Darum übernimmt Dollinger H.Moser-Trachten Salzburg

Berchtesgadener Traditionsfirma: "Handel keine leichte Branche"

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Kathrin und Sebastian Proft führen seit sechs Jahren das Unternehmen Dollinger, jetzt dürfen sie auch einen Trachtenhersteller ihr eigenen nennen.
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Berchtesgaden - Was 1958 mit einem kleinen Fachgeschäft für Herrenmode begann, hat sich über 60 Jahre zu neun Standorten mit vielen Dollinger-Geschäften für Mode und Tracht entwickelt. Seit diesem Monat gehört auch ein Trachtenhersteller zum Unternehmen.

Fritz, Gabriele und Heinz Dollinger haben sich 1958 in das Unternehmen Dollinger Mode gewagt. Vor allem die Tracht ist über die Jahre ein festes Standbein geworden. Auf das setzt die Enkelin von Fritz Dollinger und jetzige Geschäftsführerin, Kathrin Proft zusammen mit ihrem Mann Sebastian. "Als wir vor sechs Jahren die Geschäftsführung übernommen haben, haben wir uns überlegt, wie wir das Unternehmen langfristig auf stabile Füße stellen können."

Denn obwohl Dollinger mit neun verschiedenen Standorten in der Region nach wie vor ein beliebtes Einkaufsziel ist, haben auch Kathrin Proft und ihre Familie die Konkurrenz Internet zu spüren bekommen. "Der Handel ist keine leichte Branche", bestätigt sie im Gespräch mit BGLand24 und führt gleichzeitig aus: "Die Tracht war bei uns schon immer viel erfolgreicher, deshalb war klar, dass wir in diesem Bereich noch größer werden wollen."

Gelegenheit für eigenen Trachtenhersteller ergeben

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Ein eigener Trachtenhersteller gehörte da schon zu den Träumen des Geschäftsführer-Ehepaares. "Es ist finanziell vorteilhaft, wenn du deine eigenen Trachten produzierst. Außerdem weiß man als Händler besser, was die Kunden wollen." All diese Vorteile will das Ehepaar Proft jetzt mit der Übernahme von H.Moser Trachten Salzburg vereinen. "H.Moser Trachten Salzburg bleibt ein eigenes Unternehmen, genau wie Stapf und Dollinger."

Vor zwei Jahren hatte Dollinger bereits den Tiroler Strick- und Walkwaren Hersteller Stapf übernommen. "Da haben wir die Kollektionen ein bisschen umgestellt, dass sie für Dollinger passen", erklärt die Geschäftsführerin. "Jetzt hat sich die Gelegenheit mit Moser ergeben, das lässt sich für uns hervorragend mit Stapf kombinieren."

Als das Schreiben der Firma H.Moser an seine Kunden raus ging, haben Kathrin und Sebastian Proft sofort überlegt, welche Teile der Produktion man übernehmen könnte. "Letztlich ist die ganze Firma draus geworden", muss die Geschäftsführerin schmunzeln. Da sie wie auch ihr Mann aus der Unternehmungsberatung kommt, sehen sie diesen Schritt auch als strategisch wichtig für Dollinger an: "Wir leben durch den Tourismus auf der Insel der Seeligen, aber auch bei uns ist der Leerstand von vielen Geschäften angekommen." H.Moser Trachten Salzburg soll auch Dollinger auf sichere Füße stellen. "Wir müssen uns immer wieder fragen, wohin die Reise geht."

Derzeit geht die Reise für das Geschäftsführer-Ehepaar vor allem viel nach Salzburg, um die Übernahme zu regeln. Wie viele der 100 H.Moser-Arbeitsplätze bestehen bleiben können, ist noch nicht klar. Aber die 170 Dollinger- und 10 Stapf-Mitarbeiter sind davon nicht betroffen.

cz

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