Pressemeldung Bob- und Schlittenverband für Deutschland e.V.

Bob/Skeleton: 4. BMW IBSF Weltcup am Königssee

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Der 4. BMW IBSF Weltcup findet am Wochenende am Königssee statt

Berchtesgaden- Am Wochenende trifft sich die Weltelite des Skeleton- und Bobsports, vom 11. bis 13. Januar, zum 4. BMW IBSF Weltcup in der Deutsche Post Eisarena am Königssee Station:

Für die Athletinnen und Athleten geht es dann nicht nur um begehrte Weltcup-Punkte, sondern auch um den Europameistertitel. Der BMW IBSF Bob- und Skeleton-Weltcup präsentiert von Lotto Bayern wird gleichzeitig als Europameisterschaft ausgetragen. Das deutsche Team um Bob-Olympiasiegerin Mariama Jamanka und Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich geht in allen Rennen als Mitfavoriten um die EM-Medaillen an den Start.

Allen voran Francesco Friedrich und sein Team: Der 28-Jährige reist mit fünf Siegen aus bisher sechs ausgetragenen Rennen an den Königssee und hat zuletzt bei seinem Heimweltcup im ENSO Eiskanal Altenberg triumphiert. Für Lokalmatador Johannes Lochner, der im Zweier in Altenberg stürzte und trotz Blessuren an der Schulter im Vierer nur knapp am Podest vorbeifuhr und mit 0,87 Sekunden Rückstand Vierter wurde, soll es vor heimischem Publikum auf jeden Fall besser laufen.

Bei den Frauen will Olympiasiegerin Mariama Jamanka mit Anschieberin Annika Drazek in jedem Fall um den EM-Titel mitfahren. Die Berlinerin hat in dieser Saison ihre ersten beiden Weltcupsiege überhaupt eingefahren und führt den Gesamtweltcup mit deutlichem Vorsprung an. Die Bahn am Königssee war die erste, in der sie als Pilotin ihr erstes Rennen und auch ihren ersten Weltcup gefahren ist. 

Bereits am Freitag geht es für die Skeletonis zur Sache. Mit am Start sind die frisch gebackene Deutsche Meisterin Tina Hermann und Kilian von Schleinitz, der bei den Deutschen Meisterschaften auf den dritten Rang und damit zurück ins Weltcup-Team fuhr. Beide sind auf der Bahn am Königssee groß geworden und im WSV Königssee beheimatet.

BSD-Nominierungen 

Skeleton 

  • Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland) 
  • Tina Hermann (WSV Königssee) 
  • Sophia Griebel (RT Suhl) 
  • Axel Jungk (BSC Sachsen Oberbärenburg)
  • Christopher Grotheer (BRC Thüringen)
  • Kilian von Schleinitz (WSV Königssee)

Frauen-Zweierbob 

  • Mariama Jamanka (BRC Thüringen) und Annika Drazek (BSC Winterberg) 
  • Stephanie Schneider (BSC Sachsen Oberbärenburg) und Ann-Christin Strack (BC Stuttgart Solitude)
  • Anna Köhler BSC Winterberg) und Lisa Sophie Gericke (Mitteldeutscher Sportklub Magdeburg)

Männer-Zweierbob 

  • Francesco Friedrich (BSC Sachsen Oberbärenburg) und Alexander Schüller (SV Halle) 
  • Nico Walther (BSC Sachsen Oberbärenburg) und Paul Krenz (Mitteldeutscher Sportklub Magdeburg)
  • Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude) und Christian Rasp (WSV Königssee)

Viererbob 

  • Francesco Friedrich, Candy Bauer, Martin Grothkopp (alle BSC Sachsen Oberbärenburg), Alexander Schüller (SV Halle) 
  • Nico Walther (BSC Sachsen Oberbärenburg), Marko Hübenbecker (Mitteldeutscher Sportklub Magdeburg), Alexander Rödiger (BRC Thüringen), Eric Franke (BSC Sachsen Oberbärenburg) 
  • Johannes Lochner (BC Stuttgart Solitude), Florian Bauer (BRC Ohlstadt), Marc Rademacher (BC Bad Feilnbach), Christian Rasp (WSV Königssee)

Aktuelle Informationen und Statements:

Tina Hermann: „In Königssee war mein erster Weltcup, daran kann ich mich noch gut erinnern. Es war damals sehr schwierig für mich, da du ja eigentlich weißt, was du auf deiner Heimbahn kannst, und dementsprechend größer ist der Druck. Aber es macht natürlich auch riesig Spaß, vor heimischem Publikum zu fahren, vor der Kulisse, vor der du auch immer trainierst und mit der Sportart aufgewachsen bist. Mir persönlich liegt die Bahn sehr gut, da es auch eine sehr anspruchsvolle Bahn ist. Die Schlüsselpunkte sind die S4-Ausfahrt, die einfach passen muss, und der Kreisel, wo du die Geschwindigkeit einfach mitnehmen musst.“

Axel Jungk: Die Bahn am Königssee ist für mich immer etwas Besonderes, sie ist meine Lieblingsbahn. Hier war ich zuletzt immer sehr gut, bin vor zwei Jahren Vize-Weltmeister geworden und habe letztes Jahr meinen ersten und bisher einzigen Weltcup gewonnen. Deswegen habe ich sehr gute Erinnerungen an den Königssee. Aus sportlicher Sicht ist das Besondere an dieser Bahn, dass das gesamte Rennen in einer einzigen Kurve entschieden wird, und das ist der Kreisel. Dort muss es zweimal stimmen, und wenn man das hinbekommt, muss man bei dem hohen Niveau im Männer- Weltcup davon ausgehen, dass man den Rest problemlos schafft. Dass die S-er flüssig funktionieren, dass man die Gerade gut runtergeht und du unten raus den Schlitten gut laufen lässt. Der Kreisel und die Durchfahrt durchs Labyrinth sind dann die Knackpunkte. Wenn ich das so hinbekomme, wie in den letzten zwei Jahren, wo ich mir eine gute Fahrlinie erarbeitet habe, sollte viel möglich sein. Es wäre schön, den Sieg vom letzten Jahr zu wiederholen, weil es gleichzeitig auch eine Europameisterschaft ist. Ich möchte zweimal gut starten, zweimal den Kreisel gut treffen und dann ist da sehr viel möglich.

Christopher Grotheer Königssee: „Die Bahn am Königssee ist eine besondere Bahn, da sie sehr rhythmisch ist. Man kann den Schlitten gut laufen lassen, aber es gibt auch Schwierigkeiten, wie der Kreisel, der einfach passen muss. Ich komme auf der Bahn eigentlich ganz gut zurecht, aber in den letzten Jahren konnte ich das leider nicht abrufen. Ich hoffe, dass es dieses Jahr klappt.“

Kilian von Schleinitz: „Jedes Weltcuprennen auf einer deutschen Bahn ist natürlich etwas Besonderes, weil man hier schon viele Fahrten absolviert hat und gerade vor heimischem Publikum zeigen will, was man kann. Wenn man - wie ich - so viele Fahrten am Königssee gemacht hat, hilft es einem in vielen Situationen, z. B. wenn man einen kleinen Fahrfehler macht und diesen schnell wieder korrigieren kann. Auf der anderen Seite ist man natürlich sehr kritisch, weil man jeden noch so kleinen Fehler auf seiner Heimbahn erkennt und diesen natürlich vermeiden möchte. Das Besondere an dieser Bahn ist zum einen die Lage am Königssee, und zum anderen die Historie, die mit dieser Bahn verbunden ist. Fahrerisch ist die Bahn nicht so einfach, gerade die S-Kombinationen und auch der Kreisel sind zwei Punkte, die man treffen muss, um eine schnelle Zeit zu erzielen. Ich gehe sehr optimistisch in das Rennen, weil ich in der Vergangenheit hier immer meine besten Weltcup-Resultate einfahren konnte.“

Mariama Jamanka: „Beim letzten Mal sind wir mit dem vierten Platz beim Weltcup und davor mit dem vierten Platz bei der WM knapp hinter dem Podest geblieben. Das soll diesmal anders werden. Die Bahn hat natürlich einige schwierige Passagen zu bieten. Die Kombination aus den vier Kurven der Schlangengrube sind die größten Zeitfresser, dort gewinnt oder verliert man. Im unteren Bahnteil ab Ausfahrt Kreisel ist dann die feine Hand gefragt. Königssee war die erste Bahn, wo ich als Pilotin mein erstes Rennen und auch meinen ersten Weltcup gefahren bin. Ich habe hier eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht.“

Francesco Friedrich: „Wie jeder weiß, ist Königssee nicht meine Lieblingsstrecke gewesen, aber seit der WM habe ich dort sehr viel Erfahrung gesammelt. Die schwierigen Passagen am Königssee sind die S-Kombinationen, die müssen stimmen, um dann perfekt auf die Geraden hinauszufahren. Wichtig ist auch die Ausfahrt Kreisel mit dem Labyrinth. Da kann man ganz schön Zeit liegen lassen, indem man an dem ersten Anlehner zu spät dran ist, vorbeifährt und dann eigentlich die ganze Labyrinth-Überfahrt mehr oder weniger ein Querstehen der vorderen Kufen hat und keine optimale Einfahrt in die Kehlstein-Kurve bekommt. Wenn die zwei Passagen gut laufen, dann haben wir Chancen, vorne mit dabei zu sein und auch mal den Hansi auf seiner Heimbahn zu ärgern.“

Johannes Lochner: „Natürlich haben wir Vorteile, wenn wir auf der Heimbahn fahren, weil wir dort schon so viele Trainingsfahrten absolviert haben und jede Ecke und Stelle perfekt kennen. Das Problem dabei ist, dass man, wenn man Fehler macht, umso mehr enttäuscht ist. Man will natürlich gewinnen daheim vor heimischen Publikum, und wenn man dann nicht am Podest steht, ist es umso schlimmer und deprimierender für mich. Was das Schöne und Besondere am Königssee ist, dass die ganze Familie, Freunde und extrem viele Fans da sind, die einen anfeuern, und es ist das Allergrößte, wenn man unten ins Ziel fährt und die ganzen bekannten Gesichter auf den Tribünen sieht.“

Zeitplan & TV-Übertragungen: 

Freitag, 11. Januar 2019 

10 Uhr BMW IBSF Weltcup/EM, Männer-Skeleton, Lauf 1 

11.45 Uhr BMW IBSF Weltcup/EM, Männer-Skeleton, Lauf 2 

13.30 Uhr BMW IBSF Weltcup/EM, Frauen-Skeleton, Lauf 1 

15 Uhr BMW IBSF Weltcup/EM, Frauen-Skeleton, Lauf 2 

ZDF: etwa 14.07 Uhr Zusammenfassung Skeleton Herren 

Samstag, 12. Januar 2019 

13.30 Uhr BMW IBSF Weltcup/EM, Frauen-Zweierbob, Lauf 1 

15 Uhr BMW IBSF Weltcup/EM, Frauen-Zweierbob, Lauf 2 

16.30 Uhr BMW IBSF Weltcup, Zweierbob, Lauf 1 

18 Uhr BMW IBSF Weltcup, Zweierbob, Lauf 2 ZDF: ca. 17:50 Uhr Zusammenfassung Frauenbob 

Sonntag, 13. Januar 2019

13.30 Uhr BMW IBSF Weltcup, Viererbob, Lauf 1 

15 Uhr BMW IBSF Weltcup, Viererbob, Lauf 2 

ZDF: etwa 16.50 Uhr Zusammenfassung Viererbob

Alle Angaben sind ohne Gewähr. Alle Entscheidungen und Highlights sind auch über IBSF TV live im Livestreaming zu sehen (in Deutschland z. T. geogeblockt): http://www.ibsf.org/en/ibsf-tv

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