Herzlichen Glückwunsch Schwester Lambertis

"Ich liebe Berchtesgaden noch immer"

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Schwester Lambertis feiert 80. Geburtstag
  • schließen

Berchtesgaden - 46 Jahre war Schwester Lambertis in Berchtesgaden tätig. Unzählige Menschen hat sie mit Herz und Hingabe gepflegt und viele bis in den Tod begleitet. Nun feiert sie ihren 80. Geburtstag:

Update, 11.03.2017

Mit einem Festgottesdienst und einem sich an den Gottesdienst anschließenden Stehempfang feiert Berchtesgaden am Sonntagabend den 80. Geburtstag von Schwester Lambertis. "Ich bin so glücklich, dass ich so lange hier habe arbeiten und sein dürfen und dass ich auch jetzt mit so vielen lieben Menschen feiern darf", so Schwester Lambertis im Gespräch mit BGLand24.de während des Stehempfangs. 

Bildergalerie: Berchtesgaden feiert Schwester Lambertis

Gut 100 Berchtesgadener ließen es sich nicht nehmen und begleiteten die Schwester noch persönlich zu ihrem Stehempfang ins Pfarrheim.

Erste Meldung

"Ich liebe die Berge, ich liebe Berchtesgaden und ich liebe auch immer noch die Berchtesgadener", so berichtet die sympathische Schwester Lambertis mit einem verschmitzten Lächeln im Gespräch mit BGLand24.de. 

46 Jahre lang war die Schwester und Nonne in Berchtesgaden tätig. Zunächst 33 Jahre als Krankenschwester im Krankenhaus und dann im Altersheim von Berchtesgaden, dem Bürgerheim. 

Fragt man die Berchtesgadener nach Schwester Lambertis, dann erinnern sich alle noch immer sehr gerne an die sympathische Kehlheimerin und man hört noch immer: "So eine liebe und herzensgute Frau - für jeden hatte sie ein offenes Wort" oder auch "Mit dem Abschied von Schwester Lambertis hat Berchtesgaden eine seiner wertvollsten Bewohnerinnen verloren".

Berchtesgaden war meine zweite Heimat 

"Ich hänge noch immer sehr an Berchtesgaden", so die Jubilarin. "Und zwar nicht nur, weil ich so lange dort gearbeitet und gelebt habe, sondern auch weil ich immer noch Familie dort habe. Meine Nichte wohnt mit ihrer Familie noch immer in Berchtesgaden und solange ich das gesundheitlich noch schaffe, versuche ich auch zwei, dreimal pro Jahr nach Berchtesgaden zu kommen.

Außerdem stehe ich noch immer in regelmäßigem Kontakt mit der Pfarrei und vielen ehemaligen Kollegen sowie Bewohnern des Bürgerheims.

Und dann liebe ich natürlich auch sehr die Umgebung und die Berge. Solange ich konnte, bin ich immer viel in die Berge gegangen, je nachdem wie es meine Zeit zuließ waren das dann größere oder kleinere Touren. Zu meinen Lieblingstouren gehörten zum Beispiel der Große Hundstod, der Kahlers Berg, das Kammerlinghorn und das Watzmann Hocheck.

Nonne sein ist eine Berufung 

"Mit 14 wurde mir bewusst, dass ich Nonne werden wollte" so berichtet Schwester Lambertis über ihre Entscheidung, zu den Mallerstorfer Schwestern zu gehen. Und ergänzt: "Für mich ist das eine Berufung, die nur der Herrgott schenken kann und wenn Du berufen wirst, dann kannst Du nicht anders. Ich habe das bereits in jungen Jahren gespürt und bin nicht mehr davon losgekommen".

Statt Afrika: Ab ins Berchtesgadener Land 

"Eingetreten in den Orden bin ich mit 21 Jahren. Meine Familie (ich hatte noch sechs Geschwister) hatte nichts dagegen, hat mir aber auch nicht groß zugeredet. Ich hatte immer schon eine Zuneigung zur Kirche und eigentlich wollte ich in die Mission nach Afrika gehen, aber das hat mein Vater damals nicht erlaubt.

Nach meinem Eintritt in den Orden bin ich ins Krankenhaus Bad Reichenhall gekommen und habe dort dann meine Ausbildung als Krankenschwester im Mutterhaus gemacht.

Ich habe mich dann so pudelwohl gefühlt, dass ich nicht mehr tauschen wollte. Je älter ich werde, umso glücklicher werde ich im Kloster und blicke sehr dankbar zurück, dass ich so lange arbeiten durfte und bin dem lieben Gott auch sehr dankbar für diese Zeit."

Wunschberuf Krankenschwester 

Vor ihrer Zeit im Bürgerheim war Schwester Lambertis zunächst zur Ausbildung in Bad Reichenhall und dann fast dreißig als Krankenschwester im Krankenhaus Berchtesgaden tätig. 

"Ich wollte bewusst Krankenschwester werden", so die Schwester und ergänzt: "Auch jetzt betreue ich immer noch ein paar ältere Schwestern die blind sind und denen ich vorlese oder sonstwie helfe. Außerdem arbeite ich immer noch im Bügelzimmer mit, zum Beispiel beim Wäsche zusammenlegen und dann natürlich nicht zu vergessen die Sterbebegleitung

Seit meiner Jugend mache ich das schon und für mich ist es das Schönste auf der Welt. Dadurch, dass ich mittlerweile nicht mehr so gut laufen kann, kann ich ja leider auch nicht mehr alles machen, aber mich zur Sterbebegleitung zu jemandem hinzusetzen, gerne auch die halbe Nacht lang, das kann ich immer noch und mache ich auch immer noch sehr gerne".

Gottesdienst und Stehempfang für Schwester Lambertis 

Die katholische Kirche feiert am Sonntag, 12. März ab 18:30 Uhr zum 80. Geburtstag von Schwester Lambertis einen Gottesdienst in der Stiftskirche mit anschließendem Stehempfang im Pfarrheim.

Die Mallerstorfer Schwestern 

Die Klostergemeinschaft ist ein römisch-katholischer Frauenorden bischöflichen Rechts der Armen Franziskanerinnen in Mallersdorf. Ihre Hauptaufgabe liegt in der Betreuung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen in Kindertagesstätten, Kinderheimen und Schulen

Laut den Ordensregeln müssen sich die Nonnen von Mallersdorf weitgehend selbst versorgen. Neben einer Brauerei, deren Gerste aus Eigenproduktion stammt, betreiben die Schwestern auch eine Bäckerei, eine Landwirtschaft mit Vieh, eine Imkerei sowie eine Metzgerei und Gärten. Lediglich das Malz aus der Gerste wird in einer nahe gelegenen Firma gewonnen.

Zurück zur Übersicht: Berchtesgaden

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser