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Wenn die Sternsinger kommen..."so geht das!"

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Berchtesgaden/Bonn: Wer kennt ihn nicht, den Brauch der Dreikönigssinger. Während die einen stundenlang drauf warten, werden die anderen buchstäblich überrascht. "Ja ist denn schon wieder der Dreikönigsstag?"

Damit der Sternsingerbesuch für alle Seiten ein voller Erfolg wird, hat Julia Martin von dem Online-Portal "Katholisch.de" ein paar Tipps veröffentlicht.

Fünf Tipps für den Sternsingerbesuch 

"Segen bringen, Segen sein" - so lautet das Motto der Sternsinger, die in den kommenden Tagen wieder von Haus zu Haus ziehen. 

Tipp 1. Nehmen Sie sich Zeit 

So nicht: 

Ein Lied, drei Königssprüche und dann noch der Sternträger? Dauert doch viel zu lange und die Kinder haben bestimmt sowieso die Hälfte des Textes vergessen. Also am besten gleich nach dem ersten Lied stoppen (in Bayern reicht übrigens ein "Passt schon!"). So sparen Sie sich und den Sternsingern eine Menge Zeit. Sicherlich sind die kleinen Könige auch froh, wenn sie nicht jedes Mal das komplette Programm aufsagen müssen.

So machen Sie es richtig: 

Informieren Sie sich über den Tag und am besten auch über die ungefähre Uhrzeit, zu der die Sternsinger kommen. Dann müssen Sie nicht den ganzen Tag warten, können sich dann jedoch die fünf Minuten Zeit nehmen. Freuen Sie sich über den Gesang, die Gedichte und den Segen. 

Tipp 2. Hören Sie zu 

So nicht: 

C+M+B: Die Bedeutung der Inschrift ist doch ganz klar "Caspar, Melchior und Balthasar". Lassen Sie sich bloß nicht davon beirren, dass der Anschreiber etwas von "Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus" erzählt. Übertönen Sie ihn einfach, indem Sie "Ah, Caspar, Melchior und Balthasar" in genau demselben Tempo sagen, in dem er anschreibt. 

So machen Sie es richtig: 

Auch wenn der Zusammenhang nahe zu liegen scheint: C + M + B steht nicht für die Anfangsbuchstaben der Könige, sondern für den Segen, den die Sternsinger bringen. Machen Sie den Kindern eine Freude und lassen Sie die kleinen Könige in Ruhe ihren Segen sprechen.

Tipp 3: Stocken Sie Ihren Süßigkeitenvorrat auf 

So nicht: 

Oh oh, der Sternsingerbesuch kommt wieder überraschend (siehe Punkt 2). Dann mal eben in den Süßigkeitenschubladen wühlen. Irgendwo muss doch noch etwas sein. So können Sie auch endlich Ihre alten Süßigkeiten loswerden! Haltbarkeitsdatum: "Kann man bestimmt noch essen." Über die edlen Schnapspralinen vom letzten Geburtstag freuen sich die Kinder bestimmt auch. So ein bisschen Alkohol schmeißt die Kleinen schon nicht um. 

So machen Sie es richtig: 

Kaufen Sie Süßigkeitenpackungen, die sich aufteilen lassen - zum Beispiel einzeln verpackte Schokoriegel. Kaufen Sie mehr als drei (!!!) Riegel. Es kommen nicht nur Caspar, Melchior und Balthasar. 

Tipp 4: Es kommt nicht auf die Summe an, aber... 

So nicht: 

Sie haben es fast geschafft und nun halten die Sternsinger die Spendenbox für Familien in Kenia hin. Wie, die reiche Kirche will auch noch Geld?! Und wer weiß, ob das Geld auch ankommt? Außerdem haben Sie sowieso nur große Scheine und so viel wollen Sie nicht geben. Wie also die peinliche Situation des Schweigens retten? 

So machen Sie es richtig: 

Seien Sie sicher: Das Geld kommt an. Hinter den Sternsingern steht ein Hilfswerk, das die Spenden nach Ablauf der Aktion weitervermittelt. Es müssen auch keine Unmengen an Geld sein, die Sie ins Sammalkästchen werfen. Deshalb legen Sie die passende Summe am besten vorher bereit. Wenn Sie den Kindern nur Süßigkeiten geben wollen, ist das allerdings auch in Ordnung.

Tipp 5: Wie Sie die Sternsinger hereinbitten 

So nicht: 

Extra für die Sternsinger haben Sie Kuchen gebacken, Tee und Kinderpunsch gekocht. Dass die Gruppe bereits im Nachbarhaus eingeladen war und die Kinder nun weiter müssen, können Sie daher auf keinen Fall tolerieren! Notfalls ziehen Sie sie an den Ohren an den Kaffeetisch. 

So machen Sie es richtig: 

Über eine (gut) geplante Verschnaufpause zwischendurch mit Kinderpunsch, Kuchen und Plätzchen freuen sich die Sternsinger bestimmt. Damit die Sternsinger aber auch ihre Tour noch schaffen, sprechen Sie vielleicht vorher mit dem Gruppenleiter, ob und wann ein etwas längerer Zwischenstopp möglich ist. Es wäre sonst ja schade um den Kuchen. 

Und auch das katholische Bistum Essen hat in einem kurzweiligen Film ein paar Tipps parat,  wie man die Sternsinger am Besten empfängt.

Quelle: katholisch.de / von Julia Martin

Rubriklistenbild: © dpa

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