Pressemitteilung Nationalpark Berchtesgaden

Abschlusskonferenz des internationalen Projekts YOUrALPS

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Drei Jahre intensive, internationale Zusammenarbeit im Rahmen des YOUrALPS-Projekts gehen zu Ende, die praktische Umsetzung Ergebnisse vor Ort beginnt erst. Das Gymnasium Berchtesgaden und der Nationalpark Berchtesgaden, wurden in Chambery/Frankreich als „Alpine School“ beziehungsweise „Alpine School Partner“ zertifiziert und werden die erfolgreiche Kooperation künftig fortsetzen.

Berchtesgaden - Gemeinsam mit dem Nationalpark Berchtesgaden hat sich das Gymnasium Berchtesgaden drei Jahre lang im Interreg-Projekt "YOUrALPS" engagiert.

Im französischen Chambery fand kürzlich die Abschlussveranstaltung statt, bei der acht Schulen aus dem Alpenraum ausgezeichnet wurden.Ziel des Projekts war es, jungen Menschen neue Wege zu zeigen, sich im Alpenraum zu engagieren und ihre Zukunft aktiv mit zu gestalten. Die Schulen in den Projektregionen waren dabei wichtige Partner.

Mehr als 200 Interessierte aus dem gesamten Alpenraum nahmen an der Abschlusskonferenz „Bildung der Jugend für eine nachhaltige Zukunft in den Alpen“ teil. Auf der Tagung wurden die zentralen Ergebnisse des Projekts präsentiert und das Alpenschulmodell sowie das neu entstandene "OurAlps-Netzwerk" den interessierten Teilnehmern vorgestellt.Höhepunkt der Veranstaltung war die feierliche Auszeichnung der ersten "Alpenschulen" und ihrer Partner aus den am Projekt beteiligten Alpenländern Frankreich, Italien, Slowenien, Österreich und Deutschland.

Nach der Begrüßung durch hochrangige Vertreter nationaler und internationaler Institutionen gab Veronika Widmann vom Netzwerk Alpiner Schutzgebiete "alparc" als Projektleiterin einen kurzen Überblick zum dreijährigen Projektverlauf. Den Tagungsauftakt gestalteten jugendliche Schüler und Studenten, die über die drei Projektjahre hinweg zahlreiche Bildungsveranstaltungen kennen lernten und zum gegenseitigen Austausch aus Deutschland und Slowenien angereist waren.

Sie berichteten über ihre Erfahrungen im Rahmen des Projekts, ihre persönliche Beziehung zu den Alpen und nahmen Stellung zur Bewahrung des alpinen Erbes.

Tabea Prechtl, Schülerin des Gymnasium Berchtesgaden, betonte in ihrer Rede, wie wichtig es sei, Nachhaltigkeit bereits bei jungen Generationen zu fördern

und veranschaulichte ihr Anliegen am Beispiel nachhaltiger Mobilität und des nachhaltigen Tourismus in Berchtesgaden.

Lukas Fritz von der Universität Innsbruck stellte im Anschluss die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Untersuchungen zur Bildung für nachhaltige Entwicklung in den Alpen vor, welche die Grundlage für das Alpenschul-Modell bildeten. Daran schloss sich die Präsentation des OurAlps-Netzwerkes an, das darauf abzielt, Interessierte schulischer und außerschulischer Bildungseinrichtungen zusammenzuführen und den Austausch zwischen bildungs- und bergaffinen Menschen im Alpenraum zu fördern. Stefania Fontana von der lombardischen Umweltstiftung begeisterte im Anschluss mit dem neuen "Alpen-Schulmodell", das durch innovative und partizipative Ansätze den Unterricht bereichert, die Bildung im Freien vor allem in Schutzgebieten ermöglicht und die Beziehung von Jugendlichen zur Natur und ihren alpinen Lebensräumen fördert. Anschließend diskutierten offizielle Vertreter der fünf Alpenländer zukünftige nationale und internationale Zertifizierungsmodelle.

Den Abschluss des ersten Tages und gleichzeitig den Höhepunkt der Konferenz stellte die Zertifizierung der ersten acht „Alpenschulen“ und deren Partner dar, die einen Rucksack gefüllt mit der Zertifikatsurkunde, Unterlagen und Informationen für ihre künftigen Aktivitäten überreicht bekamen und mit in ihre Pilotregionen nehmen durften. Auch das Gymnasium Berchtesgaden und der Nationalpark Berchtesgaden, die in den vergangen drei Jahren die erste deutsche Pilotregion darstellten, wurden als "Alpine School" beziehungsweise "Alpine School Partner" zertifiziert und werden die erfolgreiche Kooperation künftig weiter fortsetzen. Hilfreich dabei ist die vom Nationalpark Berchtesgaden hierfür entwickelte Sammlung an Bildungsaktivitäten, "Alpine Toolkit" genannt, zu aktuellen und dringenden Umweltthemen in den Alpen, die sowohl im Unterricht als auch bei außerschulischen Aktionen eingesetzt werden kann.

Der zweite Konferenztag führte die Teilnehmer in den regionalen Naturpark Massif de Bauges, wo Exkursionen zu den Themen Biodiversität, Klimawandel und nachhaltiger Konsum angeboten wurden.Die Führungen ermöglichten es den Teilnehmern, neue Erkenntnisse zu sammeln und sich über innovative Bildungsmethoden zu informieren. Mit einer Diskussion zu weiteren Zukunftsperspektiven und einem Austausch zwischen den Tagungsteilnehmern klang die Veranstaltung aus. Das YOUrAlps-Projekt hinterlässt zahlreiche innovative Ergebnisse und Partnerschaften, welche künftig eine gemeinsame Bildung für eine nachhaltige Zukunft der Alpen ermöglichen. Informationen zum YOUrALPS-Projekt und zum neuen Netzwerk gibt es unter: www.alpine-space.eu/projects/youralps/en/home und www.ouralps.org/de.

Pressemitteilung Nationalpark Berchtesgaden

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