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Schönwetter-Phasen zeigen Spuren

Kino Berchtesgaden ohne Tourismus nicht denkbar

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Seit 2013 läuft auch im Kino Berchtesgaden alles Digital.

Berchtesgaden - Mit 163 Sitzplätzen, Komfortsitzen mit Kopfstützen, 4K Sony Digital Kinoprojektion und 3D Technik ist das Kino Berchtesgaden das größere von den beiden im Landkreis Berchtesgadener Land. Dennoch hat Betreiber Thomas Kastner mit Problemen zu kämpfen.

Vor gut zwei Wochen hat die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Kofler verkündet, dass noch vor der parlamentarischen Sommerpause das „Soforthilfeprogramm für Kinos in ländlichen Räumen“ mit fünf Millionen Euro starten wird. Thomas Kastner vom Kino Berchtesgaden begrüßt das Programm: "Es ist von Vorteil, das hier Kinos im ländlichen Raum gefördert werden, da es in Ortsgrößen wie Berchtesgaden normalerweise gar keine Kinos mehr gibt."

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Das sei der Grund, warum das Soforthilfeprogramm ins Leben gerufen wurde, so Bärbel Kofler. „Das Soforthilfeprogramm richtet sich an Filmtheater in Gemeinden mit bis zu 25.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Diese sollen damit dringende Maßnahmen wie Modernisierungsarbeiten, Investitionen oder Programmbegleitung durchführen können. Mit dem Programm reagiert die Koalition auf die Herausforderungen für Kinobetriebe in ländlichen Regionen – Stichwort Streamingdienste und strukturelle Standortnachteile. Mithilfe des Soforthilfeprogramms soll der Kulturort Kino außerhalb von Ballungsräumen in der aktuell sehr schwierigen Marktsituation unterstützt werden."

"Die Filmplanung ist immer schwierig"

Auch in Berchtesgaden ist es nicht einfach, das Kino gewinnbringend zu betreiben. "Es muss immer wieder in Verbesserungen und Neuanschaffungen im Kinobereich investiert werden", erläutert Kastner. In Berchtesgaden wurde beispielsweise die Kinoleinwand modernisiert, 2012/2013 sehr viel Geld in die Digitalisierung der Kinoprojektion investiert und im Jahr 2016 im Zuge der Umbauarbeiten des AlpenCongress das Kinofoyer komplett neu gestaltet sowie die Barrierefreiheit mit Aufzug und neuer Toilettenanlage geschaffen. "Da können wir von so einem Programm durchaus profitieren."

Denn auch, wenn es von den beiden Kinos im Berchtesgadener Land das größere ist, ein Selbstläufer ist das Kino in Berchtesgaden nicht. "Leider haben wir nur eine Leinwand und das macht die Filmplanung immer etwas schwierig, da man im Vorfeld nicht vorhersagen kann, ob ein Film beim Publikum ankommt", bringt Thomas Kastner seine Probleme auf den Punkt. "Der Klimawandel wie diese lange 'Schönwetter Phase' in 2018 zeigt auch Spuren beim Kinobesuch." Für Kastner ist klar: "Ohne den Tourismus wäre ein Standort Berchtesgaden bzw. im Talkessel undenkbar."

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Damit die heimischen Kinos nicht auch irgendwann schließen müssen, kommt die Hilfe aus Berlin. Anträge können ab Inkrafttreten der Fördergrundsätze bei der Filmförderungsanstalt online gestellt werden. Die FFA wird zeitnah über den Start des Programms informieren.

cz

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