Der Innenminister in Berchtesgaden und Neukirchen

Jetzt schickt Seehofer die Bundespolizei in die Katastrophengebiete

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Innenminister Horst Seehofer am Montagmittag mit Joachim Herrmann, Landrat Georg Grabner und Bürgermeister Franz Rasp in Berchtesgaden. 
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Berchtesgaden - Über 1800 Einsatzkräfte sind momentan im Berchtesgadener Land aktiv - ab Montag hilft auch noch die Bundespolizei, verkündete Innenminister Seehofer jetzt in Berchtesgaden.

Er will den Helfern danken und weitere Hilfe verkünden: Innenminister Horst Seehofer ist am Montag im Berchtesgadener Land unterwegs, um sich die Lage persönlich anzuschauen. "Ich habe ausgesprochen motivierte Helfer getroffen, die Menschen hier leisten Übermenschliches", so Seehofer am Montagvormittag nach einer Lagebesprechung bei der Feuerwehr in Berchtesgaden. 

Bundespolizei bleibt "bis die Arbeit getan ist"

Der Innenminister schickte jetzt zudem 230 Bundespolizisten: "Sie sind seit heute in der Früh hier vertreten und werden drei Tage lang helfen. Wenn die Arbeit dann noch nicht getan ist, werden sie auch länger bleiben." Auch Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen kündigte bei einem Besuch in Berchtesgaden bereits an, das Kontingent an helfenden Bundeswehr-Soldaten womöglich aufzustocken.

"Ich bin stolz auf unsere Männer und Frauen. Wenn's drauf ankommt, kann man sich auf die Bevölkerung einfach verlassen", so Landrat Georg Grabner (links) am Montag. 

"Die Bundesregierung ist seit Tagen von dieser Katastrophe, die über uns gekommen ist, sehr betroffen", so Seehofer in Berchtesgaden weiter: "Ich wünsche der Region, dass das Gröbste bald bewältigt ist." Nach dem Besuch in Berchtesgaden wird Horst Seehofer weiter nach Neukirchen am Teisenberg reisen und dort ebenfalls mit den Feuerwehrlern und Helfern sprechen. 

Die Hälfte der gemeldeten Dächer im BGL ist schon abgeschaufelt

Laut dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann sind momentan 8000 Einsatzkräfte in ganz Oberbayern im Kampf gegen die Schneemassen aktiv: "Wir müssen jetzt zusätzlich beobachten, wie sich die Hochwassersituation entwickelt." Stand Montagmittag ist noch bei keinem Fluss in Südostbayern die Meldestufe 1 erreicht

Vier Stunden dauert es im Schnitt, bis ein Dach abgeschaufelt ist, so der Einsatzleiter der Feuerwehr in Berchtesgaden. Im ganzen Landkreis Berchtesgadener Land ist hier gerade Mal die Hälfte der Arbeit geschafft: Von 977 gemeldeten Dächern sind gerade mal 484 vom Schnee befreit - ohne die Hilfe von auswärtigen Kräften wäre diese Last alleine nicht zu schaffen: "Wir sind schließlich durch normale Einsätze wie Unfälle oder Küchenbrände auch noch gebunden." 

xe

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