Der Konflikt geht weiter

Villa Schön: Bund Naturschutz verklagt Freistaat Bayern

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Berchtesgaden - Der Kampf um die Zukunft der Villa Schön geht in die nächste Runde. Eigentlich soll auf dem Grund eine Wohnsiedlung entstehen. Der Bund Naturschutz klagt gegen Freistaat Bayern, um das Gelände zu erhalten.

Was wird aus der Villa Schön? Diese Frage erhitzt die Gemüter von Naturschützern und den Zuständigen der Stadt schon lange. Schon vor Monaten wurden Pläne, auf dem Gelände eine Wohnanlage zu errichten, von der Harlander Baumanagement GmbH vorgelegt. Drei Baukörper und 24 Wohnungen sollen auf dem 6.000 Quadratmeter großen Grund entstehen. 

Der Bund Naturschutz setzt sich seitdem für die Erhaltung der natürlichem Umgebung des Grundstückes sowie der Villa Schön ein. Um die Wohnanlage zu bauen, müsste die Villa nämlich abgerissen und die Laubbäume, die sie umgeben, teils gerodet werden. 

Am 26. Februar stellten die Naturschützer noch einen Eilantrag am Münchner Verwaltungsgericht. Diesem nach sollte das Landratsamt Berchtesgaden mit einer einstweiligen Anordnung dazu verpflichtet werden, die bereits begonnenen Rodungsarbeiten sofort einzustellen. 

Im März rief der Bund Naturschutz dann die Öffentlichkeit zu Demonstrationen vor dem Gelände auf. Veranlasst wurde die Aktion dadurch, dass bereits zahlreiche Bäume gefällt worden waren. Die Demonstration war beim Landratsamt angemeldet worden. 90 Teilnehmer erschienen, um sich für den Erhalt der Villa Schön und des darum liegenden Grundstücks einzusetzen - dreimal mehr als ursprünglich angenommen. 

Bund Naturschutz geht einen Schritt weiter

Nun ging der Bund Naturschutz sogar noch einen Schritt weiter. Am 22. März reichten seine Mitglieder Klage gegen den Freistaat Bayern, vertreten durch das Landratsamt Berchtesgadener Land, wegen der Baugenehmigung ein. 

Aus dem Klageschreiben, das BGLand24.de vorliegt, geht hervor, dass es vor allem um eine Aufschiebung des Baugenehmigungsbescheids des Landratsamtes gehe. In dieser Genehmigung werde nämlich eindeutig klar, dass das Areal, auf dem gebaut werden solle, als Außenbereich zu beurteilen sei. In solchen Bereichen gelte der Naturschutz ganz besonders, erklärte eine Sprecherin des Bund Naturschutzes BGLand24.de gegenüber. 

jv

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