Drei Kurzfilme in nur vier Tagen

Nationalpark-Workshop: Jugendliche drehen Kurzfilme über alpines Leben

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Müllproblematik in der Natur, handysüchtige Jugendliche und Bäume, die sich an Umweltsündern rächen: Zwölf Jugendliche drehten im Rahmen eines Video- Workshops des Nationalparks Berchtesgaden drei kreative Kurzfilme über das Leben in den Alpen.

Berchtesgaden - Der Nationalpark Berchtesgaden veranstaltete in den Osterferien einen Filmworkshop für Jugendliche aus dem Alpenraum. Vier Tage lang schrieben, drehten und schnitten sechs Buben und sechs Mädchen im Alter von zwölf und 13 Jahren drei kreative Kurzfilme.

Die Veranstaltung fand im Rahmen des internationalen YOUrALPS-Projekts statt, das Jugendliche aus den Alpenländern zum Erhalt ihrer Heimat motivieren soll. Der Fotograf und Naturführer Mark Walter leitete die Veranstaltung und unterstützte die Jugendlichen bei der Erstellung ihrer Filme. 

Natur, Brauchtum und Freizeit

Am ersten Workshop-Tag sammelten die Teilnehmer unter der Leitung von Mark Walter sowie der Nationalpark-Mitarbeiterinnen Anne-Lise Hennecke und Ronja Joosten sämtliche Aspekte ihres Lebens im Hinblick auf Natur, Brauchtum und Freizeitgestaltung im Alpenraum. „Mir ist wichtig den Jugendlichen zu vermitteln, dass einem guten Film immer eine zentrale Idee zugrunde liegt und dass er mehr als eine Clipshow sein sollte. Selbst wenn der Film nur 30 Sekunden dauert“, erklärt Mark Walter. 

Drehbücher für Filme

Nach einer Einführung in ästhetische und technische Grundlagen der Filmproduktion erarbeiteten die Jugendlichen in drei Gruppen Drehbücher für ihre Filme. „Ich habe den Teilnehmern gezeigt, welche Möglichkeiten sie beim Film haben, eine Geschichte möglichst nur mit Bildern zu erzählen“, so Mark Walter weiter. Die fertigen Kurzfilme richten sich an Jugendliche aus allen Alpenländern. Mit dem Verzicht auf Sprache sollen Verständigungsprobleme minimiert werden. 

Filmarbeiten auf Ligeret-Alm

Ausgestattet mit umfangreichen theoretischen Grundlagen ging es anschließend hinaus in die Natur. Nach einem Zwischenstopp auf dem Gipfel des Brandkopfs machte sich die Gruppe auf den Weg zur Alpenvereins-Hütte auf der Ligeret-Alm. Obwohl die letzte Etappe zu Fuß nur knapp 30 Minuten dauerte, war der Anstieg für die Jugendlichen ein prägendes Erlebnis: Zusätzlich zur Filmausrüstung und den Essensvorräten mussten die Teilnehmer auch das Brennholz für zwei Tage eigenhändig auf die Hütte tragen. Neben denFilmarbeiten kamen auchgemeinsames Kochen, Spielen und eine zünftige Hüttengaudi nicht zu kurz. 

Drei kreative Kurzfilme in vier Tagen

Den letzten Tag des Workshops nutzten die Jugendlichen dazu, im Nationalparkzentrum „Haus der Berge“ ihre Filme zu schneiden und letzte Sequenzen im Außengelände des Bildungszentrums zu drehen. Der Kurzfilm mit dem Titel „Der Wald leidet“ behandelt die Müllproblematik in der Natur. „Gemeinsam einsam“ zeigt das Schicksal handysüchtiger Jugendliche und beim dritten Kurzfilm mit dem Titel „Wilhelm“ nimmt ein Baum Rache an zwei jugendlichen Umweltsündern. Alle Filme werden ab Mai auf der Nationalpark-Webseite www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de verlinkt.

Pressemeldung Nationalpark Berchtesgaden

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