Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Musikanten mit Zukunft

Marktkapelle Berchtesgaden blickt auf ereignisreiches Jahr zurück

Marktkapelle Vorstandschaft
+
Die neue Vorstandschaft (von links): Stabführer Paul Hallinger, Florian Ziegler (1. Schriftführer), Michael Kunz (1. Dirigent), Katharina Angerer (2. Schriftführerin), Franz Vogl (Probenraumwart), Franz Hofreiter (Kassenprüfer), Andreas Brochenberger (Jugendvertreter), Christine Hallinger (1. Kassierin), Katrin Ramsauer (2. Kassierin), Martin Brandner (2. Notenwart), Katharina Kurz (1. Vorstand), Andreas Angerer (2. Vorstand) sowie Sophia Huber (1. Notenwart). Nicht im Bild sind Josef Hofreiter (Kassenprüfer) und Erhard Moldan (2. Dirigent).

Auf ein ereignisreiches Jahr und eine spannende Zukunft blickt die Marktkapelle Berchtesgaden: Dank hoher sechsstelliger LEADER-Förderung und weiterer finanzieller Zuwendungen soll die zweitälteste Musikkapelle im Landkreis schon bald ihr erstes eigenes Vereinsheim erhalten, das sie sich in Zukunft mit dem Gebirgstrachtenerhaltungsverein Almrausch teilen wird. Auf der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Neuhaus gab es frische Informationen.

Berchtesgaden – Für die rund 40 aktiven Musikanten der Marktkapelle Berchtesgaden könnte schon bald ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gehen: ein eigenes Vereinsheim. Nachdem alle Förderungen mittlerweile beantragt sind, folgt nun eine Marktprüfung, anhand derer entschieden wird, welche Firmen die anstehenden Baumaßnahmen übernehmen werden. Das neue Vereinsheim entsteht unweit der Watzmanntherme in Berchtesgaden, wo sich das ehemalige Clubhaus des Tennisclubs Berchtesgaden befindet. Dieses soll abgerissen werden. „Alles wird dann neu gemacht“, bestätigt Florian Ziegler, Schriftführer der Marktkapelle. „Das ist ein großer Mehrwert für uns.“ 

Das neue Vereinsheim soll zweistöckig gebaut werden und Raum für jede Eventualität bieten. „Wir werden einen Akustikausbau erhalten, einen Proberaum, ein Stüberl und ein Archiv für unsere Noten.“ Die Kapelle, die 2025 200-jähriges Bestehen feiert, hat ein Archiv alter und neuer Noten, das derzeit ausgelagert im ehemaligen Solekurbad in Berchtesgaden untergebracht ist. Die Proberäume befinden sich momentan in der Grundschule Berchtesgaden. All das soll im neuen Vereinsheim zusammengeführt werden, gemeinsam mit dem GTEV Almrausch, mit dem sich die Musiker die Räumlichkeiten teilen. Nur dank großzügiger LEADER-Förderung ist das neue Vereinsgebäude überhaupt erst möglich: Unterstützt wird die Planung auch von der Berchtesgadener Landesstiftung, um die siebenstellige Investition stemmen zu können. In Kürze sollen alle entsprechenden Pläne und Unterlagen auf der vereinseigenen Homepage öffentlich zugänglich gemacht werden.   

Rückblick auf viele Veranstaltungen

In ihrem Vorstandsbericht gab Katharina Kurz einen Rückblick auf das zurückliegende Vereinsjahr. Kurz bedankte sich für die zahlenmäßig große Teilnahme an den vielen Proben und lobte das Engagement der Vereinsmitglieder. Einen Überblick über die Finanzen gab Kassierin Christine Hallinger. Josef und Franz Hofreiter bescheinigten der Versammlung eine fehlerfreie Führung der Kasse. In seinem Schriftführerbericht konnte Florian Ziegler auf viele Veranstaltungen und Feste zurückblicken. Neben der Teilnahme am Musikfest in Leobendorf und dem Ganghofersonntag wurde in diesem Jahr für das Gebiet Berchtesgaden auf dem Gaufest in Bad Endorf aufgespielt. Ein Großteil der musikalischen Auftritte machten die 18 Standkonzerte am Weihnachtsschützenplatz, am Haus des Gastes in Unterstein sowie am Campingplatz Allweglehen aus. 

Nach der Corona-Pause konnte in diesem Jahr auch wieder das Bergfest der Bergknappen stattfinden. Teilgenommen wurde auch an den Jubiläen der Kehlstoana Trachtler, der Auer Weihnachtsschützen sowie der Bischofswieser Trommler. Filmaufnahmen bei „Watzmann ermittelt“ sowie für den neuen Imagefilm der Sparkasse Berchtesgadener Land rundeten das Vereinsleben ab. 

Frischer Wind im musikalischen Vereinsleben

„Damit sich eine Kapelle musikalisch weiterbilden kann, ist es notwendig, dass sich jeder Musikant aktiv mit seinem Instrument einbringt“, so lautete der Wunsch von Michael Kunz, musikalischer Leiter, in seinem Dirigentenbericht. Es sei wichtig, nicht nur den Nachwuchs zu fördern, sondern auch aktive Musikanten deutlicher in die Pflicht zu nehmen. Als Konsequenz wurde die Besetzung der Tanzlmusi aufgestockt und wieder eine Jungmusi ins Leben gerufen. Kunz’ Versuch, einen Nachfolger als dessen Stellvertreter zu finden, blieb bislang erfolglos. Der musikalische Leiter hofft seit langem, einen jungen Nachwuchsmusiker zu finden, der mit entsprechender Ausbildung frischen Wind in das musikalische Vereinsleben bringt. Er appellierte an alle Musikanten, sich weiterhin auf ihren Instrumenten fortzubilden, um dann, zum 200-jährigen Jubiläum 2025, eine entsprechende Neubesetzung zu finden. 

Die Neuwahlen leitete Marktbürgermeister Franz Rasp. Das Ergebnis nach der Wahl: Der alte Vorstand ist der neue Vorstand und bleibt für die kommenden drei Jahre bestehen. Erfreulich für den Verein: Sieben Neumitglieder konnten begrüßt werden. Thomas Egger, Bezirksleiter des Musikbunds Bezirk Chiem- und Rupertigau, übernahm die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Er bedankte sich für das große Engagement der Marktmusik und machte deutlich, dass es in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich sei, eine so große Zahl an Standkonzerten zu spielen. In seinem Grußwort ging Bürgermeister Franz Rasp nochmals auf das geplante Bauvorhaben ein. Er erläuterte den momentanen Sachstand und signalisierte umfängliche Unterstützung seitens der Gemeinde zum Gelingen des Projekts.

kp  

Kommentare