LehrplanPlus - ab September am CJD Christophorus Gymnasium

"LehrplanPlus bietet mehr Raum für neue Konzepte!"

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CJD Christophorus Gyymnasium - Stefan Kantsperger
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Berchtesgaden - Das Gymnasium verändert sich – mal wieder. Von G8 geht es wieder zurück ins G9. Aber das ist noch nicht alles. Bereits im neuen Schuljahr greift an den bayerischen Gymnasien der neue LehrplanPlus ab der 5. Jahrgangsstufe. Für das Gymnasium der CJD Christophorusschulen bietet dies viel Raum für neue Konzepte:

Für das Leben lernen und nicht für die Schule“ – so oder so ähnlich kennen wir alle den Spruch, den viele von uns während ihrer Schulzeit gesagt bekommen haben. In der Regel dann, wenn die Lust am Lernen zu wünschen übrig ließ. Aber was bedeutet eigentlich „Fürs Leben lernen“? 

Auf jeden Fall nicht nur stur in die Bücher schauen und vor sich hin büffeln, sondern ein praxisorientiertes Lernen, dass Spaß macht und bei dem etwas hängenbleibt. Das soll mit dem LehrplanPlus umgesetzt werden, den es (zum Beispiel) ab der 5. Klasse am CJD Christophorus Gymnasium gibt. 

BGLand24.de hat Stefan Kantsperger, den Direktor des Gymnasiums am Dürreck gefragt, was es damit auf sich hat.

Interview mit Stefan Kantsperger 

Herr Kantsperger, was können wir uns unter dem LehrplanPlus vorstellen? 

Unsere Welt wird immer komplexer und unsere Schüler sehen sich immer mehr schulart- und fächerübergreifenden Bildungs- und Erziehungszielen gegenüber. Der LehrplanPlus legt großen Wert darauf, dass klassischer Fachunterricht und fächerverbindende Projekte ineinander übergreifen um den Kindern die Komplexität besser zu vermitteln. 

Dazu gehören zum Beispiel auch Inhalte aus den Bereichen Gesundheitsvorsorge, Ernährung, Haushaltsführung, selbstbestimmtes Verbraucherverhalten und Umweltverhalten. Die Schüler sollen lernen ihre Einstellungen und ihr Handeln im Alltag zu überdenken und zu optimieren. 

Außerdem sollen sie die Bedeutung einer wirtschaftlichen und nachhaltigen Lebensführung erkennen und umsetzen.

Wie lässt sich das im Unterricht umsetzen? 

Neben dem klassischen, theoretischen Unterricht wird es wesentlich mehr praxisorientierte Unterrichtsstunden geben, damit die Schüler einerseits mehr Verantwortungsbewusstsein für Natur und Umwelt entwickeln und andererseits mehr Kenntnisse über die Komplexität zwischen Mensch und Umwelt lernen. 

Das Schöne dabei ist, dass wir diese Praxisorientiertheit in fast alle Unterrichtsfächer integrieren können. Durch unsere immer komplexer werdende Welt ist auch unser Bildungsauftrag immer stärker gewachsen und umfangreicher geworden. Eine ganzheitliche Ausbildung bedeutet, dass wir uns auch um Themen, wie zum Beispiel Gesundheitsvorsorge und Suchtprävention, Konfliktbewältigung und Kommunikationsfähigkeiten, sowie Werteerziehung und Leitperspektiven kümmern müssen. 

All diese Themen, sowie die klassischen Fachziele versucht der LehrplanPlus unter einen Hut zu bringen.

Das bedeutet mehr praktische Beispiele sozusagen aus dem Leben, draußen in der Natur, o.ä.? 

Fast richtig. Nicht nur praktische Beispiel aus der Natur, sondern in der Natur. Die Kinder haben im LehrplanPlus wesentlich mehr Möglichkeiten draußen Unterricht zu haben. Und wenn nicht unsere Schule, dann bitteschön welche anderer befindet sich in einer der schönst-möglichen Umgebungen? 

Hier macht Lernen einfach Spaß, wir sind mitten in der Natur, wir erleben viele Naturgewalten auch wesentlich intensiver wie zum Beispiel in der Stadt und wir haben viele ökologische Spielwiesen direkt vor der Tür.

Wie darf ich mir das konkret vorstellen? 

Nehmen wir zum Beispiel das Fach „Natur und Technik“. Neben der klassischen Laborarbeit finden wir hier direkt vor der Schultür praxisnahe Beispiele, zu Fossilien und Mineralien, aber auch zu lebenden Pflanzen. 

Wir werden versuchen so viel möglich Unterrichtseinheiten draußen abzuhalten, zum Beispiel Pflanzen sammeln, mikroskopieren, auswerten, etc. Neben dem Lebensraum Natur, den wir den Kindern dadurch einfacher verdeutlichen können, haben sie auch noch mehr Bewegung und Sauerstoff. 

Das Arbeiten im Umfeld „Draußen“ schult die Eigenverantwortlichkeit und die Sozialkompetenz. Das Erlernte lässt sich auch auf andere Unterrichtsfächer, wie zum Beispiel Kunst oder Geographie umsetzen und weckt zum Beispiel durch Projekte wie den Schulgarten Lust auf mehr.

Noch mehr Informationen über das neue Unterstufenkonzept lesen Sie in einem weiteren Artikel auf BGLand24. de sowie unter lehrplanplus.bayern.de

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