Aufwendiger Nachteinsatz im Berchtesgadener Land

Bergwacht rettet frierenden Bergsteiger (30) vom Hohen Göll

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Berchtesgaden - Durch Altschneefelder am Hohen Göll überfordert, ist ein 30-Jähriger ohne Licht im Abstieg über die Schusterroute zum Purtschellerhaus in Bergnot geraten.

Sechs Einsatzkräfte der Bergwacht Berchtesgaden haben in der Nacht vom 22. auf den 23. Mai einen unverletzten 30-jährigen Indonesier gerettet, der am Hohen Göll ohne Licht in die Dunkelheit geraten war und von den Altschneefeldern auf der schattigen Nordostseite des Berges überfordert war.

Der deutschsprachige Bergsteiger aus Oberfranken war erst gegen 16 Uhr an der Kehlstein-Buswendeplatte losgegangen, um über den Mannlgrat, die Göllleiten und die Schusterroute zum Purtschellerhaus zu gehen, wo er ein Nachtlager reserviert hatte.

Als es gegen 21 Uhr dunkel wurde, setzte er einen Notruf ab, der zunächst bei der Polizei in Hallein aufschlug und dann an die Leitstelle Traunstein weitergeleitet wurde. Parallel wurde auch vom Purtschellerhaus aus ein Notruf abgesetzt, da der Mann noch nicht angekommen war.

Abstieg durch abschüssiges Gelände

Der Einsatzleiter der Bergwacht Berchtesgaden wies den Bergsteiger über Telefon an, mit dem Licht seines Handys bis zum Abzweig der Schusterroute in der Göllleiten zurückzugehen und dort auf die Rettungsmannschaft zu warten, die mit dem Fahrzeug bis zur Buswendeplatte fuhr und über den Mannlgrat zur Einsatzstelle ging.

Die Retter versorgten den frierenden, aber unverletzten 30-Jährigen mit heißem Tee, kümmerten sich um den Wärmeerhalt und führten ihn dann über die Göllleiten und den Mannlgrat zurück zum Kehlstein, wobei viele Passagen im absturzgefährlichen Gelände versichert werden mussten.

Der zeitaufwendige Einsatz dauerte bis um 2 Uhr am Morgen. Der Gerettete durfte die Nacht dann im Berchtesgadener Bergwachthaus verbringen.

Pressemitteilung des Bayerischen Roten Kreuzes - Kreisverband Berchtesgadener Land

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