SPD-Ortstermin am Bahnhof Berchtesgaden

Barrierefrei, zügig und im dichteren Takt auch im südlichen Landkreis

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von links: Susanne Aigner (SPD-Landtagskandidatin), Dr. Bärbel Kofler (MdB) und Roman Niederberger (SPD- Kreisvorsitzender, Kreisrat)

Berchtesgaden - Bei einem Ortstermin der SPD am Bahnhof Berchtesgaden beschäftige man sich mit der Verbesserung des Schienenverkehrs. Schlagworte waren dabei ein Barrierefreier Ausbau, schnellere Fahrtzeiten und ein dichterer Takt.

Mit Forderungen für einen attraktiven Schienenverkehr in Berchtesgaden beschäftigten sich die heimische Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler und die SPD- Landtagskandidatin Susanne Aigner bei einem Ortstermin am dortigen Bahnhof.

Bärbel Kofler informierte dabei auch über die Bedingungen der neuen Ausschreibung der Bahnstrecke Berchtesgaden-Freilassing, über die im Oktober von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft entschieden wird. „Fortschritte gibt es schon, aber auch noch einiges zu tun , fassten die beiden SPD-Politikerinnen ihre Eindrücke bezüglich der Barrierefreiheit am Bahnhof Berchtesgaden zusammen. 

Nachdem in den Jahren 2012 und 2013 eine Rampe an der Frontseite des Bahnhofsgebäudes und eine barrierefreie Toilette entstanden ist, müsse der Fokus nun auf einer guten Erreichbarkeit aller Bahngleise und einer besseren Anbindung des Bahnhofs an den Markt liegen, waren sie sich einig. Die seit vielen Jahren erhobene Forderung nach einer Verlängerung der Bahnstrecke bis zur Watzmanntherme könne hier einen wichtigen Beitrag leisten, zeigte sich Susanne Aigner überzeugt. 

Der SPD-Kreisvorsitzende und häufige Bahnreisende Roman Niederberger sprach die Fahrtzeiten und eine mögliche Verdichtung des Fahrplans zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden an. „Wenn wir die 50 Minuten zwischen Freilassing und Berchtesgaden durch den Abbau von Langsamfahrstellen und technische Verbesserungen senken können, wird gerade in der ´rush hour´ die Bahn als Verkehrsmittel gegenüber dem Auto deutlich attraktiver“, stellte er fest. Der Kreisrat sah mittelfristig eine gute Chance für einen halbstündigen Takt auf der gesamten Strecke Berchtesgaden - Bad Reichenhall - Freilassing statt wie bisher nur ab Bad Reichenhall. Mit neuen Haltestellen und schnelleren Fahrtzeiten gebe es dafür auch genügend Fahrgäste, zeigte er sich überzeugt. 

In diesem Zusammenhang informierte Bärbel Kofler über den aktuellen Stand der Dinge bei der Ausschreibung der Strecke zwischen Freilassing und Berchtesgaden für den Zeitraum von 15 Jahren ab 2021, über die im Oktober die Bayerische Eisenbahngesellschaft entscheiden wird. Leider seien dabei noch keine Verdichtungen im Fahrplan vorgesehen. Die Strecke wird gemeinsam mit der Verbindung Traunstein - Ruhpolding ausgeschrieben und endet erneut in Freilassing - die Bedingungen sehen nur eine enge Absprache, aber keine gemeinsame Vergabe des Abschnitts zwischen Freilassing und Salzburg vor. 

Positiv sei es, dass weiterhin mindestens ein Zugbegleiter bei jeder Fahrt an Bord sein soll und der Betreiber verpflichtend alle Soll- und Echtzeitdaten zur Fahrgastinformation an einen zentralen Datenpool liefern muss, so dass auch im Internet alle Angaben zu Verspätungen etc. zu finden sein werden. Susanne Aigner begrüßte besonders, dass für einen neuen Betreiber die Verpflichtung besteht, das gesamte bisherige Personal zu übernehmen

Mit einem Schmunzeln nahmen die heimischen Sozialdemokraten zur Kenntnis, dass auch keine Trennung zwischen erster und zweiter Klasse mehr vorgesehen ist - wie es im S-Bahn-Verkehr auch allgemein üblich ist und es bereits jetzt für die BLB-Züge auf der österreichischen Seite gilt. „Mobilität für alle ist eine zentrale soziale Frage - und deswegen dürfen wir nicht locker lassen im Streit für attraktive und bezahlbare öffentliche Verkehrsmittel auch im südlichen Berchtesgadener Land“, lautete das Fazit, dass Susanne Aigner zum Schluss des Ortstermins zog.

Pressemeldung der SPD - Kreisverband Berchtesgadener Land

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