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Von der Schlebrügge-Rampe in der Watzmann-Ostwand

Bergwacht Berchtesgaden und Bundespolizei-Transporthubschrauber retten vier Verstiegene

Transporthubschrauber der Bundespolizei unterstützt Bergwacht bei Einsatz
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Der Einsatzleiter forderte von einer Übung in Oberjettenberg einen Transporthubschrauber der Bundespolizei an, dessen Besatzung dann zwei Berchtesgadener Bergretter mit der Winde auf einem Felskopf 80 Meter unterhalb der Gruppe absetzte, da die Einsatzstelle selbst unter einem Überhang aus der Luft nicht erreichbar war.

Vier zeitgleiche Einsätze am Samstagnachmittag (21. August) forderten die Berchtesgadener Bergwacht. Unterstützt wurden die Retter dabei zeitweise von gleich drei Hubschraubern: Einem Transporthubschrauber der Bundeswehr sowie den Rettungshubschraubern „Christoph 14“ aus Traunstein und „Christopherus 6“ aus Salzburg.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Berchtesgaden/Schönau am Königssee – Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden waren während der vergangenen Schönwetter-Tage wieder intensiv gefordert, wobei allein am Samstagnachmittag vier zeitgleiche Einsätze in der Watzmann-Ostwand, in der Göll-Schusterroute, am Mannlgrat und am Priesberg stattfanden.

Vier Österreicher sitzen an der Schlebrügge-Rampe fest

Am Samstagmittag (21. August) gegen 12 Uhr setzten vier unverletzte verstiegene Österreicher in der Watzmann-Ostwand einen Notruf ab, da sie falsch abgebogen, deshalb den Berchtesgadener Weg verloren hatten und schließlich an der Schlebrügge-Rampe im steilen, brüchigen und absturzgefährlichen Gelände festsaßen. Der Einsatzleiter forderte von einer Übung in Oberjettenberg einen Transporthubschrauber der Bundespolizei an, dessen Besatzung dann zwei Berchtesgadener Bergretter mit der Winde auf einem Felskopf 80 Meter unterhalb der Gruppe absetzte, da die Einsatzstelle selbst unter einem Überhang aus der Luft nicht erreichbar war.

Die Bergretter kletterten zu den Österreichern hinauf, bauten ein Querungsseil auf und ließen sie dann nacheinander am Seil rund 70 Meter zu einem besseren Aufnahmepunkt hinab, wo der Heli später alle in insgesamt fünf Winden-Aufzügen abholen und ausfliegen konnte. Die Rettung dauerte bis 17 Uhr, wobei der Heli in der Zwischenzeit wieder bei der Übung und bei einem weiteren Einsatz am Mannlgrat im Einsatz war.

Frau bei Absturz in der Schusterroute schwer verletzt

Während der Rettungsaktion verunfallte am frühen Nachmittag eine Frau in der Schusterroute auf der Nordseite des Hohen Gölls. Die Besatzung des Salzburger Notarzthubschraubers „Christophorus 6“ fand die Abgestürzte, versorgte sie notärztlich, flog sie aus der Wand aus und dann zum Klinikum Traunstein.

Die Besatzung des Bundespolizei-Hubschraubers, die zuvor die Einsatzkräfte in der Ostwand abgesetzt hatte und bereits wieder zur Übung nach Oberjettenberg zurückgekehrt war, flog auf Anforderung des Einsatzleiters für weitere Personal- und Materialtransporte erneut in den inneren Landkreis, musste zunächst in der Schusterroute nicht mehr unterstützen, war dann aber am Mannlgrat zwischen Kehlstein und Göllleiten gefordert, wo sich zwei Bergsteiger verstiegen hatten. Die Heli-Crew machte sich mit der Bergwacht auf die Suche, konnte das Duo nach einiger Zeit finden, setzte zwei Bergretter mit der Winde ab und flog dann wieder in die Watzmann-Ostwand, um dort die in der Zwischenzeit am Seil abgelassenen Österreicher und ihre beiden Retter abzuholen.

Die am Mannlgrat gesicherten Verstiegenen holte währenddessen die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ mit der Winde ab. Gegen 17.30 Uhr brauchte eine Frau mit einer Fußverletzung zwischen Jenner-Königsbach und Priesbergalm notärztliche Hilfe. Die Bergwacht fuhr mit dem Notarzt und dem Notfallsanitäter von „Christoph 14“ per Fahrzeug in Richtung der Einsatzstelle, versorgte die Wanderin, brachte sie dann per Trage und Fahrzeug zum Zwischenlandeplatz, wo sie in den Heli eingeladen und dann zur Klinik geflogen wurde. Kurz nach 21 Uhr musste der Einsatzleiter dann noch Lichtquellen unterhalb der Schusterroute abklären, die über Notruf gemeldet worden waren, wobei keine Anzeichen für einen Notfall vorlagen.

Knieverletzung am Grünstein & Kreislaufprobleme am Jenner

Am Freitagnachmittag (20. August) gegen 15 Uhr brauchte eine Urlauberin mit einer Knieverletzung an der Grünsteinhütte Hilfe. Die Bergwacht versorgte sie und fuhr sie ins Tal. Am Freitagmittag gegen 12.45 Uhr musste die Bergwacht zum Jenner-Mitterkaser ausrücken, wo auf dem Weg zur Bergstation ein Wanderer mit Kreislaufproblemen Hilfe brauchte. Die Bergwacht versorgte den Patienten und brachte ihn ins Tal, wobei er selbst einen Arzt aufsuchte.

Am Mittwochabend (18. August) gegen 19 Uhr brauchte eine am Jenner zwischen der Mittel- und der Bergstation gestürzte 76-jährige Urlauberin aus Niedersachsen Hilfe. Ein Berchtesgadener Bergretter war privat in der Nähe und leistete Erste Hilfe; die Rettungswagen-Besatzung des Berchtesgadener Roten Kreuzes konnte über die Forststraße bis zur Mittelstation anfahren, übernahm die Frau und brachte sie dann in die Kreisklinik Bad Reichenhall.

Internistischer Notfall auf der Kneifelspitze

Bereits am Dienstagmittag (17. August) gegen 11.15 Uhr brauchte ein akut intern erkrankter 60-jähriger Urlauber aus Sachsen notärztliche Hilfe, da er auf dem Fußweg zur Kneifelspitze mit Kreislaufbeschwerden zusammengebrochen war. Die Bergwacht Berchtesgaden und die Berchtesgadener Notärztin versorgten den Mann medizinisch, brachten ihn mit der Trage zur befestigten Straße und dann mit dem Rettungswagen des Berchtesgadener Roten Kreuzes zur Kreisklinik Berchtesgaden.

Pressemitteilung BRK Kreisverband Berchtesgadener Land

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