Am Set von „Watzmann ermittelt“

Marie Theres Kroetz-Relin: „Wegen des bisserl Sex kommt mir kein Mann ins Haus“

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Die Schauspieler Andreas Giebel und Marie Theres Kroetz-Relin verstehen sich am Set von „Watzmann ermittelt“ in Berchtesgaden.
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Berchtesgaden - Sie spielt eine Wirtin, das liebt sie, weil „ich gerne Gastro mache“, sagt Episoden-Darstellerin Marie Theres Kroetz-Relin, die Tochter der 2005 verstorbenen Maria Schell. Zum Drehstart der zweiten Staffel der erfolgreichen ARD-Vorabendserie „Watzmann ermittelt“ wurden die Medien eingeladen.

Die in München geborene Schauspielerin („Die Geschichte vom Brandner Kaspar“ / „Kreuzfahrt ins Glück“) hatte richtig Lust, den heimischen Reportern von ihrer Arbeit zu erzählen. Zu vielen Aussagen zur Rolle ist es dabei allerdings nicht gekommen. Denn die Ex-Frau von Franz Xaver Kroetz redet gern und schnell und viel – da blieb kaum Zeit für Fragen.

Abseits der Krimi-Serie

Sie stellt lieber ausführlich ihr zweifelsfrei lobenswertes „Region 18“-Projekt vor. Eine Kernarbeit der 53-Jährigen, in dessen Zentrum das Motto „Wir holen die Stars aufs Land“ steht – zu Lesungen und Filmvorführungen, Katja Ebstein beispielsweise. Die Region erstreckt sich von Mühldorf bis zum Königssee, von Rosenheim bis Bad Reichenhall. 2002 rief sie die Internetplattform www.Hausfrauenrevolution.com ins Leben, mit der sie versucht, das traditionelle Image der Hausfrauen zu verbessern. „Ich kann Euch aber sagen, dass sich Familien-politisch in all den Jahren nichts verändert hat“. Außer der Quotenfrau habe sie mit der Aktion nichts weiter durchsetzen können. Für Flüchtlingsfrauen setzt sich Kroetz-Relin ebenfalls ein, dabei gehe es ihr aber nicht um Integration, sondern um Inklusion.

Vor der echten Polizeiinspektion in Berchtesgaden, der Villa Bayer, mit Peter Marton (links) als Jerry Paulsen, Regisseur John Delbridge und Genoveva Mayer als Gerichtsmedizinerin Sonja Bitterling.

Die anderen Schauspieler, vor allem „die Wichtigsten“, haben während des Medien-Termins keine besonders große Lust für Interviews, obwohl diese explizit seitens „Lucky Bird Pictures“ und „see4c“ im Vorfeld angeboten wurden. Die BGLT ist mit im Boot, hat auf den seltsamen Ablauf schuldlos jedoch keinen Einfluss. Gleich nach einem schnellen Foto verschwindet Hauptdarsteller Andreas Giebel („Die Rosenheim-Cops“ / „Räuber Kneißl“) zum Zähneputzen im Set-Wohnwagen. Sein Film-Polizei-Partner Peter Marton („Vorstadtweiber“) ratscht lieber mit Kolleginnen vom Set und lässt die Fotografen wie Journalisten warten, ja stehen. Ein schnelles Foto geht sich gerade noch aus, mit Regisseur John Delbridge. Der machte gleich zu Beginn hektisch klar, im Grunde keine Zeit zu haben und erschrak fast, als ihn Produzent Boris Ausserer informierte, dass er für Interviews eingeplant ist...

„Nein, ich bin nicht glücklich“

Zum Glück ist die an diesem Tag „drehfreie“ Marie Theres Kroetz-Relin vor Ort. Sie erzählt und erzählt, dass es eine wahre Freude ist. Sie ist jüngst von Trostberg in ihre Geburtsstadt Wasserburg zurückgezogen, einen Lebensmittelpunkt bildet aber auch die Balearen-Insel Teneriffa, dort hat sie ein kleines Haus – „ich bin überall gern“. Auf ihren Beziehungsstatus angesprochen haut Kroetz-Relin richtig einen raus: „Nein, ich bin immer noch nicht glücklich. Und wegen des bisserl Sex kommt mir kein Mann ins Haus“! Das sitzt, die versammelte Journaille macht erst große Augen, lacht aber dann mit ihr darüber. Und: „Die Männer sind ja über drei Jahrzehnte in den Wechseljahren, mit 40 geht‘s bei denen schon los“. Gleichwohl weiß sie: „Wenn der Traummann kommt, vergesse ich das alles ganz schnell“.

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Marie Theres Kroetz-Relin hat drei Kinder (30, 27 und 24), ist schon Oma und redet ohne Punkt und Komma, hat so viel zu berichten: „Ich spiele gern, würde gern so viel mehr spielen, ich singe gern, tanze, lese, das macht mir alles Spaß“. Es sei jedoch nicht so leicht, an Rollen zu kommen, ab 40 werde es schwieriger: „Entweder sie übersehen einen oder ...?“ – so genau weiß sie es nicht. Sie wünsche sich zwar, dass sich die Drehbuch-Autoren noch „irgendetwas anderes einfallen lassen“, nicht nur Krimis. Doch „Watzmann ermittelt“ erfülle keine Klischees, sagt Kroetz-Relin, selbst wenn es wieder eine Ermittlungsstory ist. Wieder ein Krimi, ja, es gebe genug davon. Sie würden diese aber nicht drehen, würden die Leute das nicht mögen und anschauen. Die österreichisch-schweizerische Autorin macht Fernsehen, lebt aber seit 30 Jahren ohne – und „gut damit“. Sie gehe lieber ins Kino.

„Jambo“ wird 2020 gezeigt

Die Fälle von Hauptkommissar Benedikt Beissl (Andreas Giebel) und seinem Kollegen Jerry Paulsen (Peter Marton) gehen also in die nächste Runde. Die x-te Krimi-Serie scheint anzukommen, vielleicht ist‘s die prachtvolle Bergkulisse vor Watzmann, Hohem Göll und Hochkalter. Derzeit wird die Folge „Jambo“ mit den Gaststars Marie Theres Kroetz-Relin, Natalie Kösters, Rosalie Schlagheck und Sven Gielnik gedreht. Die Ausstrahlung der neuen Folgen ist für 2020 im ARD-Vorabendprogramm geplant. Zwei Stunden vergehen, die Medien-Vertreter zogen nach reichlich Warterei Stück für Stück ab, zumeist ohne Interviews mit den weiteren Darstellern... – so viel Zeit blieb halt dann doch nicht, und somit die meisten der vorbereiteten Reporter-Fragen unbeantwortet.

bit

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