Oberster Rechnungshof unzufrieden

"Haus der Berge": Ministerium wehrt sich gegen Vorwürfe

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Das Haus der Berge in Berchtesgaden

Berchtesgaden - Im Prüfbericht des Obersten Rechnungshofes (ORH) geht es dieses Mal auch um das Haus der Berge. Jedes Jahr wird ganz genau in die Kassen des Freistaates geschaut.

Update, 18.25 Uhr - Offizielles Statement vom Umweltministerium

So weist das Bayerische Umweltministerium die Vorwürfe zurück:

"Das Bayerische Umweltministerium weist die Kritik des ORH/der Grünen zurück. Das Budgetrecht des Landtags wurde nach Auffassung des Ministeriums gewahrt. 

Die einzelnen Maßnahmen wurden den entsprechenden anderweitigen Haushaltstiteln zugeordnet. Kostensteigerungen im Baubereich beim Haus der Berge in Höhe von 640.000 Euro wurden über einen späteren Nachtrag im Doppelhaushalt 2017/18 dem Landtag vorgelegt und von diesem gebilligt. 

Die Kosten für die Ausstattung des Haus der Berge einschließlich der Besucherausstellung liegen im vorgegebenen Kostenrahmen. Die vom ORH angeführten zusätzlichen Kosten in Höhe von 1,9 Millionen Euro beziehen sich auf Ausgaben, die nicht zur eigentlichen Baumaßnahme gehören und deshalb auch nicht dieser zugerechnet werden dürfen. 

Darunter fallen zum Beispiel bewegliche Gegenstände wie Möbel oder Kosten für die EDV-Ausstattung".

Erstmeldung

Diese Mal ist auch das Haus der Berge in Berchtesgaden dick mit dem Rotstift angestrichen. Dem ORH passt es nicht, dass das Nationalparkzentrum fast 20 Prozent mehr gekostet hat als ursprünglich festgesetzt. Das berichtet die Bayernwelle.

Die Kosten sind vom Landtag eigentlich auf 22,7 Millionen Euro gedeckelt worden – schon mehr als eigentlich vereinbart. Jetzt gibt es noch einmal einen Überhang. Was den Rechnungshof besonders stört: Obwohl das Haus der Berge schon seit vier Jahren in Betrieb ist, sind die Kosten immer noch nicht endgültig abgerechnet.

Außerdem hat die Regierung mit dem Projekt also nicht nur gegen die Vorgaben des Landtags verstoßen, sondern auch verpasst, das Parlament rechtzeitig über die Kosten zu informieren, so die Kritik des ORH.

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