Urwälder und Waldsituation in Rumänien

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Ein Bauriese aus dem rumänischen Urwald.

Berchtesgaden - Dietmar Gross ist Förster und Exkursionsleiter in Rumänien. In seinem Vortrag zeigt er einmalige Naturaufnahmen aus den rumänischen Urwäldern.

Die Kreisgruppe des BUND Naturschutz und die Sektion des Deutschen Alpenverein Berchtesgaden (DAV) laden am Mittwoch, 6. November zum Vortrag mit anschließender Diskussion ins Haus der Berge ein.

Dietmar Gross, der in Siebenbürgen aufwuchs, Forstwissenschaften in Kronstadt / Brasov und an der LMU München studierte, ist ein exzellenter Kenner der rumänischen Urwälder. Bis zur Forstreform 2005 war er Leiter des Forstamtes Lichtenfels.

Im Mai 2010 kehrte er mit seiner Frau nach Siebenbürgen zurück und sie bewohnen einen Bauernhof im Dorf Viscri (Deutsch: Weißkirch). Er organisiert und begleitet seit vielen Jahren Exkursionen in die Naturlandschaften Rumäniens.

Der rumänische Urwald.

Die Wälder Rumäniens sind durch Ebernutzung und durch die illegalen Holzeinschläge stark gefährdet. Die westeuropäische Holzindustrie hat große Kapazitäten nach Rumänien verlagert und internationale Fondsgesellschaften kaufen sich ein, mit dem Versprechen nach überdurchschnittlicher Rendite.

Aber noch hat Rumänien rund 220.000 Hektar Urwälder, die Rückzugsraum für zahlreiche Arten sind, die in den intensiv bewirtschafteten und durch Straßen zerstückelten Wäldern Mitteleuropas keine Heimat mehr finden. Deswegen müssen sie, auch nach Meinung westlicher Wissenschaftler, als Forschungs-, Lehr-, und Anschauungsobjekte unbedingt erhalten werden.

Dietmar Gross kennt die verschiedenen Urwälder Rumäniens wie kaum ein anderer und hat faszinierende Bilder aus allen Jahreszeiten mitgebracht, die er in Berchtesgaden zeigen wird.

Pressemitteilung BUND Naturschutz

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