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Führungswechsel an der Spitze des Nationalpark Berchtesgaden

"In meinen Augen ist er der richtige Mann für diesen Job"

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Beiratssitzung Nationalpark Berchtesgaden (Leiter Dr. Michael Vogel, Amtsschef des bayerischen Umweltministeriums Dr. Christian Barth, Landrat Georg Grabner)
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Berchtesgaden - Im Herbst ist es soweit. Dr. Michael Vogel, der langjährige Leiter des Nationalparks verabschiedet sich in den wohlverdienten Ruhestand. Auf der Beiratssitzung im Haus der Berge wurde sowohl auf das vergangene Jahr zurückgeschaut, als auch der Wechsel an der Parkspitze besprochen.

Jedes Jahr findet eine Beiratssitzung des Nationalparks Berchtesgaden statt, in der man das vergangene Jahr Revue passieren lässt und die erreichten Zahlen bespricht. So verzeichnet der Nationalpark zum Beispiel pro Jahr rund 1,6 Millionen Besucher, hat im vergangenen Jahr circa 571.000 Millionen für den Wegeerhalt im Park ausgegeben und freut sich über eine Anhebung der Kernzone (die Zone in der die Tiere geschützt werden), auf insgesamt 75%

Neben dem Tätigkeitsbericht über die Arbeiten und Erfolge des vergangenen Jahres, stand in diesem Jahr auch ein wichtiger personeller Wechsel auf der Tagesordnungsliste. Dr. Michael Vogel, langjähriger Leiter des Nationalparks hört zum Jahreswechsel auf. Sein Nachfolger wird Dr. Roland Baier,der in der Vergangenheit bereits 5 Jahre als stellvertretender Leiter des Nationalparks in Berchtesgaden tätig war und derzeit Stellvertretender Leiter des ASP in Teisendorf ist.

BGLand24.de hat Dr. Christian Barth den Amtschef des Bayerischen Umweltministeriums zu seinem Fazit über die Beiratssitzung befragt:

BGLand24.de im Gespräch mit Dr. Christian Barth

"Wir hatten eine sehr erfolgreiche Beiratssitzung des Nationalparks. Das letzte Jahr war sehr erfolgreich, die Besucherzahlen sind wieder gestiegen und es zeigt sich einmal mehr, dass so ein Nationalpark auch ein ganz bedeutender Wirtschaftsfaktor für eine Region ist", so Barth.

Und ergänzt: "Wir stehen insofern vor einem Umbruch, dass Dr. Vogel, der langjährige Leiter des Nationalparks Berchtesgaden in den Ruhestand treten wird. Der Nachfolger ist von uns bereits ausgeguckt worden.

Herr Dr. Barth, sie haben die nächste Frage sozusagen schon eingeleitet, wer wird der neue Leiter des Nationalparks?

Wir haben uns für Herrn Dr. Baier, den langjährigen stellvertretenden Leiter des Nationalparks, als neuen Nationalparkleiter entschieden. Er ist in unseren Augen der geborene Nachfolger für diesen Posten. Es müssen jetzt nur noch ein paar Kleinigkeiten in trockene Tücher gebracht werden, wie zum Beispiel das Anfangsdatum seines Dienstantritts. Das muss noch mit dem Landwirtschaftsministerium geklärt werden. Es steht insofern ein Wechsel an, aber ich bin mir ganz sicher, dass auch dieser für Kontinuität und Qualität stehen wird.

Welche neuen Ziele und Herausforderungen sehen Sie mit dem Wechsel?

Es wird sicherlich keine Revolutionen geben, es muss evolutiv weitergehen. Wir müssen schauen, dass wir die Personalausstattung Stück für Stück verbessern, damit diejenigen Aufgaben, die vielleicht in der letzten Zeit nicht so erfüllt wurden, wie wir uns das gerne gewünscht hätten, noch besser wahrgenommen werden können.

Zum Beispiel?

Ich sehe grade im Bereich der Forschungsprojekte gewisse Aufgaben, die wir noch besser machen können. Ansonsten sind wir glaube ich auf einem guten Weg, auch mit den verschiedenen Bildungszentrum die es ja über den Park verteilt gibt und die kontinuierlich ausgebaut werden. Im großen und ganzen sind wir glaube ich auf einem guten Weg, den wir bereits in den letzten Jahren auch bereits beschritten haben.

Wie geht es mit dem Wildtiermanagement weiter?

Auch dieses Konzept ist glaube ich sehr gut. Eines ist klar, ohne Wildtiermanagement also ohne eine gewisse Bejagung kommt man auch in einem Nationalpark nicht aus. Denn es gibt viele Tiere die keine natürlichen Feinde mehr haben und wir haben natürlich auch die Verpflichtung negative Auswirkungen auf die umliegenden Gebiete zu vermeiden. Aber - und das möchte ich betonen - natürlich immer nur vor dem Hintergrund, dass der Nationalpark aufgrund seiner Biodiversität für die vielen Arten und die Tiere da ist und deswegen betreiben wir das nur im notwendigen Umfang. Im Laufe der letzten Jahren konnten wir feststellen, dass sich generell die Artenvielfalt in den letzten Jahren sehr verbessert hat.

"Der Nationalpark Berchtesgaden ist eine Erfolgsgeschichte"

Auch Landrat Georg Grabner, betonte die positive Entwicklung des Nationalparks Berchtesgadens: "Ich denke, es ist heute mal wieder deutlich geworden: Der Nationalpark Berchtesgaden ist eine Erfolgsgeschichte. Es war am Anfang schwierig, denn man hat sich von allen Seiten erstmal finden müssen und es ist immer sehr entscheidend abhängig von den handelnden Personen", so Grabner. Und ergänzt:

"Aber ich glaube auch, da hat man sehr gut zueinander gefunden. Sowohl was die Nutzungsberechtigten betrifft, als auch die Ziele der Nationalparkverwaltung. Mit Dr. Vogel geht nun eine Ära zu Ende und man muss schauen was nachkommt und wie geschickt der Nachfolger das alles macht. Ich sage immer Natur- und Landschaftsschutz kann man nicht gegen Beteiligte oder Betroffene machen, das geht immer nur gemeinsam. 

Das bedeutet, dass man auch mal Kompromissbereitschaft zeigen muss und der Tätigkeitsbericht heute hat denke ich sehr deutlich offen gelegt, dass sehr viel gemacht wird und man auch die touristische Bedeutung des Nationalparks nicht außer Achtung lassen darf, die doch sehr erheblich ist. Für mich ist das eine sehr gelungene Symbiose aus Tourismus, Naturschutz und Umweltschutz".

"Ich freue mich auf diese Aufgabe"

Auch Dr. Baier freut sich auf die neue Aufgabe: "Die Leitung des Nationalparks Berchtesgaden übernehmen zu dürfen, ist eine große und gleichzeitig schöne Herausforderung, der ich mich mit großem Engagement stellen werde."

Mehr zu dem derzeitigen Leiter Dr. Michael Vogel sowie seinem Nachfolger Dr. Roland Baier, lesen Sie in einem weiteren Artikel auf BGLand24.de.

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