Schwerpunkt Klimawandel

Nationalpark Berchtesgaden startet alpenweite Studie

Dr. Roland Baier (Mitte), Leiter des Nationalparks Berchtesgaden, ist alter und neuer Generalsekretär des Netzwerks Alpiner Schutzgebiete ALPARC.
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Dr. Roland Baier (Mitte), Leiter des Nationalparks Berchtesgaden, ist alter und neuer Generalsekretär des Netzwerks Alpiner Schutzgebiete ALPARC.

Berchtesgaden - Der Nationalpark Berchtesgaden engagiert sich seit 25 Jahren im Netzwerk „ALPARC“, dem internationalen Netzwerk Alpiner Schutzgebiete mit Sitz in Chambery, Frankreich.

Bei der diesjährigen als Videokonferenz organisierten Generalversammlung mit Neuwahlen des Präsidiums bestätigten die Delegierten den Berchtesgadener Nationalparkleiter Dr. Roland Baier in seiner Funktion als Generalsekretär für weitere vier Jahre. 


ALPARC-Präsident bleibt Dr. Peter Oggier, Direktor des schweizerischen Naturparks Pfyn-Finges. Anlässlich der Versammlung machte Guido Plassmann, Direktor von ALPARC, die gemeinsamen Herausforderungen der alpinen Schutzgebiete deutlich: „In den kommenden Jahren werden die Folgen des Klimawandels zweifellos unsere Schwerpunkte sein, aber auch die Sensibilisierung der Bevölkerung und der Besucher unserer Schutzgebiete für die Umwelt. Hinzu kommen aktuelle, alpenweit relevante Themen wie die Suche nach neuen Wegen in der Besucherlenkung.“ Auch Dr. Baier sieht die Schutzgebiete der Alpen vor großen Aufgaben: „Ich bin sicher, dass unsere Schutzgebiete in den Alpen und der Schutz der Biodiversität künftig noch mehr Aufmerksamkeit erhalten werden. Ich freue mich sehr darauf, wichtige Projekte in Zusammenarbeit mit engagierten Kolleginnen und Kollegen alpenweit zu unterstützen.“

Aktuell wird vom Nationalpark Berchtesgaden eine innovative Studie zum natürlichen Störungsregime von Wäldern in den Alpen angestoßen. Die Ergebnisse werden das Verständnis der natürlichen Störungsregime verbessern und Aufschluss über räumliche und zeitliche Entwicklungen seit Mitte der 1980er-Jahre geben. Die Analyse dieser Störungsmuster auf Basis von Satellitendaten erlaubt Einblicke in die Entwicklung der Strukturvielfalt und gibt wichtige Hinweise für das Schutzgebietsmanagement. Die Arbeit wird von Nationalparkmitarbeiter Michael Maroschek durchgeführt und von Prof. Dr. Rupert Seidl, Lehrstuhl für Ökosystemdynamik und Waldmanagement in Gebirgslandschaften an der Technischen Universität München (TUM) betreut, der zugleich das Sachgebiet Forschung im Nationalpark Berchtesgaden leitet.

Pressemitteilung Nationalpark Berchtesgaden

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