Bauprojekte in Berchtesgaden

"Kropfleiten", "Eberweinweg" und "Gasötz" haben noch Chance auf Umsetzung

+
Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp kommt es auf die Art und Weise der Umsetzung der Bauprojekte "Kropfleiten", "Eberweinweg" und "Gasötz" an.
  • schließen

Berchtesgaden - Die Entscheidung des Marktgemeinderates, keine Bauleitplanverfahren für privates Bauen ohne Beteiligung des Marktes durchzuführen, hat für Diskussionen gesorgt. Konkret betroffen sind derzeit drei Projekte, die sich bereits im Bauleitplan- bzw. Satzungsverfahren befunden hatten.

"Die Bebauungsplanverfahren "Kropfleiten" und "Eberweinweg" sowie das Satzungsverfahrens "Gasötz" werden nicht fortgesetzt", das bestätigte Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp bereits am Dienstag (2. Juli) im Gespräch mit BGLand24. "Die Verwaltung wird sich mit den Bauherren in Verbindung setzen."

Auf Nachfrage bestätigte Rasp am Donnerstag noch einmal, dass eine Umsetzung aller drei Bauprojekte trotzdem möglich ist. "Die Chancen stehen gut, wenn sie an unseren Grundsatzbeschluss angepasst werden", so Rasp. Dieser lautet konkret: "Der Markt Berchtesgaden führt neue Bauleitplanverfahren und sonstige Satzungsverfahren zur Schaffung von privatem Wohnraum nur mit der Maßgabe durch, dass der Markt als Grundstückseigentümer oder in sonstiger, geeigneter Art und Weise beteiligt ist."

Vor allem zwei Gemeinderäten war die Tatsache sauer aufgestoßen, dass alle drei Projekte gemeinsam abgestimmt wurden. Für Florian Schmidt sind die Projekte "Kropfleiten" und "Gasötz" "kleiner, familientauglicher und weniger zweitwohnungs-gefährdet" als das Projekt "Eberweinweg", schrieb der CSU-Gemeinderat bei Facebook. "Wir haben einen Gemeinderatsbeschluss, die drei Projekte gemeinsam abzustimmen. Der Beschluss mit 16 zu zwei Stimmen hat das geklärt", äußerte Franz Rasp dazu.

Lösung wie am Spornhofweg möglich

Die Bauherren der drei Projekte haben jetzt die Möglichkeit, beispielsweise ihren Grund der Gemeinde zu verkaufen. "Wenn wir uns das leisten können", so der Bürgermeister. Oder die Gemeinde in einer anderen Art und Weise zu beteiligen, um ihre Pläne doch noch umzusetzen.

Dann könnte auf den drei genannten Grundstücken eine ähnliche Lösung gefunden werden wie am Spornhofweg. "Wir, die Gemeinde, bauen dort sieben Reihenhäuser mit 110 Quadratmeter Wohnfläche, einer gemeinsamen Heizung, eventuell einer Photovoltaikanlage und gemeinsam Carports", erklärte Rasp das Bauvorhaben genauer. "Um die Baugenehmigung kümmern wir uns als Gemeinde, die Bauabwicklung soll das Wohnbauwerk übernehmen."

Die Häuser sollen zum Entstehungspreis verkauf werden. "Kein Dritter verdient daran", betonte der Bürgermeister. Wenn alles optimal läuft, soll im Frühjahr kommenden Jahres mit dem Bau begonnen werden, so dass die Häuser in zwei Jahren bezugsfertig sind. "Die Häuser werden dann über das Wohnbauwerk nach einem Kriterienkatalog vergeben, ähnlich wie bei Einheimischen-Projekten in anderen Gemeinden, dabei wird die Gemeinde entscheidend mitwirken."

cz

Zurück zur Übersicht: Berchtesgaden

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT