A.L.M. -Lotsenausbildung im Nationalpark Berchtesgaden

17 neue A.L.M.-Lotsen ausgebildet

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Bei strahlendem Sonnenschein verbrachten die A.L.M.-Lotsen einen abwechslungsreichen und lehrreichen Tag im Umweltbildungszentrum Berchtesgaden

Berchtesgaden -  Am 1. April fand im Umweltbildungszentrum des Nationalparks Berchtesgaden die zweite A.L.M.-Lotsenausbildung statt. 17 interessierte Ehrenamtliche nahmen an der Schulung teil.

Die Schulung wurde im Rahmen des Projekts Alpen.Leben.Menschen (A.L.M.) veranstaltet, einer Kooperation von Malteser Hilfsdienst und dem Deutschen Alpenverein, zur Integration von Flüchtlingen im bayerischen Alpenraum, welche im Bereich Umweltbildung fachlich vom Nationalpark Berchtesgaden unterstützt wird.

Begehung von Naturlehrpfaden, Wander- und Radexkursionen, Schnitzeljagden für Kinder, Geocaching mit Umweltaspekten oder Schutzwaldpflanzaktionen – das sind nur einige der vielen interessanten Aktionen für die A.L.M. steht.

Zur Umsetzung dieser Ideen arbeitet A.L.M. mit Integrationslotsen zusammen, die Flüchtlingen den bayerischen Alpenraum mit seinen Menschen näher bringen. Dafür wurden im April 17 neue Helferinnen und Helfer ausgebildet.

Die A.L.M.-Lotsenausbildung stellt ein freiwilliges Angebot für Ehrenamtliche dar, welche diese auf die Flüchtlingsarbeit in alpinen Umfeld praktisch vorbereiten sowie zentrale Hintergründe zu Asyl und Integration als auch Grundlagen zum Thema interkulturelle Kommunikation vermitteln soll.

Aufgrund der inhaltlichen Verknüpfung mit dem Projekt A.L.M. wird ein besonderes Augenmerk auf Umweltbildungsmaßnahmen und Bergsport mit Flüchtlingen gelegt. Die Teilnehmer kamen dabei aus der Region, darunter auch Flüchtlinge aus Eritrea und Afghanistan.

Im Vordergrund der Ausbildung standen Ideen für A.L.M.-Aktionen, wie gemeinsame Aktionen im alpinen Umfeld für Einheimische und Ehrenamtliche, wie Exkursionen im Nationalpark, Wanderungen in den heimischen Bergen oder interkulturelles Geocaching.

Daneben wurden nach einem eritreischen Mittagessen auch die Fragen diskutiert, wie Integration gelingen kann oder welche Rolle Freizeitaktivitäten und die Interaktion mit Einheimischen spielen.

Mit tatkräftiger Unterstützung der FÖJ-ler des Nationalparks Berchtesgaden bereitete Bereket Gebre aus Eritrea ein köstliches Mittagsessen zu.

Die Teilnehmer lernten, warum gemeinsame Erlebnisse in alpinem Umfeld die Integration fördern und erhielten gleichzeitig Informationen über rechtliche Rahmenbedingungen bei Ausflügen oder Haftungsfragen.

Am Nachmittag bestand die Möglichkeit, die Methoden der Umweltbildung interaktiv zu erfahren und an gemeinsam mit UMFS (unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen) an einem Praxisworkshop teilzunehmen.

Dabei wurde allen Teilnehmenden rasch klar, dass Umweltbildung bei Alltäglichem anfängt und insbesondere in der Gruppe viel Spaß macht. Trotz des umfangreichen Programms gab es zahlreiche Gelegenheiten, sich mit den anderen Teilnehmern auszutauschen.

Aufgrund des hohen Interesses und der großen Nachfrage werden DAV und Malteser Hilfsdienst im gesamten bayerischen Alpenraum weitere Ter mine für eine A.L.M.-Lotsen-Ausbildung anbieten. Der nächste findet am 01. Juli in Rosenheim statt. Anmeldung unter: Anna.Schober@malteser.org

Mehr Informationen finden Sie unter www.alpenlebenmenschen.de

Pressemitteilung Projekt Alpen.Leben.Menschen Malteser Hilfsdienst e.V.

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