400-jährige Tradition

Auszeichnung der Berchtesgadener Weihnachtsschützen zum Kulturerbe

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Der Vorsitzende der Weihnachtsschützen, Rudi Koller, hat im vergangenen Jahr die Aufnahme der Schützen in das bayerische Landesverzeichnis für immaterielles Kulturerbe beantragt.

Berchtesgaden - Die Berchtesgadener Weihnachtsschützen sind am Dienstagabend von Kulturministerin Marion Kiechle zum immateriellen Kulturerbe ausgezeichnet worden. Bereits im März wurden sie in die Liste des Bayerischen Landesverzeichnisses aufgenommen.

Am Dienstagabend fand dazu ein großer Festakt im Neuen Schloss Schleißheim bei München statt, bei dem Kunstministerin Marion Kiechle die Ehrungen durchführte. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Vorsitzende der Weihnachtsschützen im Berchtesgadener Land, Rudi Koller, den Antrag gestellt, die Weihnachtsschützen mit ihrer rund 400-jährigen Tradition anzumelden. 


Der Antrag wurde von zwei fachlichen Schreiben begleitet, die von Berchtesgadens Bürgermeister Franz Rasp und dem Bildungsreferenten der Dokumentation Obersalzberg, Dr. Mathias Irlinger, stammen. Mit über 3.300 Mitgliedern sind die Weihnachtsschützen einer der größten Zusammenschlüsse im Berchtesgadener Land. 1.100 Mitglieder sind aktiv, die in insgesamt 17 verschiedenen Vereinen aktiv sind. Gemeinsam möchte man "überliefertes Brauchtum sichern und Traditionen wahren", sagte Koller. 

In das Verzeichnis wurden neben den Weihnachtsschützen des Berchtesgadener Landes elf weitere Kulturerbe-relevante Bräuche und Traditionen aufgenommen. Dazu gehören der Erhalt der traditionellen Baukultur im Altmühljura, das Augsburger Friedensfest, die bäuerlichen Gemeinschaftswälder im Steigerwald, die traditionelle Dörrobstherstellung, die Agnes-Bernauer-Festspiele in Straubing, das Drechslerhandwerk, die Baumfelderwirtschaft in Straubing, die Oberpfälzer Zoiglkultur sowie die Schafhaltung in Bayern.

fkp

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