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Villa Bayer in Berchtesgaden wird renoviert

Neuer Glanz für die „schönste Polizeidienststelle Deutschlands“

Villa Bayer in Berchtesgaden wird renoviert
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Nicht nur im wahren Leben Dienststelle für Polizeibeamte, sondern auch häufiger als solche im TV zu sehen: etwa in der ARD-Reihe “Watzmann ermittelt”.

Die Fassade der altehrwürdigen Berchtesgadener Polizeiinspektion, die Innenminister Joachim Herrmann einst als „schönste Polizeidienststelle Deutschlands” bezeichnete, wird unter Denkmalschutzaspekten aufwendig renoviert.

Berchtesgaden - Vor genau 35 Jahren zogen die Polizeibeamten in die Villa Bayer, die auf einem kleinen Plateau unweit des Nationalparkzentrums thront - mit Blick auf Watzmann und Bergpanorama. Unten plätschert ein Springbrunnen. Innen: holzvertäfelte Besprechungszimmer. Seit Mai laufen die Arbeiten - „und sie werden den ganzen Sommer andauern”, bestätigt Inspektionsleiter Stefan Scharf auf Anfrage. Das Gebäude ist von einer weitläufigen, parkähnlichen Wiese umgeben. „Als wir im Oktober 1987 einzogen, war das Haus frisch renoviert”, sagt Stefan Scharf.

In den vergangenen dreieinhalb Jahrzehnten sei die Außenfassade aber unter Mitleidenschaft gezogen worden. Durch die Witterung sei der Putz an manchen Stellen abgeplatzt. „Die Holzbalkone sind durch die Sonneneinstrahlung ausgebrannt”, weiß der Erste Polizeihauptkommissar. Holz und Mauerwerk seien poröser und brüchiger geworden. „Um das denkmalgeschützte Gebäude in gutem Zustand zu behalten, hat sich der Freistaat zu Renovierungsarbeiten entschieden.” Haushaltsmittel wurden freigegeben. Wie hoch die Summe ist, dazu gab es zunächst keine Auskunft. Fakt ist: Es wird teuer.

An der Fassade des 1874 errichteten Anwesens, das noch vor Beginn des Zweiten Weltkriegs für 70.000 Mark an die NSDAP verkauft worden war und bis 1945 als Lager für Parteiuniformen und Ausrüstungsstücke des Reichsarbeitsdienstes diente, wurde seit 35 Jahren nichts mehr gemacht. „Sie soll in Originalzustand hergerichtet werden”, weiß Dienststellenleiter Scharf.

Ein Restaurator, der die vom Staatlichen Bauamt Traunstein in Auftrag gegebene Maßnahme überwacht, begleitet auch die über Monate dauernde Fassadensanierung. Farben und Lacke müssen mit den Originalen übereinstimmen. „Viele Arbeitsschritte sind notwendig”, sagt Stefan Scharf - mehr als bei einer gewöhnlichen Sanierung dieser Art.

Das Endergebnis soll ein gutes werden. Immerhin soll die Aussage des Innenministers auch weiterhin auf die geschichtsträchtige herrschaftliche Kaufmannsvilla zutreffen. Stefan Scharf pflichtet Joachim Herrmann bei: „Das Gebäude, die Umgebung, das Gesamtgefüge”, sagt er: Die Polizeiinspektion in Berchtesgaden sei ein Unikat. Nach der Renovierung soll sie in neuem Glanz erstrahlen.

kp

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