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Straßensperrung wäre “fatales Zeichen”

Prof. Dr. Wolfgang Wüst über die kostspielige Rekonstruktion der unterspülten B20

Bis zu sechs Millionen Euro teuer könnte der Wiederaufbau werden, sagt Wolfgang Wüst, Leiter der Abteilung Straßen- und Brückenbau im Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr.
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Bis zu sechs Millionen Euro teuer könnte der Wiederaufbau werden, sagt Wolfgang Wüst, Leiter der Abteilung Straßen- und Brückenbau im Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr.

„Am Geld wird es nicht scheitern“, sagt Prof. Dr. Wolfgang Wüst, während er an der Abbruchkante an der Ramsauer Ache steht. Fünf, vielleicht sechs Millionen Euro könnte die Wiederaufbaumaßnahme kosten.

Berchtesgaden - Vor Prof. Dr. Wüst liegt ein 30 Meter langes Teil Teilstück der Bundesstraße 20, das während des Starkregens am Wochenende weggebrochen war. Die gesamte Rekonstruktion der Straße inklusive Stützmauer wird sich wohl bis in den Herbst kommenden Jahres ziehen.

Der Wiederaufbau soll so schnell als möglich beginnen, sagt Wüst, Leiter der Abteilung Straßen- und Brückenbau im Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr. „In zwei bis drei Wochen wird man hier wieder fahren können“, so die Zusage. Wüst sagt, dass es für den Tourismus in Berchtesgaden ein „fatales Zeichen“ wäre, „wenn man denkt, man kommt nicht mehr nach Berchtesgaden“. Natürlich ist die Neuerrichtung nach wenigen Wochen nicht die endgültige Version. Denn vor allem die Stützmauer der parallel zur Ache verlaufenden Straße ist durch das Hochwasser des Flusses nachhaltig zerstört worden.

Noch immer liegen Reste und ein tonnenschweres Teilstück der ehemaligen Fahrbahndecke wie ein Fels in der Brandung - im trübe gefärbten Wasser der Ache. Der Pegelstand ist inzwischen deutlich gefallen, aber noch immer ist der Fluss, der einige hundert Meter weiter in die Schönauer Ache mündet, wilder als sonst. 

In den vergangenen Tagen haben Straßenbauer Vorarbeit geleistet, zunächst die viel befahrene Bundesstraße komplett gesperrt, Asphalt geschnitten, den verbliebenen Rest mit Betonsperren abgesichert.

Die folgende Maßnahme müsse gründlich umgesetzt werden, sagt der Leiter der Straßen- und Brückenbauabteilung im Ministerium. Dass die Erneuerung teuer wird, daraus macht er keinen Hehl: „Nageln Sie mich nicht fest, ob es am Ende viereinhalb oder sechs Millionen Euro werden“, sagt Wüst. Kostspielig wird der Bau allemal. 

Ob die Stützmauer, die die Straße über rund einen Kilometer Länge von der Ache trennt, im Vorfeld baufällig war? „Mir ist nichts bekannt“, sagt Wüst. Dessen Chefin, Bauministerin Kerstin Schreyer, ebenfalls beim Ortstermin anwesend, weiß es auch nicht besser.

Die Abbruchkante: Ministerin Kerstin Schreyer, Bischofswiesens Bürgermeister Thomas Weber, Landrat Bernhard Kern und Ministerin Michaela Kaniber wagen sich vor.

So viel kann Wüst sagen: Das Unwetter vom Wochenende sei ein „außergewöhnliches Ereignis“ gewesen. Die Kraft des Wassers, das Treibgut darin: Dass Straße und Mauer am Ende einstürzten, kann wohl auf eine Verkettung unglücklicher Umstände zurückgeführt werden. „Das Geld für den Bau ist da“, sagt Wüst. Das Teilstück sei ein komplexes Bauwerk: „Es wird wahrscheinlich Herbst 2022 werden, bis die Maßnahme komplett abgeschlossen ist.“

kp

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