Neujahrsempfang im Kurhaus Berchtesgaden

"Die Welt ist im Krieg"

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Neujahrsempfang Berchtesgaden
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Berchtesgaden - Gut 500 Besucher nahmen an dem Neujahrsempfang im Kongresshaus Berchtesgaden teil. Die Festrede hielt neben Bürgermeister Franz Rasp der Generelleutnant a.D. Volker Halbauer:

"Wir sind jetzt dann fertig", so startete Franz Rasp schmunzelnd in den Abend. Gemeint war der (Um-)bau des Kongresshauses. Es folgte eine Zusammenfassung der verschiedenen Projekte wie zum Beispiel die Watzmann-Therme, das Schülerforschungszentrum, die Mittelschule sowie über die konsequente Zusammenarbeit hinsichtlich der Weiterentwicklung des Markenprozesses und der weiter voranzutreibenden Flächennutzung hinsichtlich Freilassing als Oberzentrum.

Außerdem gab Bürgermeister Franz Rasp eine kurze Vorausschau auf das Jahr 2017, wie zum Beispiel 500 Jahre Soleabbau, den Markenprozess, die Bob-WM, den Berufs-Informationstag und die Sportlerehrung am 5. Mai 2017, die in diesem Jahr das erste Mal als Sportler-Gala stattfinden wird.

"Wir sind alle eine Mannschaft"

Ein Dank erfolgte auch noch an die ganzen Ehrenamtlichen, die tagtäglich ihren Dienst tun sowie ein Appell auch zukünftig den Weg gemeinsam zu gehen.

Außerdem fand noch die Übergabe des Dirigentenstabs der Marktkapelle Berchtesgaden von Erhard Moldan an Michael Kunz weiter. "Mich freut es sehr, vor so einem außerordentlichen Publikum spielen zu dürfen", so Erhard Moldan. 

"Die Welt ist im Krieg"

Der nächste Redner, General Halbauer begann seine Welt direkt mit einem Donnerschlag: "Die Welt ist im Krieg", so der Offizier. Und ergänzt: "Im vergangenen Jahr zählte das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung weltweit insgesamt 409 Konflikte, von denen 194 mit Gewalt verbunden waren. 21 davon werden als Kriege gewertet." Im weiteren Verlauf erinnerte er die Gäste daran, dass "Sicherheit und Stabilität nicht selbstverständlich seien". Der General führte verschiedene Beispiele an, wie zum Beispiel "die Annexion der Krim und den anschließenden Ukraine-Konflikt, die Terroranschläge, den Brexit, die überraschende US-Präsidentenwahl sowie das 'Schlachthaus Syrien'." 

Und fuhr im weiteren Verlauf seiner Rede fort: "Die Annexion der Krim durch Rußland hat zu einem Paradigmenwechsel bei der Nato und der Bundeswehr geführt. Die Bündnissolidarität mit den Nationen, die sich nahe an der russischen Grenze befinden, spielt wieder eine Rolle", so der General und ergänzt: "Die Bundeswehr hatte vor 20 Jahren 495. 000 Soldaten, mittlerweile sind es noch 177. 000 und auch die Zahl der Kampfpanzer ist in diesem Zeitraum von 4. 000 auf 225 zusammengeschrumpft." Und kritisiert:" 25 Jahre haben wir die Friedensdividende eingefahren und konsequent bei der Bundeswehr abgebaut, aber die Welt ist heute gefährlicher als früher". Und ergänzt: "Das Prinzip immer mehr Aufgaben mit weniger Ressourcen zu erfüllen funktioniere nicht."

Zum Abschluss seiner Rede stellte der Generall noch fest, das "Die Materialausstattung müsse besser werden und man müsse sich die Frage stellen, wie die rund 1,5 Millionen Soldaten innerhalb der Europäischen Union zusammenwachsen". Und beendet seine Rede mit dem Vergleich: "Wer glaubt, dass Russland unter Putin unsere Schwächen nicht ausnutzt, der glaubt auch, das Zitronenfalter Zitronen falten. Der Mensch", so der General abschließend "ist die einzige Spezies, die es fertig bringt, sich selbst zu vernichten  – auch ohne Streitkräfte.

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