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Kehlstein unter Strom

Elektrobusse kommen ab 2023 zum Einsatz - Straße soll „Stück für Stück” saniert werden

Das auf 1834 Meter Höhe gelegene Kehlsteinhaus wurde Ende der 1930er-Jahre im Auftrag der NSDAP errichtet. Seit 1952 ist es öffentlich zugänglich und zählt zu einem der Top-Ausflugsorte in Berchtesgaden.
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Das auf 1834 Meter Höhe gelegene Kehlsteinhaus wurde Ende der 1930er-Jahre im Auftrag der NSDAP errichtet. Seit 1952 ist es öffentlich zugänglich und zählt zu einem der Top-Ausflugsorte in Berchtesgaden.

Premiere am beliebten Kehlstein: Acht Elektrobusse sollen ab kommendem Jahr Besucher auf den Kehlstein bringen, wo das Kehlsteinhaus, ein ehemaliges NS-Repräsentationsgebäude, Touristen empfängt.

Berchtesgaden - Die geplante Elektrifizierung bestätigte Dr. Bartl Wimmer, Vorsitzender des Zweckverbands Bergerlebnis Berchtesgaden. Indes hat sich die Zahl der beförderten Gäste im Vergleich zu 2021 verdoppelt: 271.000 Personen wurden dieses Jahr mit dem Bus befördert. In Rekordjahren waren es bis zu 400.000.

E-Busse kommen zum Einsatz

Alles elektrisch: Mit E-Bussen soll eines der beliebtesten deutschen Touristenziele künftig angesteuert werden. Erste Testfahrten waren bereits im vergangenen Jahr durchgeführt und für erfolgreich befunden worden. In der Saison 2023 werden erstmals acht Elektrobusse der Regionalverkehr Oberbayern (RVO) für den Busbetrieb zum Einsatz kommen. Die Elektrifizierung der Busse für die Kehlsteinstraße könnte Signalwirkung für weitere Linien mit sich bringen. 

Die Kehlsteinsaison ist nach Jahren mit Corona-Einschränkungen deutlich besser verlaufen: Waren es 2021 nur 135.000 Gäste, konnten dieses Jahr 271.000 Personen mit den Kehlsteinbussen transportiert werden. Der Zweckverband Bergerlebnis Berchtesgaden blickt dabei auf eine unfallfreie Saison zurück. Der Verband hat die Verantwortung für den Kehlsteinbetrieb inne. Sowohl Kehlsteinhaus als auch Kehlsteinstraße sind beide an den Zweckverband verpachtet. Die 1938 fertiggestellte Straße führt rund 6,5 Kilometer an der Südseite des Kehlsteins entlang, passiert fünf Tunnel und überwindet dabei einen Höhenunterschied von 700 Höhenmetern. 

Aufzug befördert Gäste zum Kehlsteinhaus

Mit einem 124 Meter hohen Aufzug geht es rauf in das auf 1834 Meter gelegene Kehlsteinhaus. Laut Zweckverband sind in der zu Ende gegangenen Saison knapp 73.000 Auf- und Abfahrten mit dem durch den Berg führenden Aufzug durchgeführt worden. Dies entspricht einer Strecke von 9036 Kilometern. Vergleichbar ist das mit der Entfernung von Berchtesgaden bis in den kalifornischen Westen der USA. 

Für die Zukunft plant der Zweckverband gemeinsam mit dem Staatlichen Bauamt Traunstein eine Sanierung der in die Jahre gekommenen Kehlsteinstraße. „Es werden keine einfachen Zeiten”, sagt Dr. Bartl Wimmer. Ein erstes 100 Meter langes Teilstück, die Absturzsicherung unterhalb des sogenannten Recktunnels, wurde von März bis Mai bereits saniert. 50 weitere Meter sollen ab dieser Woche bis spätestens zum Frühjahr fertiggestellt werden. „Wir werden Stück für Stück weitermachen”, kündigte Wimmer an. Die Kosten für die Sanierung von Teilbereichen der schmalen Straße und jener notwendigen Absturzsicherungen für die zum Einsatz kommenden Busse dürfte eine Millionensumme beanspruchen, zumal auch der Denkmalschutz eine wichtige Rolle spielt.

Die auf den Zweckverband zukommende Großinvestition ist voraussichtlich nur mit finanzieller Hilfe des Freistaates Bayern stemmbar. Dieser habe laut Zweckverband bereits Hilfe signalisiert.

kp

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