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Bauarbeiten mit “gravierenden Auswirkungen”

Großprojekte an viel befahrenen Straßen in Berchtesgaden geplant

B20 Bahnhof Ache
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Bis Juni kommenden Jahres werden die Arbeiten auf der viel befahrenen B20 noch dauern

Vor Beginn der Hauptreisezeit im kommenden Sommer soll die nach einem Unwetterschaden eingeleitete Baustelle an der Bundesstraße 20 im Zentrum Berchtesgadens abgeschlossen werden. Das bestätigte Martin Bambach, beim Staatlichen Bauamt Traunstein zuständig für den Straßenbau im Berchtesgadener Land. Das Millionenprojekt könnte indes günstiger werden als angenommen. Weitere Baustellen mit „gravierenden Auswirkungen“ kündigen sich aber bereits an. 

Berchtesgaden – Detaillierte Angaben kann Martin Bambach derzeit zwar noch keine geben, klar ist aber: In und um Berchtesgaden wird sich in verkehrstechnischer Hinsicht einiges tun. Die Instandsetzung der Königsseer Straße, Teilabschnitt der Bundesstraße 20, werde in den kommenden Jahren „sicherlich ein schwerwiegendes, anstehendes Bauprojekt“, prognostiziert Bambach. Auch die anschließende Instandsetzung der eigentlichen B20 zwischen Königssee und Berchtesgaden mit vorheriger Erneuerung der Brücke über den Krautkasergraben bei Königssee soll angegangen werden.

„Gravierende Auswirkungen auf den Verkehrsablauf im Talkessel“ könnten auch die Instandsetzungen auf einem weiteren Abschnitt der Bundesstraße 20 im Nachbarort Bischofswiesen haben, zwischen dem Kreisverkehr Stangenwald und dem neuen Kreisverkehr Stanggaß. Im Staatlichen Bauamt Traunstein plant man darüber hinaus die Wiederherstellung der Staatsstraße 2100 zwischen dem Neubauabschnitt am Aschauerweiher und der Locksteinstraße in Berchtesgaden. Weiträumige Auswirkungen, so Bambach, dürften die anstehenden Bauwerkserneuerungen im Zuge der Arbeiten an der Alpenstraße, einem Teilbereich der Bundesstraße 305 in Marktschellenberg, mit sich bringen. Deren Verkehrsführung wird voraussichtlich ab 2024 möglicherweise auch weiträumige Folgen auf den Verkehr haben, schätzt Baudirektor Bambach. „Bei all unseren Bauprojekten an Bundes-, Staats- und Kreisstraßen muss immer im Blick bleiben, dass kommunale Baumaßnahmen ebenfalls mit in diese Prozesse einbezogen werden.“ Abstimmungen mit den Gemeinden hat das Staatliche Bauamt Traunstein aktuell noch nicht getroffen.  

Priorität hat derzeit noch die Großbaustelle an der B20 im Zentrum Berchtesgadens. Dort beschäftigt die Bauarbeiter der Ingenieurbau mit verbleibenden Betonarbeiten an der Brüstungsmauer parallel zur Königsseer Ache. Nach dem Unwetter im Juli vergangenen Jahres war die B20 unterspült und Teile der Straße in den Fluss gestürzt. Momentan wird der sogenannte Kopfbalken, ein dauerhaftes Betonbauwerk umgesetzt. Hergestellt wird dieser auf den sogenannten Pfahlköpfen einer Bohrpfahlwand. Die weiteren Planungen sehen vor, schon bald mit dem Aufbau des Geh- und Radweges zu beginnen, sodass auch die neu gestaltete Entwässerung wie erforderlich funktioniert. „Ob die Fundamente für die Schutzplanken noch errichtet sowie die Bordsteine gesetzt werden können, hängt von der Witterung und dem Baufortschritt ab“, sagt Martin Bambach. Wichtig sei, dass Fußgänger und Radfahrer die Strecke zwischen Gmundbrücke und dem Berchtesgadener Bahnhof den Winter über wieder nutzen können.

Seit der Verkehrsführung im zweispurigen Betrieb können Radfahrer die Straße wieder in Richtung Bahnhof befahren. Der vom Staatlichen Bauamt neu angelegte Fußweg, der sich zunächst wegen einer Eidechsenpopulation verzögerte, diente im Wesentlichen der Anbindung der Gästehäuser an der B20, stand aber auch Fußgängern zur Verfügung, „die nicht von der Nutzung der Umleitung über den Gmundberg überzeugt werden konnten - und können“, betont Bambach. Anfangs hatte die zuständige Bundespolizei mehrfach Gefahrensituationen in Verbindung mit Fußgängern gemeldet, die an der Bundesstraße oder den parallel verlaufenden Bahngleisen unterwegs waren. Seit längerem erreichen Bambach keine weiteren Meldungen mehr der Bundespolizei.

Nach Abschluss der Ingenieurbauarbeiten bis Ende November soll für Fußgänger und Radfahrer der Bereich entlang der neu geschaffenen Stützmauer asphaltiert werden. „Den Winter über soll wieder eine uneingeschränkte Nutzung möglich sein.“ Zwischen März und Mai kommenden Jahres wird laut Planung mit der Instandsetzung und Wiederherstellung der Bundesstraße zwischen den Gästehäusern und dem Bahnhof begonnen. Nachdem in diesem Bereich bereits wesentliche Teile der Fahrbahn erneuert wurden, etwa die rechte Spur Richtung Bahnhof, der Geh- und Radweg oder die Entwässerung, „gehen wir davon aus, dass die noch verbleibenden Arbeiten zügiger umgesetzt werden“. Für die Verkehrsführung benötigt die Behörde aber noch Abstimmungen mit Verkehrsbehörde, Polizei und Gemeinde: Aller Voraussicht nach wird die B20 dann wieder nur einbahnig befahrbar sein - „um die Bauzeit zu minimieren“, sagt Martin Bambach. Abgeschlossen soll das Großprojekt dann im kommenden Sommer werden, Mitte, Ende Juni, heißt es: „Wir möchten auf alle Fälle vor der Hauptreisezeit fertig sein.“ Auch wenn es lange dauert: Kostenmäßig, schätzt Bambach, könnte das Projekt günstiger werden als angenommen. Zwischen fünf und sechs Millionen Euro waren dafür zunächst eingeplant worden.

kp

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