 10.10 Uhr. Wenn die Saison gut läuft, wird er ein paar hundert zusätzliche Fahrten auf seinem Konto verbuchen können. 

kp

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