Immobilienexperte Armin Nowak aus Berchtesgaden

Immobilien Marktbericht: "Zinswende kommt 2018"

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Die Mieten im Landkreis sind gestiegen, es herrscht eine höhere Nachfrage im Berchtesgadener Land.

Berchtesgaden - Der Immobilienboom setzt sich trotz der drohenden Blase fort, allerdings nicht mehr in den großen Preissprüngen, wie bisher. So lange die Immobilienblase im Berchtesgadener Land nicht platzt, ist aber alles noch im grünen Bereich.

Aus heutiger Sicht ist es auch möglich, dass sich der Markt auf hohem Niveau beruhigt, so der Immobilienexperte Armin Nowak IVD-Regionalbeirat für Südostbayern und Vorstand der Nowak Immobilien AG aus Berchtesgaden.

Die Zinsen steigen in Amerika bereits leicht. Die aktuelle anhaltende Geldschwemme sucht nach wie vor Anlagemöglichkeiten, besonders von ausländischen Investoren. Diese Nachfrage trifft auf ein sehr geringes Angebot. Mitte 2018 wird die Zinswende auch in Deutschland eintreten. Sie wird sich aber erst 2019 gravierend auf dem Immobilienmarkt auswirken.

Rechtzeitig um Weiterfinanzierung kümmern und Sparpotenzial nutzen

Wer jetzt seine Anschlussfinanzierung noch nicht in trockenen Tüchern hat, sollte sich beeilen. Noch nie in der Firmengeschichte der Nowak Immobilien AG stiegen die Preise so stark an, wie heute, es werden nahezu "Mondpreise" verlangt und auch bezahlt. Erstmals werden für gebrauchte Eigentumswohnungen je Quadratmeter bis zu € 3.600 verlangt und auch bezahlt. Auch gebrauchte Ein- und Zweifamilienhäuser sind unter € 550.000 nicht mehr zu bekommen. Es gibt nur vereinzelt Kaufangebote. Die Kaufinteressenten sind zahlreicher, als die zum Verkauf stehenden Immobilienangebote. Einfamilienhäuser und große Eigentumswohnungen werden gesucht. Nach wie vor treibt die Angst der Geldentwertung viele Investoren in die Immobilienanlage, egal wie hoch die Preise sind.

Mittlerweile sieht Immobilienexperte Armin Nowak, dass nicht nur Deutschland, sondern auch große Städte in Oberbayern, wie z.B. Rosenheim  und die Metropole mit der Landeshauptstadt München diesen Hype auch mit der enormen Zuwanderung befeuern. Dort ist die Lage bereits explosiv, weil die Preise im Vorjahr zweistellig zugelegt und die Leerstände ein Rekordtief erreicht haben. Käufer müssen nun für eine Wohnimmobilie rund 85 Prozent mehr hinblättern als vor zehn Jahren. Wo Wohnraum knapp ist, treiben Investoren zusätzlich die Mieten in die Höhe, um überhaupt noch positive Renditen erwirtschaften zu können.

Bereits jetzt seien Immobilien in manchen deutschen Metropolregionen extrem überbewertet, wodurch hohes Rückschlagpotenzial möglich ist, da dort die geforderten Kaufpreise häufig in keinem Verhältnis zu den zu erzielenden Mieten mehr stehen. "Wenn die Zinsen wieder steigen, könnten viele Finanzierungsmodelle ins Wanken geraten.", so der Immobilienexperte Armin Nowak. Dies kann bei stark fremdfinanzierten Immobilien zum Zusammenbruch führen, da die Annuitäten nicht mehr bedient werden können. Wer jetzt noch zu Höchstpreise einsteigt und dazu eine teure Finanzierung abschließt, darf nicht darauf setzen, dass er in zehn Jahren mit Gewinn verkaufen darf.

Die Mieten im Landkreis sind gestiegen, es herrscht eine höhere Nachfrage im Berchtesgadener Land. Im angrenzenden Salzburg besteht, nach wie vor, bereits Wohnungsnot.

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